
Wie finden junge Menschen heute ihren Weg zwischen Schule, Ausbildung, Studium und all den Möglichkeiten dazwischen? Was hilft ihnen wirklich bei der Orientierung? Und was können Unternehmen daraus lernen?
Darüber hat Julia Klingen von Einstieg Concept mit Marie Angerer gesprochen, 2. Vorständin von Tausche Bildung für Wohnen e.V. Marie begleitet junge Erwachsene auf genau diesem Weg – nah dran an ihren Fragen, Unsicherheiten und Entwicklungsschritten.
Ihre Perspektive ist ruhig, klar und gleichzeitig sehr nahbar. Sie zeigt, wie viel Potenzial in praktischer Erfahrung steckt und warum echte Orientierung oft erst im Tun entsteht. Ein Gespräch über Entwicklung, Verantwortung und die Frage, wie junge Menschen zu reflektierten Entscheidungen finden und was Unternehmen daraus mitnehmen können.
Inside the Mind: Wer ist Marie Angerer?
„Super begeisterungsfähig, kreativ und gerne im zuhause.“ Drei Merkmale, die Marie Angerer mit ruhiger Klarheit wählt und die viel über sie erzählen. Sie ist jemand, die sich tief in Themen hineindenkt, sich begeistern kann und gleichzeitig genau weiß, wo sie hingehört.
Als 2. Vorständin des Vereins Tausche Bildung für Wohnen e.V. verbindet sie genau diese Haltung mit ihrem Engagement: junge Menschen stärken, Bildungschancen eröffnen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Marie lebt und arbeitet in Witten im Ruhrgebiet – bewusst nicht in der Großstadt. „Gerade weil sie so klein ist, finde ich sie total toll“, sagt sie. Ein Ort, der zu ihr passt: nahbar, verbindend und mit echtem Gemeinschaftsgefühl – genau wie ihre Arbeit.
Vom Kindertraum zur gelebten Wirkung
Der Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, zieht sich bei Marie Angerer wie ein roter Faden durch ihr Leben. „Als Kind wollte ich Erzieherin werden und irgendwie bin ich dem ja treu geblieben“, sagt sie schmunzelnd. Auch wenn zwischenzeitlich noch der Traum vom Singen mitschwang, war früh klar: Es geht ihr um Menschen, um Begegnung, um das Miteinander.
Genau das findet sie heute in ihrer Arbeit wieder. Was sie besonders begeistert, sind nicht Zahlen oder Statistiken, sondern echte Entwicklung. „Mich treibt an, zu sehen, was sich bei Menschen verändert“, sagt sie. Ob Kinder, die in der Tauschbar spielen, oder junge Erwachsene, die als Bildungspat:innen über sich hinauswachsen – für Marie liegt der größte Erfolg in dem, was im Alltag passiert. Dort, wo Persönlichkeiten wachsen und Gemeinschaft entsteht.
Kreativer Ausgleich: einfach mal den Kopf ausschalten
Wenn Marie Angerer abschaltet, dann bewusst anders als im Alltag. Statt zu organisieren, zu entscheiden und Verantwortung zu tragen, sucht sie Räume, in denen sie sich einfach treiben lassen kann. „Ich finde es total gut, wenn ich mal angeleitet werde“, sagt sie schmunzelnd. „Wenn ich den Kopf ausmachen und einfach ins Tun kommen kann.“
Diesen Zustand findet sie in einem Performance-Ensemble (das Ensemble X) – irgendwo zwischen Theater, Bewegung und freiem Ausdruck. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern ums Spüren, ums Ausprobieren, ums ganz im Moment sein. „Manchmal weiß man gar nicht mehr: Ist das jetzt noch Marie – oder schon eine Rolle?“, sagt sie lachend. Gerade dieses Spiel mit Wahrnehmung und Realität, dieses Loslassen ohne Ziel, gibt ihr neue Energie. Ein Gegenpol zum Alltag und ein Ort, an dem sie einfach im Hier und Jetzt sein darf.
Vom Leistungsdruck zur Leichtigkeit
Wenn Marie Angerer ihrem jüngeren Ich einen Rat geben könnte, wäre er sehr entlastend: „Du kannst mehr, als du glaubst“, sagt sie ruhig. Und fügt nach einem kurzen Moment hinzu: „Und du musst nicht alles studiert haben, um gut zu sein.“
Als Schülerin, erzählt sie, sei der Druck groß gewesen. Schnell das Abi, schnell die nächste Entscheidung, möglichst direkt den „richtigen“ Weg einschlagen. „Ich dachte damals: Ich studiere jetzt und danach kann ich alles“, sagt sie mit einem Lachen. Heute weiß sie: So funktioniert Entwicklung nicht. Vieles entsteht erst im Tun, im Ausprobieren, im Dranbleiben.
