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Influencer werden

18. Februar 2019

Wer die aktuellen Nachrichten verfolgt und Medien nutzt, wird von diesem Phänomen schon einmal gehört haben: Influencer. Aber was genau machen die Stars der sozialen Netzwerke eigentlich? Und verdienen die damit wirklich Geld? Wir verraten es dir.

Beruf Influencer werden

Es gibt Berufe, die keiner mehr erlernt, weil wir sie heute nicht mehr brauchen. Aber es gibt auch Berufe, die neu entstehen - aufgrund neuer Technik und neuer Medien. Influencer gehören zum Beispiel dazu. Auch wenn es keine anerkannte Ausbildung und kein offizielles Studium gibt, das einen zum Influencer macht, können viele der bekannten Stars aus den sozialen Netzwerken gut von ihrem Job leben. Wir erklären dir, wie das Ganze funktioniert und was ein Influencer genau macht.

Was macht ein Influencer eigentlich?

Wahrscheinlich brauchen wir dir gar nicht groß erklären, was Influencer machen und welche zu den bekanntesten Influencern gehören. Die meisten wirst du nämlich kennen oder ihnen bereits auf Youtube oder Instagram folgen. Trotzdem wollen wir den Beruf etwas genauer unter die Lupe nehmen. So viel ist eigentlich klar: Influencer sind Persönlichkeiten, die in sozialen Medien wie Instagram, Youtube oder Facebook eine große Community und dadurch einen großen Einfluss auf andere haben - entweder, weil sie besonders gut aussehend, sympathisch, vertrauenswürdig, klug, mutig oder einfach nur unterhaltsam sind. Die erfolgreichsten Influencer sind einfache Blogger oder sogar Schüler. Über den Erfolg entscheiden Persönlichkeit und die Themen: Da gibt es zum Beispiel diejenigen, die vor zigtausend Fans eine Tasche voller Markenklamotten oder Beauty- und Pflegeprodukte auspacken und Styling-Tipps geben. Oder die, die mit ihrem Leben rund um Reisen und Lifestyle punkten. Aber auch Sport, Musik und Comedy können viele junge Menschen dazu bringen, einem bestimmten Profil zu folgen. 

Die Anzahl der Influencer wächst stetig, die wirklich erfolgreichen lassen sich allerdings an zwei Händen abzählen. Bei ihnen beträgt die Zahl Follower zwischen zwei und vierzehn Millionen. Weil diese auf immer neue Posts warten und deren Drang nach Neugier befriedigt werden will, müssen Influencer sehr viel Aufwand betreiben, um ihre Profile und Kanäle aktuell zu halten. Zeit für einen anderen Job bleibt da nicht. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, sich für den Vollzeitjob Influencer bezahlen zu lassen. Denn was die User spannend finden, zieht auch Unternehmen magisch an. Sie wittern ihre Chance, von einem bekannten Gesicht erwähnt zu werden oder sogar ihre Produkte und Marken in Bild und Ton empfehlen zu lassen. Und an genau dieser Stelle kommt das Thema "Geld verdienen" ins Spiel.

Wie viel verdient ein Influencer?

Zum einen bekommen Influencer kostenlos Produkte zugeschickt, wenn sie in ihrer Story Werbung dafür machen. Und natürlich fließt auch bares Geld für einen entsprechenden Post oder ein kommentiertes Video. Denn anstatt eine banale Werbeanzeige auf verschiedenen Internetseiten laufen zu lassen, ist es für Unternehmen viel erfolgversprechender, einen angesagten Influencer mit einer riesigen Community für die eigenen Zwecke zu nutzen. Die Höhe der Bezahlung hängt von der Reichweite ab: Je mehr Follower, desto mehr Geld fließt auf das Konto des Influencers. Für einen Post oder ein Video bekommen die besten von ihnen schätzungsweise zwischen 9.000 und 25.000 Euro überwiesen. Es heißt, dass vereinzelt sogar bis zu 200.000 Euro gezahlt wurden. Das ist definitiv mehr als ein sehr gutes Jahreseinkommen eines normal arbeitenden Menschen. Klingt verlockend, oder nicht? Dafür findet ein Großteil des Privatlebens aber auch in der Öffentlichkeit statt – das wiederum ist nicht jedermanns Sache. 

Wie kommen Influencer an Kunden und Aufträge?

Häufig ist das Geld verdienen als Influencer erst dann richtig einfach, wenn du dir schon einen Namen gemacht hast und die Anzahl der Follower stimmt. Unternehmen fragen dich in dem Fall gezielt an, und du kannst entscheiden, ob du zusagst oder nicht. Manche Influencer wenden sich auch selbst an Unternehmen, wenn sie Lust auf ein bestimmtes Thema oder eine konkrete Marke haben. Auch so kommen Verträge beziehungsweise Kooperationen zustande, die Geld bringen. Anders ist es, wenn du zwar eine treue Fangemeinschaft hast, aber nicht  zu den bekannten Gesichtern gehörst. Dann ist das an Land holen von Aufträgen schon etwas schwieriger. 

Weil dem so genannten Influencer-Marketing aber eine immer größere Bedeutung zukommt, ist auch das keine große Sache. Denn mittlerweile gibt es etliche Plattformen, die als Vermittler arbeiten und Influencer mit Unternehmen zusammenbringen. Das Wichtigste dabei ist: Authentisch bleiben und die Aufträge ganz gezielt auswählen. Denn nur, wenn du und dein Youtube-, Instagram- oder Facebook-Profil zum Produkt, zur Marke oder zur Dienstleistung passen, ist das Ganze auch überzeugend!

Alternativen zum Beruf Influencer

Wenn du nicht unbedingt selbst Influencer werden willst, hast du dennoch die Möglichkeit von dem neuen Beruf zu profitieren. So kannst du zum Beispiel als Marketing-Experte Influencer und Unternehmen zusammenbringen und bei der bei der Vermittlung von Kooperationen helfen. Du kannst dich aber auch im Modemanagement- oder Modedesign-Studium mit Fashion auseinandersetzen. Oder du beschäftigst dich einem Journalismus-Studium mit dem Phänomen der Influencer, schließlich berichten Zeitschriften, Fernseh- und Radiosender regelmäßig über die Social-Media-Promis.