Die Azubis müssen spüren: Hier ist mein Platz, heute und morgen. Für Maja beginnt das mit einer Person, die verlässlich ansprechbar ist. Ideal sei jemand, der die Ausbildung selbst gerade abgeschlossen hat oder etwas weiter ist, eine Patin oder ein Pate, der Orientierung gibt und im Alltag mitschwingt.
Ebenso zentral ist es, im Gespräch zu bleiben und sich auszutauschen. Nicht einmal im Jahr, sondern regelmäßig und beidseitig. Für Maja heißt das: „Hey, was ist dein Eindruck? Läuft es gut? Fehlt dir irgendwas?“ Jugendliche brauchen Feedback, aber genauso die Möglichkeit, ihre Sicht einzubringen. Genau dadurch fühlen sie sich wahrgenommen. Nicht nur als Auszubildende, sondern als Menschen, die etwas beitragen.
Ein Punkt, den Maja besonders betont, betrifft die Zukunftsaussichten. Viele Betriebe planen längst mit ihren Azubis, möchten sie unbedingt übernehmen, aber kommunizieren es nicht. „Die Jugendlichen wissen das oft gar nicht“, sagt sie. In Umfragen höre sie immer wieder Sätze wie: „Ich weiß gar nicht, ob ich hier eine Zukunft habe.“
Für Maja ist dies verschenktes Potenzial. Darum plädiert sie dafür, Perspektiven klar auszusprechen und auch Wertschätzung deutlich zu machen: „Hey, du, ohne dich kommen wir hier gar nicht zurecht. Also, du bist ganz wichtig für uns.“
Solche Worte, sagt sie, wirken enorm, genauso wie Lob, das im Alltag oft zu kurz kommt. „Wenn man einen tollen Auszubildenden hat, dann bitte auch sagen.“ Denn jeder Mensch – ob Azubi oder langjährige Fachkraft – möchte wissen, welche Bedeutung er oder sie im Team hat.
Am Ende fasst Maja es schlicht zusammen: Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation – ehrlich, häufig, wertschätzend. Wer das lebt, schafft ein Umfeld, in dem junge Menschen sich entwickeln, bleiben und Zukunft sehen.