Gerade die letzten Jahre in der Praxis haben ihr das gezeigt. „Ich habe in der Arbeit so viel mehr gelernt als im Studium“, sagt sie. Dieses Vertrauen in den eigenen Weg und die Erkenntnis, dass Lernen nicht an Abschlüsse gebunden ist, hätte sie sich früher gewünscht. Weniger Druck, mehr Bewegung. Oder, wie sie es selbst beschreibt: einfach anfangen und schauen, was daraus entsteht.
Mitgewachsen statt nur dabei
Der Weg in die Jugendbildung begann früh und mit viel Verantwortung. Mit gerade einmal 22 Jahren übernahm Marie Angerer die Standortleitung von Tausche Bildung für Wohnen e.V. in Gelsenkirchen. „Eigentlich war ich selbst noch sehr jugendlich“, sagt sie rückblickend. Doch genau diese Nähe zur Zielgruppe prägte ihren weiteren Weg. Schon zuvor hatte sie im pädagogischen Bereich gearbeitet, mit Kindern und jungen Erwachsenen, immer auf Augenhöhe.
Während Studium und ersten beruflichen Stationen wurde der Wunsch immer klarer, junge Menschen zu begleiten und das weiterzugeben, was sie selbst gelernt hatte. Heute verantwortet sie unter anderem die Gewinnung von Freiwilligen, für alle 5 Standorte bei Tausche Bildung für Wohnen e.V., und arbeitet nicht mehr in der Tauschbar, sondern in der Tauschzentrale. Und trotzdem ist da immer noch dieser direkte Draht: vom Bewerbungsgespräch bis zum Abschluss begleitet sie die Teilnehmenden über ein ganzes Jahr hinweg.
Was sie daran bewegt, ist die Entwicklung, die sie miterleben darf. „Es ist einfach total cool zu sehen, wo jemand am Anfang steht und wo ein Mensch am Ende ist“, sagt sie lächelnd. Dieses Mitgehen, dieses gemeinsame Reflektieren von Fortschritten, das ist für sie mehr als ein Job. Es ist etwas, das ihr sichtbar viel bedeutet.
Tausche Bildung für Wohnen e.V. verbindet Bildungsengagement mit einem besonderen Wohnkonzept: Junge Erwachsene unterstützen als Bildungspat:innen Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen – und wohnen im Gegenzug mietfrei in einer WG.
Neben ihrem Engagement erhalten sie Qualifizierung und persönliche Begleitung. Aktuell ist der Verein an fünf Standorten in NRW und einem weiteren in Hamburg aktiv.
So profitieren beide Seiten: Kinder bekommen verlässliche Unterstützung, während die Bildungspat:innen wichtige Erfahrungen für ihren eigenen Weg sammeln.
Gen Z: Klar in den Erwartungen, schwer zu erreichen im Alltag
Marie Angerer sieht die Generation Z vor allem als eines: klar in ihren Erwartungen. „Sie wissen schon ziemlich gut, was sie wollen“, sagt sie und meint das positiv. Gleichzeitig macht genau das die Ansprache herausfordernd. Denn ein Freiwilligendienst bedeutet auch: weniger Geld, ein Jahr Commitment und nicht die gleichen Vorteile wie in einer Ausbildung oder einem gut bezahlten Job. „Das passt nicht für alle direkt ins Bild“, so ihre Einschätzung.
Dazu kommt die Frage der Sichtbarkeit. „Wir leben in einer Zeit von swipen, swipen, bam bam bam“, beschreibt sie lachend. Aufmerksamkeit entsteht in Sekunden und genau dort müssen sie mit ihren Inhalten ansetzen, oft ohne große Budgets oder Marketingstrukturen.
Was ihr fast noch schwerer fällt: junge Menschen außerhalb von Social Media zu erreichen. „Analog ist das richtig schwierig“, sagt sie offen. Vor allem, wenn man – wie ihr Verein – Menschen aus ganz Deutschland ansprechen möchte. Umso wichtiger wird es, die wenigen Kontaktpunkte gezielt zu nutzen und wirklich zu zeigen, worum es geht.
Wie „Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ funktioniert
Das Konzept hinter “Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ ist so einfach wie wirkungsvoll: Junge Erwachsene ziehen für zwölf Monate in einen strukturell benachteiligten Stadtteil, leben dort gemeinsam in einer WG und engagieren sich vor Ort für Kinder und Jugendliche. Im Gegenzug für das Wohnen gestalten sie kostenfreie Lern- und Freizeitangebote. „Die Kinder bekommen Unterstützung bei schulischen Themen, aber vor allem auch Raum für Gemeinschaft und persönliche Entwicklung“, erklärt Marie Angerer. Das Projekt gibt es an 5 Standorten in NRW und 1 Standort in Hamburg.
