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#Fridays for future – nachhaltig reisen

26. Juni 2019

Die Welt bereisen ohne dabei die Umwelt zu belasten? Geht das überhaupt? Die #Fridays for future–Gründerin Greta Thunberg reist nur mit Bahn oder Elektro-Auto. Wir zeigen dir, wie auch du nachhaltig reisen und dabei den Klimaschutz im Blick behalten kannst.

Nachhaltiges Reisen #fridays for future
  • Exzessives Fliegen belastet das Klima enorm: ein Dilemma vor allem bei Fernreisen
  • Beim nachhaltigen Reisen kannst du einiges für den Klimaschutz tun:
    In Form eines Klimaschutzbeitrags deinen Flug kompensieren, klimafreundliche Verkehrsmittel nutzen, dein Reiseverhalten überdenken und ändern, Reiseveranstalter mit nachhaltigem Gütesiegel unterstützen

Reiselust versus Klimaschutz: ein Dilemma

School´s out forever – und jetzt ab in den nächsten Flieger und um die Welt jetten? Was früher einmal hip war ist heute mit Flugscham besetzt. Spätestens seit Greta Thunbergs #Fridays for future ist vielen klar geworden, dass exzessives Fliegen die Umwelt stark belastet. Vielleicht steckst ja auch du in dem Dilemma einerseits die Welt bereisen, andererseits aber auch einen Beitrag für den Klimaschutz leisten zu wollen. Schaut man auf die Klimabilanz, fällt das Flugzeug als Fortbewegungsmittel definitiv raus. Nichts belastet das Klima so sehr wie das Fliegen! Mit einem CO2-Rechner lässt sich dein ökologischer Fußabdruck im Jahr mittlerweile bilanzieren. So werden bei einem Flug pro Passagier und Kilometer 285 Gramm CO2 freigesetzt. Bei einem Hin- und Rückflug nach New York sind das allein drei Tonnen CO₂-Ausstoß. Zum Vergleich: in Uganda produzieren die Menschen lediglich circa 0,1 Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Und dennoch stieg die Zahl der Flugpassagiere weltweit im letzten Jahr auf circa 4,5 Milliarden. Wir geben dir Tipps, wie du klimafreundlich reisen kannst.

Nachhaltig reisen – wie geht das?

  • Fliegen und dabei CO2 kompensieren
    Ein Gap-year in Australien oder Neuseeland? Manche Ziele lassen sich nur mit dem Flieger erreichen. Wenn du generell nicht aufs Fliegen verzichten, aber wenigstens einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten möchtest, dann unterstütze die gemeinnützige Klimaschutzorganisation atmosfair. Online ermittelt dir ein Klimarechner die Schadstoffe, die du beispielsweise mit einem Flug nach Sydney verursachst und rechnet dir aus, was als Ausgleich bezahlt werden kann. Die Kosten kannst du in Form eines Klimaschutzbeitrags an atmosfair spenden und entscheiden, in welches zertifizierte Klimaschutzprojekt das Geld fließen soll: sei es in grünen Strom in Bolivien oder in Windkraft in Nicaragua. Bei einem Flug von Köln nach New York liegt der von atmosfair berechnete Kompensationsbeitrag bei 82 Euro. Die CO2-Kompensation gleicht deine eigenen Emissionen aus. Auf den atmosfair-Seiten findest du auch Links auf umweltfreundliche Reiseveranstalter und Reisebüros. Einige Airlines bieten ihren Reisenden mittlerweile eine Möglichkeit, freiwillig direkt bei der Buchung Co2 zu kompensieren. Eines sollte dir allerdings klar sein: Gar nicht fliegen ist besser als kompensieren.
  • Wenn schon weit weg, dann für lange
    Manchmal ist Fliegen unumgänglich. Die Distanz, die du zwischen Wohn- und Urlaubsort zurücklegst, sollte allerdings in einem sinnvollen Verhältnis zur gesamten Reisedauer stehen. Grundsätzlich gilt: Je länger du an einem Ort verweilst, desto besser ist das für die Klimabilanz.
  • Nah statt fern
    In den Semesterferien zum Schnäppchenpreis drei Wochen auf Bali abhängen? Das tut dem Klima richtig weh! Frage dich kritisch, ob ein Aufenthalt im eigenen oder nahen europäischen Land zu deiner Entspannung nicht den gleichen Erholungswert hat.
  • Bei Strecken bis 1.000 km – nutze Bahn, Bus & Co
    Strecken bis 1.000 Kilometer können bequem mit dem Zug zurückgelegt werden. Gerade auf Kurzstreckenflügen ist der Flugverkehr besonders ineffizient und klimaschädlich. Bahn fahren ist im Vergleich zum Fliegen deutlich klimafreundlicher. Eine Bahnfahrt produziert 6mal weniger CO2 pro Kopf und Kilometer als ein Flug. In Frankreich beispielsweise ist durch den Schnellstreckenzug TGV ein Großteil der klimaschädlichen Flüge ersetzt worden. Was du vielleicht nicht weißt: Der Reisebus ist das klimafreundlichste Fortbewegungsmittel. Willst du also möglichst nachhaltig reisen, steige in einen Reisebus und entdecke so die Welt! Möchtest du das eigene Auto nutzen, biete anderen eine Mitfahrgelegenheit an.
  • Nachhaltigkeit am Urlaubsziel
    Nachhaltig Reisen hört nicht mit der Wahl des klimafreundlichsten Verkehrsmittels auf. Auch an deinem Reiseziel kannst du einiges für eine gute Klimabilanz tun. Nutze das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel, produziere so wenig Müll wie nötig, verbrauche wenig Strom und Wasser und unterstütze lokale Anbieter. Wohne bei Einheimischen und fördere die lokale Kultur. Der Pauschaltourismus schadet der einheimischen Wirtschaft. Lebe und handle im Urlaubsland genau so nachhaltig wie Zuhause!
  • Auf Gütesiegel für nachhaltigen Tourismus achten
    Auch die Tourismusbranche hat mittlerweile das Thema nachhaltiges Reisen für sich entdeckt. Werden Servicekräfte fair bezahlt? Wie viel CO2 wird pro Gast emittiert? Neben umweltbezogenen und unternehmerischen Aspekten wird auch das soziale Engagement in die Bewertung eines Unternehmens mit einbezogen. Anhand des Ökosiegels kannst du als Verbraucher leicht erkennen, ob ein Reiseveranstalter umwelt- und sozialverträglich ist. Die bekanntesten Siegel sind: TourCert, Green Globe und Biosphere Responsible Tourism.

Fazit

Du kannst auch als Einzelner einen Beitrag für den Klimaschutz leisten: von #Fridays for future über Nachhaltigkeit im Alltag bis hin zu nachhaltigem Reisen. Am besten du fängst gleich damit an! Auch beruflich gibt es die Möglichkeit, die Umwelt zu schützen und für ein nachhaltiges Leben zu sorgen. Schau dir doch einfach mal Berufe rund um Umweltschutz an.