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Vom Leseclub zur Zukunftsfrage: Wie Leseförderung Orientierung schafft

Autorin: Susanne 

Orientierung beginnt nicht erst bei der Berufswahl. Sie entsteht dort, wo junge Menschen lernen, Texte zu verstehen, Informationen einzuordnen und eigene Gedanken zu formulieren. Lesekompetenz ist damit eine zentrale Grundlage schulischer Bildung und persönlicher Entwicklung. 

Ein gemeinsames Romanprojekt von Schülerinnen und Schülern aus Kölner Leseclubs zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Leseförderung freiwillig, kreativ und ohne Leistungsdruck gestaltet wird. Die Jugendlichen arbeiten gemeinsam an einem eigenen Buch und erleben Lesen und Schreiben als etwas Sinnstiftendes und Selbstwirksames. 

Umgesetzt wird das Projekt im Rahmen der Leseclubs von Run & Ride for Reading e.V., die auf einem Konzept der Stiftung Lesen basieren. Die Clubs schaffen geschützte Räume, in denen Kinder und Jugendliche ihre Interessen einbringen, Verantwortung übernehmen und im eigenen Tempo lernen können. 

Deutlich wird, wie relevant solche Erfahrungen auch für die spätere Berufs- und Studienorientierung sind. Wer Texte sicher versteht, eigene Gedanken formulieren und Informationen einordnen kann, ist besser in der Lage, Möglichkeiten zu erkennen, abzuwägen und Entscheidungen für den eigenen Weg zu treffen. Lesekompetenz wirkt damit weit über den schulischen Kontext hinaus und wird zu einer zentralen Orientierungskompetenz. Begleitet wird das Projekt unter anderem von Henning Krautmacher, der sich als Pate der Leseclubs seit vielen Jahren für Bildungs- und Leseförderung engagiert. 

Einstieg unterstützt die Initiative, weil hier früh angesetzt wird. Leseförderung und Berufsorientierung werden nicht getrennt gedacht, sondern als aufeinander aufbauende Lernreise verstanden. Schule, außerschulische Initiativen und externe Partner greifen ineinander und schaffen gemeinsam nachhaltige Orientierung. 

Drei Learnings für Schulen

  • Leseförderung wirkt besonders dann, wenn sie freiwillig ist. 
    Interessenorientierte Angebote außerhalb des Unterrichts schaffen Motivation und echte Beteiligung. 
  • Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Lernfaktor.
    Wenn Jugendliche eigene Texte entwickeln und Verantwortung übernehmen, wachsen Selbstvertrauen und Ausdrucksfähigkeit. 
  • Kooperationen erweitern schulische Möglichkeiten.
    Externe Partner können Schule sinnvoll ergänzen und neue Erfahrungsräume eröffnen, ohne zusätzlichen Leistungsdruck zu erzeugen. 

 

Neugierig auf die Perspektive der Jugendlichen?

Das vollständige Interview mit den Schülerinnen und Schülern sowie mit Henning Krautmacher gibt es auf der Schülerseite von Einstieg.
👉 Zum Artikel auf der Schülerseite

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