Im Alltag entsteht daraus ein Ort, an dem alle voneinander lernen. Die sogenannten Bildungspat:innen bringen sich ein, sammeln Erfahrungen und entwickeln sich selbst weiter. Gleichzeitig erleben die Kinder Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit und echte Beziehung. „Man begegnet sich im Viertel, beim Einkaufen, auf der Straße – das macht ganz viel mit dem Gemeinschaftsgefühl“, sagt Marie.
Für sie ist das Modell deshalb mehr als ein klassisches Win-win. „Wir sagen immer: Es ist ein Win-win-win – auch für den Stadtteil.“ Denn neben den Menschen vor Ort verändert sich oft auch das Bild ganzer Viertel. Und manchmal bleibt sogar mehr als nur ein Jahr: Einige der Freiwilligen entscheiden sich bewusst, zu bleiben und machen den Ort, den sie kennengelernt haben, zu ihrem neuen Zuhause.
Was ein Jahr im Stadtteil verändern kann
Was junge Menschen in diesem Jahr lernen? Die Antwort von Marie kommt sofort: „Selbstbewusstsein.“ Schon in der ersten Woche werden die Bildungspat:innen aus ihrer Komfortzone geholt – etwa durch Theaterarbeit, bei der sie vor anderen sprechen, sich ausprobieren, sich zeigen. „Das ist oft der erste Moment, in dem sich etwas löst“, sagt sie.
Im Alltag geht es dann weiter, mit viel Verantwortung, aber nie allein. Die jungen Erwachsenen gestalten Angebote, treffen Entscheidungen, probieren sich aus. „Wir geben viel Freiraum, aber immer begleitet“, erklärt Marie. Fehler gehören dazu, genauso wie das erneute Ausprobieren.
Was dabei besonders wächst, ist die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen. „Man kann hier nicht alles planen“, sagt sie. „Ein Kind ist anders drauf als gestern, jemand fällt aus und plötzlich muss man umdenken.“ Genau darin liegt für sie der größte Lerneffekt: flexibel bleiben, Lösungen finden, dranzubleiben. Kompetenzen, die im Schulalltag oft zu kurz kommen, hier aber ganz selbstverständlich entstehen und immer wieder “trainiert” werden.
Berufsorientierung im echten Leben – ausprobieren, reflektieren, entscheiden
Viele der Bildungspat:innen kommen ins Programm, um genau das herauszufinden: Was passt eigentlich zu mir? Weil sie genau am Übergang von der Schule zum Beruf stehen. Und genau hier setzt die Berufsorientierung im Programm ganz konkret an. „Wir schauen schon während des Jahres: Was willst du danach machen?“, sagt Marie Angerer. Erste Ideen gibt es oft – sozialer Bereich, Kreatives oder auch ganz andere Richtungen. Ob es wirklich passt, zeigt sich dann im Alltag.
Denn die Teilnehmenden arbeiten nicht nur mit Kindern, sondern übernehmen auch organisatorische Aufgaben, planen Projekte, gestalten Social Media oder Ferienprogramme. „Man kann sich in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren“, erklärt sie. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern aus echter Erfahrung entstehen.
Und manchmal führt dieser Prozess auch zu überraschenden Wegen. „Einige studieren danach Physik“, sagt Marie lachend. „Da sind immer ein paar dabei, die merken: Das ist mein Ding.“ Genauso gibt es aber auch klare Gegenbewegungen. „Manche sagen nach den zwölf Monaten: Mit Kindern möchte ich doch nicht weiterarbeiten.“ Beides gehört dazu.
Was dabei entsteht, ist echte Klarheit. Wer ausprobiert, reflektiert und bewusst entscheidet, weiß am Ende deutlich besser, wo der eigene Weg liegt, und trifft Entscheidungen, die tragen. Für Unternehmen bedeutet das: junge Menschen, die nicht nur motiviert sind, sondern auch wissen, warum sie das tun, was sie tun.
Mehr als Lebenslauf – was diese Erfahrungen wirklich mitbringen
Was junge Menschen aus dem Programm mitnehmen, zeigt sich später besonders im Arbeitsalltag. „Vor allem dieses flexible Denken“, sagt Marie Angerer. Dinge neu zu denken, Lösungen zu finden, kreativ zu reagieren und dabei ruhig zu bleiben, auch wenn nicht alles nach Plan läuft. Genau daraus entsteht auch Resilienz.
