Was für ein Gespräch! Brigitte Teschner sprüht nicht nur vor Erfahrung, sondern auch vor Begeisterung für das, was sie tut – und genau das hat dieses Interview mit Susanne Peters und Julia Klingen von Einstieg Concept so besonders gemacht: inspirierend, klug, persönlich und immer wieder überraschend leicht und humorvoll.
Wer wissen will, wie moderne Ausbildung heute funktioniert, wo die größten Hebel für echte Veränderung liegen und warum Struktur und Menschlichkeit dabei kein Widerspruch sind, findet in diesem Artikel jede Menge praxisnahe Impulse und Denkanstöße.
Ein Interview, das nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln einlädt. Und das zeigt: Ausbildungsarbeit ist alles andere als verstaubt, wenn Menschen wie Brigitte Teschner sie gestalten.

 

Inside the Mind: Wer ist Brigitte Teschner?

Neugierig, umtriebig, ausbildungsbegeistert – mit diesen drei Worten beschreibt sich Brigitte Teschner selbst. Und tatsächlich: Wer mit ihr spricht, spürt sofort, dass das keine Floskeln sind, sondern ein klares Programm. Sie ist voller Tatendrang, hat kluge Ideen, denkt gerne um die Ecke – und brennt für alles rund um das Thema Ausbildung. Eine Persönlichkeit, die nicht nur anpackt, sondern auch andere mitreißt.

 

Von Sparbüchern und Herzenssachen

Manche Berufswünsche kommen ganz plötzlich – andere sind einfach da, von Anfang an. Bei Brigitte Teschner war Letzteres der Fall: Während andere Kinder davon träumten, Feuerwehrfrau oder Tierärztin zu werden, zog sie mit entwerteten Sparbüchern durch die Wohnung und ließ keine Gelegenheit aus, ihre Mutter in die Bank zu begleiten. Ihr Berufsziel? Ganz klar: Bankkauffrau.

Dass aus diesem Kindheitstraum Realität wurde, ist für sie bis heute etwas Besonderes. Nicht nur, weil sich damit ein früher Wunsch erfüllt hat, sondern weil daraus eine echte Berufung entstanden ist. Was sie heute begeistert: anderen Menschen ganz praktisch weiterhelfen zu können – vor allem in der Welt, die sie selbst so gut kennt und liebt: die Bankenwelt. Ihr Herzensthema ist dabei klar die Ausbildung,  denn hier kann sie jungen Menschen echte Perspektiven eröffnen und dabei ihre eigene Begeisterung weitergeben.

 

Fernweh, Farbpalette und Beach-Tennis

Brigitte Teschner schöpft Energie nicht nur aus ihrer Arbeit – sondern vor allem aus dem, was sie berührt, inspiriert und erdet: Bewegung in der Natur, kreative Auszeiten und der Blick über den Tellerrand. „Ich hätte jetzt spontan Wandern gesagt – aber eigentlich ist es vor allem das Reisen“, erzählt sie. Neue Orte entdecken, mit allen Sinnen unterwegs sein – das gibt ihr Kraft. Ihre Erlebnisse nimmt sie nicht nur im Herzen mit nach Hause, sondern oft auch als Motiv für ihr nächstes Projekt auf der Leinwand.

Denn wenn sie zur Ruhe kommen möchte, greift sie zu Farbe und Pinsel – oder besser gesagt: zur nummerierten Vorlage. „Ich male nach Zahlen – klingt vielleicht oldschool, aber für mich ist das pure Achtsamkeit“, sagt sie mit einem Lachen. Besonders gern nutzt sie eigene Urlaubsfotos als Vorlage: „So wird aus dem Bild vom letzten Wanderurlaub ein kleines Kunstwerk. Kopf aus, Farben an – ich male heute einfach mal die 2.“

Auch sportlich darf’s sein: Beach-Tennis hat es ihr angetan. „Viele kennen Beachvolleyball – aber Beach-Tennis ist anders, rasanter. Und macht unglaublich Spaß.“ Und so ist es genau diese Mischung aus Fernweh, kreativer Versunkenheit und körperlicher Bewegung, die für Brigitte Teschner den perfekten Ausgleich zum beruflichen Alltag bedeutet.

