© Anton Schmich
Interview
Anton (16) über Technik, Segelfliegen und die Suche nach dem passenden Beruf
Mit 16 Jahren baut Anton Go-Karts und Motorräder, macht eine Segelflugausbildung und verbringt jede freie Minute mit Technik. Einen ganz konkreten Berufswunsch hat er noch nicht – aber er weiß genau, was ihn begeistert. Warum ihm das bei der Berufsorientierung hilft und weshalb für ihn nicht das Ergebnis, sondern der Weg dorthin zählt, erfährst du hier.
© Anton Schmich
„Eigentlich haben mich Technik, Autos und Flugzeuge schon immer interessiert. Ich baue einfach gerne Dinge. Vor Kurzem habe ich mir ein Go-Kart gebaut und gerade arbeite ich an einem kleinen Motorrad. Dabei geht es mir in erster Linie auch nicht darum, später mit den Fahrzeugen herumzufahren. Das Lustigste ist für mich wirklich das Bauen. Ich überlege mir gerne selbst, wie etwas funktionieren könnte, und probiere verschiedene Lösungen aus. Wenn es fertig ist, ist das natürlich cool – aber der spannendste Teil ist der Weg dahin.“
„Der Weg ist das Ziel. Das gilt beim Bauen genauso wie bei der Frage, was ich später einmal machen möchte.“
Anton über die Suche nach dem passenden Berufsweg
Neben seinen technischen Projekten verbringt Anton viel Zeit auf dem Flugplatz. Dort macht er aktuell seine Segelflugpilotenausbildung.
„Ich bin jede Woche zwei- bis dreimal am Flugplatz. Das nimmt schon viel Zeit in Anspruch, macht aber unglaublich Spaß. Pilot wäre schon auch ein richtiger Traumjob gewesen. Ich finde Fliegen einfach faszinierend.“
Mittlerweile sieht er den Beruf etwas realistischer. Die hohen Ausbildungskosten und die anspruchsvollen Auswahlverfahren schrecken ihn etwas ab. Trotzdem spielt die Luftfahrt weiterhin eine wichtige Rolle in seinen Zukunftsplänen.
„Deshalb interessieren mich Berufe im technischen Bereich rund um Flugzeuge immer noch sehr.“
Viele Jugendliche haben das Gefühl, möglichst früh wissen zu müssen, welchen Beruf sie später einmal ausüben wollen. Anton sieht das anders:
„Ich weiß noch nicht genau, welcher Beruf es am Ende wird. Aber ich weiß ziemlich genau, was mir Spaß macht.“
Durch seine Hobbys hat er bereits herausgefunden, welche Tätigkeiten ihm liegen und welche nicht.
„Wenn ich stundenlang an einem Projekt arbeiten kann und dabei die Zeit vergesse, dann ist das für mich ein gutes Zeichen.“
„In der Schule macht man natürlich Berufstests und besucht Messen. Aber vieles recherchiere ich auch selbst im Internet, weil ich mich für sehr spezielle technische Themen interessiere.“
Anton über die Eigeninitiative bei der Berufswahl
Bei seiner Zukunft denkt Anton nicht nur darüber nach, was ihm Spaß macht. Auch finanzielle Sicherheit spielt für ihn eine wichtige Rolle.
„Mit Geld kann man vielleicht nicht direkt Glück kaufen. Aber man hat mehr Möglichkeiten und muss sich weniger Sorgen machen.“
Deshalb schaut er bei Berufen auch auf die langfristigen Perspektiven.
„Es bringt ja nichts, wenn man etwas macht, das einem gefällt, aber später gar keine Chancen bietet.“
Wenn Anton anderen Jugendlichen einen Rat geben müsste, wäre dieser überraschend einfach:
„Probiert Dinge aus. Genau das war für mich super wichtig. Durch das Bauen, das Segelfliegen und meine Projekte habe ich viel mehr über mich gelernt als durch jeden Berufstest.“
„Man muss nicht sofort seinen Traumberuf kennen. Viel wichtiger ist es herauszufinden, was einem Spaß macht und womit man sich gerne beschäftigt.“
Anton über den Spaß als Kompass für die Berufswahl
Überlege dir, welche Themen dich wirklich interessieren.
Probiere möglichst viel praktisch aus.
Informiere dich auch außerhalb der Schule über Berufe.
Denke neben deinen Interessen auch an Zukunftsperspektiven.
Mach dir keinen Stress, wenn du noch keinen fertigen Berufsplan hast.
✅ Eigene Interessen sind oft der beste Ausgangspunkt.
✅ Praktische Erfahrungen helfen mehr als reine Theorie.
✅ Nicht jeder muss mit 16 schon seinen Traumjob gefunden haben.
✅ Wer Dinge ausprobiert, lernt automatisch viel über sich selbst.
✅ Der Weg zum passenden Beruf ist manchmal genauso wichtig wie das Ziel.
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