Hinzu kommt ein hohes Maß an Selbstorganisation. „Sie bekommen ihre Aufgaben nicht einfach vorgelegt“, erklärt sie. Stattdessen müssen sie mitdenken, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen. Fähigkeiten, die in vielen klassischen Bildungswegen so kaum trainiert werden, hier aber täglich gefragt sind.
Ein weiterer Unterschied: Offenheit. Die Bildungspat:innen ziehen in eine neue Stadt, leben mit Menschen zusammen, die sie vorher nicht kannten, und verbringen ein Jahr in einem Umfeld, das oft ganz anders ist als das eigene. „Das zeigt schon, wie mutig die sind“, sagt Marie. Gleichzeitig entsteht ein neues Bewusstsein für unterschiedliche Lebensrealitäten, für eigene Privilegien und dafür, dass die eigene „Bubble“ nicht die ganze Welt ist.
Was daraus entspringt, ist mehr als nur Erfahrung: Es sind junge Menschen, die reflektiert, anpassungsfähig und bewusst durchs Leben gehen und genau das macht sie für Unternehmen so spannend.
Die Zielgruppe einbeziehen und Potenziale erkennen
Was Unternehmen aus der Arbeit von Tausche Bildung für Wohnen e.V. mitnehmen können, liegt für Marie Angerer auf der Hand: die Zielgruppe selbst stärker einbeziehen. „Das Wissen liegt oft schon im Unternehmen, bei den jungen Menschen selbst“, sagt sie. Deshalb arbeitet ihr Verein konsequent mit den Bildungspat:innen zusammen: im Social Media Auftritt, im Auswahlprozess, sogar bei der Bewertung von Bewerber:innen. „Ich hole mir viel Feedback ein. Spricht das überhaupt an oder ist das totaler Quatsch?“
Ein Ansatz, der auch für Ausbildungsbetriebe spannend ist. Wer junge Menschen erreichen will, sollte sie nicht nur ansprechen, sondern aktiv einbinden. Ihre Perspektive, ihre Sprache, ihr Gefühl für Inhalte – all das lässt sich nicht von außen konstruieren.
Und auch beim Thema soziales Engagement sieht Marie einen klaren Mehrwert. „Menschen, die sich engagiert haben, bringen einfach schon viel mit“, sagt sie. Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Praxiserfahrung, oft verbunden mit einer gewissen Reife. „Ich gebe unsere Bildungspat:innen gerne mit Kusshand in Ausbildungsbetriebe“, ergänzt sie stolz.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer jungen Menschen Raum gibt, sich auszuprobieren – auch außerhalb klassisch vorgezeichneter Bildungswege – gewinnt am Ende reife, motivierte Nachwuchskräfte, die wissen, was sie wollen und was sie können.
Ein Jahr, das den Unterschied machen kann
Zum Abschluss wiederholt Marie Angerer noch einmal ganz konkret: „Nimm dir die Zeit, dich auch praktisch auszutoben, bevor du in Ausbildung oder Studium gehst.“ Denn für sie ist genau das der entscheidende Punkt in der Berufsorientierung: nicht sofort weitermachen, sondern bewusst innehalten, ausprobieren, Erfahrungen sammeln. Ein Jahr, das nicht als „Pause“, sondern als echte Entwicklungszeit verstanden wird. „Dieses kleine Gap lohnt sich“, sagt sie.
Denn wer sich diese Zeit nimmt, startet nicht nur klarer, sondern oft auch selbstbewusster in den nächsten Schritt – egal ob Ausbildung, Studium oder ein ganz anderer Weg.
Zum Schluss – ein Wort von Julia Klingen, Einstieg Concept
Liebe Marie,
ich nehme aus unserem Gespräch vor allem eines mit: wie wertvoll es ist, jungen Menschen Zeit und Raum zu geben, ihren eigenen Weg wirklich zu erleben. Deine Einblicke haben sehr greifbar gemacht, was in diesen zwölf Monaten durch euren Ansatz entstehen kann: Klarheit, Selbstvertrauen und ein echtes Verständnis für sich selbst.
Gerade für uns im Recruiting ist das eine wichtige Perspektive. Denn sie zeigt, dass gute Entscheidungen selten unter Zeitdruck entstehen, sondern dort, wo Menschen sich ausprobieren dürfen und dabei begleitet werden.
Vielen Dank für deine Zeit, deine Arbeit und die tiefen Einblicke in deine Arbeit. Das war ein Gespräch, das noch lange nachwirkt.
Alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei deiner Arbeit!
Julia Klingen – Einstieg Concept

Wie finden junge Menschen heute ihren Weg zwischen Schule, Ausbildung, Studium und all den Möglichkeiten dazwischen? Was hilft ihnen wirklich bei der Orientierung? Und was können Unternehmen daraus lernen?