 

Chancen erkennen, Entscheidungen treffen und mutig den eigenen Weg gehen

Ihre berufliche Laufbahn begann klassisch mit einer Bankausbildung, doch damit war es längst nicht getan. Privatkundenberatung, Teamleitung, eine Trainerausbildung, ein berufsbegleitendes Studium – mit Neugier und Entschlossenheit ging sie ihren Weg, Schritt für Schritt. „Alle zwei Jahre kam eine neue Entwicklung dazu. Es war nie geplant, aber es hat sich genau richtig angefühlt.“

Rückblickend würde sie an ihrer Karriere kaum etwas ändern. Sie ist stolz darauf, wie konsequent sie sich weiterentwickelt und Chancen genutzt hat. Und sie hat auch gelernt, wann es Zeit ist, loszulassen. „Ich war lange bei einer Bank, die mich stark gefördert hat. Aber irgendwann wurde klar: Die Richtung passt für mich nicht mehr. Also habe ich mich entschieden zu gehen – auch wenn das nach vielen Jahren kein leichter Schritt war.“

Heute weiß sie: Genau diese bewussten Entscheidungen machen den Unterschied. Nicht aus Angst verharren, sondern mutig weiterziehen, wenn der eigene Weg es verlangt. „Man kann loyal sein und sich innerhalb eines Unternehmens entwickeln – aber wenn’s nicht mehr passt, dann darf man auch gehen. Es öffnet sich immer eine neue Tür.“

 

Vielfalt, Verbindung und der erste Schluck Kaffee

Brigitte Teschner startet nicht nur mit viel Energie, sondern auch mit einer klaren Priorität in den Tag: „Der Kaffee am Morgen ist für mich tatsächlich das Allerwichtigste.“ Was danach kommt, ist kaum planbar – und genau das liebt sie.

Strukturierter Alltag mit klaren Routinen? Für sie der absolute Albtraum. „Ich hatte mal einen Job, bei dem sich alle drei Monate die Aufgaben wiederholten – das war für mich wirklich schwer auszuhalten.“ Stattdessen schätzt sie die Unvorhersehbarkeit: Kein Tag ist wie der andere.

Was ebenfalls nicht fehlen darf: der Austausch mit Menschen. Brigitte ist eine leidenschaftliche Netzwerkerin – nahbar, offen und immer im Dialog. In der Verbindung mit anderen findet sie nicht nur Inspiration, sondern auch Sinn in ihrer täglichen Arbeit. Und genau diese Mischung – Koffein, Kommunikation und kreative Vielfalt – ist es, die ihren Arbeitsalltag prägt.

 

Vom Kundendialog zur Leidenschaft

Brigitte Teschner ist keine klassische Quereinsteigerin ins Thema Recruiting und Ausbildungsmarketing – vielmehr hat sie sich ganz organisch dorthin entwickelt. Seit fast zwei Jahrzehnten berät sie Unternehmen rund um das Thema Ausbildung und Fachkräftesicherung. Was zu Beginn noch eher randständig war, wird über die Jahre zu einem zentralen Anliegen ihrer Kund:innen.

„In den letzten fünf bis acht Jahren war das Thema Recruiting plötzlich in jedem Gespräch präsent“, erzählt sie. Die Fragen ihrer Kund:innen wurden drängender, die Herausforderungen konkreter. Der nächste logische Schritt: eine Weiterbildung zur Recruiterin.

„Ich wollte tiefer eintauchen“, sagt sie rückblickend, und genau das hat sie getan. Heute kombiniert sie ihre langjährige Erfahrung in der Ausbildung mit fundiertem Wissen über modernes Recruiting und ist damit für viele Unternehmen eine unverzichtbare Impulsgeberin an der Schnittstelle zwischen Nachwuchsgewinnung und Arbeitgeberattraktivität.

 

Zwischen Tempo, Touchpoints und Tacheles

Wenn Brigitte Teschner über die Herausforderungen der Ansprache junger Zielgruppen spricht, bleibt sie nicht vage. Sie benennt, was in vielen Unternehmen nach wie vor schiefläuft und zeigt zugleich mit praxisnaher Klarheit, wo man ansetzen kann.

