Dieses Thema ist Metall. Ein Industriezweig, den Anna täglich erlebt und den sie gleichzeitig als einen der meistunterschätzten überhaupt erlebt.
Warum das so ist, erklärt Sie so: „Die meisten Leute haben einfach gar keinen Zugang zur Metallbranche“. Für sie ist das einer der größten Widersprüche. Denn obwohl Metall die Grundlage für zahlreiche Wirtschaftszweige bildet und uns im Alltag permanent begegnet, fehlt vielen Menschen ein konkretes Bild von den Gewerken dahinter.
Während z.B. Holz oft mit Emotionen, Erinnerungen oder persönlichen Erfahrungen verbunden wird, bleibt Metall für viele abstrakt. Dabei steckt es in Gebäuden, Infrastruktur, Möbeln, Fahrzeugen und unzähligen Produkten, die wir täglich nutzen. „Man kann eigentlich keine zwei Meter gehen, ohne dass man irgendwas aus Metall sieht.“ sagt sie lachend.
Dass die Branche trotzdem so wenig sichtbar ist, hat für sie mehrere Gründe. Viele Unternehmen agieren als erfolgreiche Hidden Champions im Hintergrund und mussten sich lange Zeit nicht aktiv erklären oder vermarkten. Gleichzeitig werde oft sehr technisch kommuniziert – verständlich für Fachleute, aber schwer zugänglich für Außenstehende.
Genau deshalb setzt Anna auf einen anderen Ansatz. Statt nur über Verfahren und Produkte zu sprechen, möchte sie zeigen, welche Geschichten dahinterstecken. Wie entsteht ein Möbelstück? Welche Rolle spielt Metall für Nachhaltigkeit, Mobilität oder die Energiewende? „Man muss sich eigentlich nur überlegen, wie man es schafft, dass Leute dazu einen Bezug bekommen.“
Für die Nachwuchsgewinnung liegt darin eine wichtige Chance. Denn wer die Bedeutung einer Branche nicht kennt, wird sich auch kaum vorstellen können, dort seine berufliche Zukunft zu finden. Sichtbarkeit beginnt deshalb dabei, Menschen zu zeigen, was hinter dem Sektor steckt.