Darüber hat Julia Klingen von Einstieg Concept mit Marie Angerer gesprochen, 2. Vorständin von Tausche Bildung für Wohnen e.V. Marie begleitet junge Erwachsene auf genau diesem Weg – nah dran an ihren Fragen, Unsicherheiten und Entwicklungsschritten.
Ihre Perspektive ist ruhig, klar und gleichzeitig sehr nahbar. Sie zeigt, wie viel Potenzial in praktischer Erfahrung steckt und warum echte Orientierung oft erst im Tun entsteht. Ein Gespräch über Entwicklung, Verantwortung und die Frage, wie junge Menschen zu reflektierten Entscheidungen finden und was Unternehmen daraus mitnehmen können.
Inside the Mind: Wer ist Marie Angerer?
„Super begeisterungsfähig, kreativ und gerne im zuhause.“ Drei Merkmale, die Marie Angerer mit ruhiger Klarheit wählt und die viel über sie erzählen. Sie ist jemand, die sich tief in Themen hineindenkt, sich begeistern kann und gleichzeitig genau weiß, wo sie hingehört.
Als 2. Vorständin des Vereins Tausche Bildung für Wohnen e.V. verbindet sie genau diese Haltung mit ihrem Engagement: junge Menschen stärken, Bildungschancen eröffnen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Marie lebt und arbeitet in Witten im Ruhrgebiet – bewusst nicht in der Großstadt. „Gerade weil sie so klein ist, finde ich sie total toll“, sagt sie. Ein Ort, der zu ihr passt: nahbar, verbindend und mit echtem Gemeinschaftsgefühl – genau wie ihre Arbeit.
Vom Kindertraum zur gelebten Wirkung
Der Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, zieht sich bei Marie Angerer wie ein roter Faden durch ihr Leben. „Als Kind wollte ich Erzieherin werden und irgendwie bin ich dem ja treu geblieben“, sagt sie schmunzelnd. Auch wenn zwischenzeitlich noch der Traum vom Singen mitschwang, war früh klar: Es geht ihr um Menschen, um Begegnung, um das Miteinander.
Genau das findet sie heute in ihrer Arbeit wieder. Was sie besonders begeistert, sind nicht Zahlen oder Statistiken, sondern echte Entwicklung. „Mich treibt an, zu sehen, was sich bei Menschen verändert“, sagt sie. Ob Kinder, die in der Tauschbar spielen, oder junge Erwachsene, die als Bildungspat:innen über sich hinauswachsen – für Marie liegt der größte Erfolg in dem, was im Alltag passiert. Dort, wo Persönlichkeiten wachsen und Gemeinschaft entsteht.
Kreativer Ausgleich: einfach mal den Kopf ausschalten
Wenn Marie Angerer abschaltet, dann bewusst anders als im Alltag. Statt zu organisieren, zu entscheiden und Verantwortung zu tragen, sucht sie Räume, in denen sie sich einfach treiben lassen kann. „Ich finde es total gut, wenn ich mal angeleitet werde“, sagt sie schmunzelnd. „Wenn ich den Kopf ausmachen und einfach ins Tun kommen kann.“
Diesen Zustand findet sie in einem Performance-Ensemble (das Ensemble X) – irgendwo zwischen Theater, Bewegung und freiem Ausdruck. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern ums Spüren, ums Ausprobieren, ums ganz im Moment sein. „Manchmal weiß man gar nicht mehr: Ist das jetzt noch Marie – oder schon eine Rolle?“, sagt sie lachend. Gerade dieses Spiel mit Wahrnehmung und Realität, dieses Loslassen ohne Ziel, gibt ihr neue Energie. Ein Gegenpol zum Alltag und ein Ort, an dem sie einfach im Hier und Jetzt sein darf.
Vom Leistungsdruck zur Leichtigkeit
Wenn Marie Angerer ihrem jüngeren Ich einen Rat geben könnte, wäre er sehr entlastend: „Du kannst mehr, als du glaubst“, sagt sie ruhig. Und fügt nach einem kurzen Moment hinzu: „Und du musst nicht alles studiert haben, um gut zu sein.“
Als Schülerin, erzählt sie, sei der Druck groß gewesen. Schnell das Abi, schnell die nächste Entscheidung, möglichst direkt den „richtigen“ Weg einschlagen. „Ich dachte damals: Ich studiere jetzt und danach kann ich alles“, sagt sie mit einem Lachen. Heute weiß sie: So funktioniert Entwicklung nicht. Vieles entsteht erst im Tun, im Ausprobieren, im Dranbleiben.
Gerade die letzten Jahre in der Praxis haben ihr das gezeigt. „Ich habe in der Arbeit so viel mehr gelernt als im Studium“, sagt sie. Dieses Vertrauen in den eigenen Weg und die Erkenntnis, dass Lernen nicht an Abschlüsse gebunden ist, hätte sie sich früher gewünscht. Weniger Druck, mehr Bewegung. Oder, wie sie es selbst beschreibt: einfach anfangen und schauen, was daraus entsteht.
Mitgewachsen statt nur dabei
Der Weg in die Jugendbildung begann früh und mit viel Verantwortung. Mit gerade einmal 22 Jahren übernahm Marie Angerer die Standortleitung von Tausche Bildung für Wohnen e.V. in Gelsenkirchen. „Eigentlich war ich selbst noch sehr jugendlich“, sagt sie rückblickend. Doch genau diese Nähe zur Zielgruppe prägte ihren weiteren Weg. Schon zuvor hatte sie im pädagogischen Bereich gearbeitet, mit Kindern und jungen Erwachsenen, immer auf Augenhöhe.
Während Studium und ersten beruflichen Stationen wurde der Wunsch immer klarer, junge Menschen zu begleiten und das weiterzugeben, was sie selbst gelernt hatte. Heute verantwortet sie unter anderem die Gewinnung von Freiwilligen, für alle 5 Standorte bei Tausche Bildung für Wohnen e.V., und arbeitet nicht mehr in der Tauschbar, sondern in der Tauschzentrale. Und trotzdem ist da immer noch dieser direkte Draht: vom Bewerbungsgespräch bis zum Abschluss begleitet sie die Teilnehmenden über ein ganzes Jahr hinweg.
Was sie daran bewegt, ist die Entwicklung, die sie miterleben darf. „Es ist einfach total cool zu sehen, wo jemand am Anfang steht und wo ein Mensch am Ende ist“, sagt sie lächelnd. Dieses Mitgehen, dieses gemeinsame Reflektieren von Fortschritten, das ist für sie mehr als ein Job. Es ist etwas, das ihr sichtbar viel bedeutet.
Tausche Bildung für Wohnen e.V. verbindet Bildungsengagement mit einem besonderen Wohnkonzept: Junge Erwachsene unterstützen als Bildungspat:innen Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen – und wohnen im Gegenzug mietfrei in einer WG.
Neben ihrem Engagement erhalten sie Qualifizierung und persönliche Begleitung. Aktuell ist der Verein an fünf Standorten in NRW und einem weiteren in Hamburg aktiv.
So profitieren beide Seiten: Kinder bekommen verlässliche Unterstützung, während die Bildungspat:innen wichtige Erfahrungen für ihren eigenen Weg sammeln.
Gen Z: Klar in den Erwartungen, schwer zu erreichen im Alltag
Marie Angerer sieht die Generation Z vor allem als eines: klar in ihren Erwartungen. „Sie wissen schon ziemlich gut, was sie wollen“, sagt sie und meint das positiv. Gleichzeitig macht genau das die Ansprache herausfordernd. Denn ein Freiwilligendienst bedeutet auch: weniger Geld, ein Jahr Commitment und nicht die gleichen Vorteile wie in einer Ausbildung oder einem gut bezahlten Job. „Das passt nicht für alle direkt ins Bild“, so ihre Einschätzung.
Dazu kommt die Frage der Sichtbarkeit. „Wir leben in einer Zeit von swipen, swipen, bam bam bam“, beschreibt sie lachend. Aufmerksamkeit entsteht in Sekunden und genau dort müssen sie mit ihren Inhalten ansetzen, oft ohne große Budgets oder Marketingstrukturen.
Was ihr fast noch schwerer fällt: junge Menschen außerhalb von Social Media zu erreichen. „Analog ist das richtig schwierig“, sagt sie offen. Vor allem, wenn man – wie ihr Verein – Menschen aus ganz Deutschland ansprechen möchte. Umso wichtiger wird es, die wenigen Kontaktpunkte gezielt zu nutzen und wirklich zu zeigen, worum es geht.
Wie „Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ funktioniert
Das Konzept hinter “Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ ist so einfach wie wirkungsvoll: Junge Erwachsene ziehen für zwölf Monate in einen strukturell benachteiligten Stadtteil, leben dort gemeinsam in einer WG und engagieren sich vor Ort für Kinder und Jugendliche. Im Gegenzug für das Wohnen gestalten sie kostenfreie Lern- und Freizeitangebote. „Die Kinder bekommen Unterstützung bei schulischen Themen, aber vor allem auch Raum für Gemeinschaft und persönliche Entwicklung“, erklärt Marie Angerer. Das Projekt gibt es an 5 Standorten in NRW und 1 Standort in Hamburg.
Im Alltag entsteht daraus ein Ort, an dem alle voneinander lernen. Die sogenannten Bildungspat:innen bringen sich ein, sammeln Erfahrungen und entwickeln sich selbst weiter. Gleichzeitig erleben die Kinder Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit und echte Beziehung. „Man begegnet sich im Viertel, beim Einkaufen, auf der Straße – das macht ganz viel mit dem Gemeinschaftsgefühl“, sagt Marie.
Für sie ist das Modell deshalb mehr als ein klassisches Win-win. „Wir sagen immer: Es ist ein Win-win-win – auch für den Stadtteil.“ Denn neben den Menschen vor Ort verändert sich oft auch das Bild ganzer Viertel. Und manchmal bleibt sogar mehr als nur ein Jahr: Einige der Freiwilligen entscheiden sich bewusst, zu bleiben und machen den Ort, den sie kennengelernt haben, zu ihrem neuen Zuhause.
Was ein Jahr im Stadtteil verändern kann
Was junge Menschen in diesem Jahr lernen? Die Antwort von Marie kommt sofort: „Selbstbewusstsein.“ Schon in der ersten Woche werden die Bildungspat:innen aus ihrer Komfortzone geholt – etwa durch Theaterarbeit, bei der sie vor anderen sprechen, sich ausprobieren, sich zeigen. „Das ist oft der erste Moment, in dem sich etwas löst“, sagt sie.
Im Alltag geht es dann weiter, mit viel Verantwortung, aber nie allein. Die jungen Erwachsenen gestalten Angebote, treffen Entscheidungen, probieren sich aus. „Wir geben viel Freiraum, aber immer begleitet“, erklärt Marie. Fehler gehören dazu, genauso wie das erneute Ausprobieren.
Was dabei besonders wächst, ist die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen. „Man kann hier nicht alles planen“, sagt sie. „Ein Kind ist anders drauf als gestern, jemand fällt aus und plötzlich muss man umdenken.“ Genau darin liegt für sie der größte Lerneffekt: flexibel bleiben, Lösungen finden, dranzubleiben. Kompetenzen, die im Schulalltag oft zu kurz kommen, hier aber ganz selbstverständlich entstehen und immer wieder “trainiert” werden.
Berufsorientierung im echten Leben – ausprobieren, reflektieren, entscheiden
Viele der Bildungspat:innen kommen ins Programm, um genau das herauszufinden: Was passt eigentlich zu mir? Weil sie genau am Übergang von der Schule zum Beruf stehen. Und genau hier setzt die Berufsorientierung im Programm ganz konkret an. „Wir schauen schon während des Jahres: Was willst du danach machen?“, sagt Marie Angerer. Erste Ideen gibt es oft – sozialer Bereich, Kreatives oder auch ganz andere Richtungen. Ob es wirklich passt, zeigt sich dann im Alltag.
Denn die Teilnehmenden arbeiten nicht nur mit Kindern, sondern übernehmen auch organisatorische Aufgaben, planen Projekte, gestalten Social Media oder Ferienprogramme. „Man kann sich in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren“, erklärt sie. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern aus echter Erfahrung entstehen.
Und manchmal führt dieser Prozess auch zu überraschenden Wegen. „Einige studieren danach Physik“, sagt Marie lachend. „Da sind immer ein paar dabei, die merken: Das ist mein Ding.“ Genauso gibt es aber auch klare Gegenbewegungen. „Manche sagen nach den zwölf Monaten: Mit Kindern möchte ich doch nicht weiterarbeiten.“ Beides gehört dazu.
Was dabei entsteht, ist echte Klarheit. Wer ausprobiert, reflektiert und bewusst entscheidet, weiß am Ende deutlich besser, wo der eigene Weg liegt, und trifft Entscheidungen, die tragen. Für Unternehmen bedeutet das: junge Menschen, die nicht nur motiviert sind, sondern auch wissen, warum sie das tun, was sie tun.
Mehr als Lebenslauf – was diese Erfahrungen wirklich mitbringen
Was junge Menschen aus dem Programm mitnehmen, zeigt sich später besonders im Arbeitsalltag. „Vor allem dieses flexible Denken“, sagt Marie Angerer. Dinge neu zu denken, Lösungen zu finden, kreativ zu reagieren und dabei ruhig zu bleiben, auch wenn nicht alles nach Plan läuft. Genau daraus entsteht auch Resilienz.
Hinzu kommt ein hohes Maß an Selbstorganisation. „Sie bekommen ihre Aufgaben nicht einfach vorgelegt“, erklärt sie. Stattdessen müssen sie mitdenken, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen. Fähigkeiten, die in vielen klassischen Bildungswegen so kaum trainiert werden, hier aber täglich gefragt sind.
Ein weiterer Unterschied: Offenheit. Die Bildungspat:innen ziehen in eine neue Stadt, leben mit Menschen zusammen, die sie vorher nicht kannten, und verbringen ein Jahr in einem Umfeld, das oft ganz anders ist als das eigene. „Das zeigt schon, wie mutig die sind“, sagt Marie. Gleichzeitig entsteht ein neues Bewusstsein für unterschiedliche Lebensrealitäten, für eigene Privilegien und dafür, dass die eigene „Bubble“ nicht die ganze Welt ist.
Was daraus entspringt, ist mehr als nur Erfahrung: Es sind junge Menschen, die reflektiert, anpassungsfähig und bewusst durchs Leben gehen und genau das macht sie für Unternehmen so spannend.
Die Zielgruppe einbeziehen und Potenziale erkennen
Was Unternehmen aus der Arbeit von Tausche Bildung für Wohnen e.V. mitnehmen können, liegt für Marie Angerer auf der Hand: die Zielgruppe selbst stärker einbeziehen. „Das Wissen liegt oft schon im Unternehmen, bei den jungen Menschen selbst“, sagt sie. Deshalb arbeitet ihr Verein konsequent mit den Bildungspat:innen zusammen: im Social Media Auftritt, im Auswahlprozess, sogar bei der Bewertung von Bewerber:innen. „Ich hole mir viel Feedback ein. Spricht das überhaupt an oder ist das totaler Quatsch?“
Ein Ansatz, der auch für Ausbildungsbetriebe spannend ist. Wer junge Menschen erreichen will, sollte sie nicht nur ansprechen, sondern aktiv einbinden. Ihre Perspektive, ihre Sprache, ihr Gefühl für Inhalte – all das lässt sich nicht von außen konstruieren.
Und auch beim Thema soziales Engagement sieht Marie einen klaren Mehrwert. „Menschen, die sich engagiert haben, bringen einfach schon viel mit“, sagt sie. Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Praxiserfahrung, oft verbunden mit einer gewissen Reife. „Ich gebe unsere Bildungspat:innen gerne mit Kusshand in Ausbildungsbetriebe“, ergänzt sie stolz.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer jungen Menschen Raum gibt, sich auszuprobieren – auch außerhalb klassisch vorgezeichneter Bildungswege – gewinnt am Ende reife, motivierte Nachwuchskräfte, die wissen, was sie wollen und was sie können.
Ein Jahr, das den Unterschied machen kann
Zum Abschluss wiederholt Marie Angerer noch einmal ganz konkret: „Nimm dir die Zeit, dich auch praktisch auszutoben, bevor du in Ausbildung oder Studium gehst.“ Denn für sie ist genau das der entscheidende Punkt in der Berufsorientierung: nicht sofort weitermachen, sondern bewusst innehalten, ausprobieren, Erfahrungen sammeln. Ein Jahr, das nicht als „Pause“, sondern als echte Entwicklungszeit verstanden wird. „Dieses kleine Gap lohnt sich“, sagt sie.
Denn wer sich diese Zeit nimmt, startet nicht nur klarer, sondern oft auch selbstbewusster in den nächsten Schritt – egal ob Ausbildung, Studium oder ein ganz anderer Weg.
Zum Schluss – ein Wort von Julia Klingen, Einstieg Concept
Liebe Marie,
ich nehme aus unserem Gespräch vor allem eines mit: wie wertvoll es ist, jungen Menschen Zeit und Raum zu geben, ihren eigenen Weg wirklich zu erleben. Deine Einblicke haben sehr greifbar gemacht, was in diesen zwölf Monaten durch euren Ansatz entstehen kann: Klarheit, Selbstvertrauen und ein echtes Verständnis für sich selbst.
Gerade für uns im Recruiting ist das eine wichtige Perspektive. Denn sie zeigt, dass gute Entscheidungen selten unter Zeitdruck entstehen, sondern dort, wo Menschen sich ausprobieren dürfen und dabei begleitet werden.
Vielen Dank für deine Zeit, deine Arbeit und die tiefen Einblicke in deine Arbeit. Das war ein Gespräch, das noch lange nachwirkt.
Alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei deiner Arbeit!
Julia Klingen – Einstieg Concept
Wie finden junge Menschen heute ihren Weg zwischen Schule, Ausbildung, Studium und all den Möglichkeiten dazwischen? Was hilft ihnen wirklich bei der Orientierung? Und was können Unternehmen daraus lernen?
Wie finden junge Menschen heute ihren Weg zwischen Schule, Ausbildung, Studium und all den Möglichkeiten dazwischen? Was hilft ihnen wirklich bei der Orientierung? Und was können Unternehmen daraus lernen?
Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.
Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.
Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.
Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.