„Viele haben den Perspektivwechsel noch nicht geschafft. Sie bewerben sich nicht beim Bewerber – obwohl genau das längst Realität sein müsste.“ Ein Missverständnis, das sich nicht nur auf Haltung, sondern vor allem auf Prozesse auswirkt. Lange Reaktionszeiten, veraltete Abläufe und unpersönliche Kommunikation sind für sie absolute No-Gos. „Wenn ich Sneaker bestelle, will ich die morgen haben – warum also sollte ich wochenlang auf eine Rückmeldung zu meiner Bewerbung warten?“ Ein Bewerbungsprozess, der sich über Wochen hinzieht, sei schlicht nicht mehr zeitgemäß und führt fast zwangsläufig zu Absprüngen.

Ein weiteres großes Missverständnis: Social Media. „Viele Unternehmen fühlen sich überfordert, weil sie glauben, überall präsent sein zu müssen – TikTok, Insta, Snapchat… Dabei fehlt oft das Fundament.“ Für sie beginnt gutes Azubimarketing ganz woanders: bei einer professionellen, mobiloptimierten Website, die sympathisch ist und bei Google gefunden wird. „Ohne eine ansprechende digitale Basis bringt der schickste TikTok-Kanal nichts.“

Was Teschner antreibt, ist ihre pragmatische Haltung: nicht mit dem Anspruch starten, alles auf einmal perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt ein solides Fundament bauen. Ihre Erfahrung zeigt: Genau damit kommen Unternehmen nachhaltig ins Handeln.

 

Was bleibt und was kommt

Brigitte Teschner hat eine klare Vorstellung davon, was die Nachwuchsgewinnung in den kommenden Jahren maßgeblich verändern wird – und es sind zwei Entwicklungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber untrennbar zusammengehören: Digitalisierung und Authentizität.

„Wir sind durch Onlineshopping, Banking & Co. so sehr an smarte, intuitive Prozesse gewöhnt, dass wir diese Erwartung längst auf die Bewerbungswelt übertragen.“ Wer nicht auf mobile Bewerbungsmöglichkeiten, automatisierte Kommunikation oder transparente Abläufe setzt, verliert Talente – schlicht, weil der Ablauf nicht zum Alltag der Zielgruppe passt.

Doch genauso wichtig wie der digitale Flow ist für sie die ehrliche Darstellung nach außen. „Authentizität wird zur Währung der Glaubwürdigkeit. Wer in seinen Videos jung, agil und offen wirkt, im Bewerbungsgespräch dann aber eine starre Behördenkultur offenbart, verliert sofort.“ Gerade weil KI, Filter und perfekt produzierte Inhalte immer präsenter werden, wächst auch das Bedürfnis nach Echtheit. „Die Frage, die sich Bewerberinnen und Bewerber stellen, ist doch: Passt das, was ich da sehe, wirklich zur Realität? Oder ist es nur schön inszeniert?“

Für Teschner ist klar: Wer in Zukunft gewinnen will, muss nicht perfekt sein – sondern echt. Nur so entsteht Vertrauen. Und genau das ist in Zeiten des Nachwuchsmangels ein entscheidender Vorteil.

 

Zwischen Coach, Krisenmanager und KI-Nutzer: Die neuen Rollen von Ausbilder:innen

Ausbilder:innen sind heute weit mehr als reine Wissensvermittler. Brigitte Teschner bringt es auf den Punkt: „Viele sind mittlerweile eher Lebensbegleiter – oder fast schon Coaches.“ In einer Zeit, in der psychische Gesundheit, familiäre Herausforderungen oder finanzielle Probleme junger Menschen vermehrt zur Sprache kommen, stehen auch Ausbildende vor neuen Aufgaben.

„Früher kamen Themen wie Mobbing, Sucht oder Schulden vielleicht mal am Rande vor – heute landen sie direkt auf dem Tisch der Ausbilder:innen. Die Azubis wollen reden. Und sie vertrauen sich an.“ Genau das sei auf der einen Seite eine große Chance – auf der anderen Seite aber auch eine enorme Herausforderung für Ausbildende, die sich oft überfordert fühlen.

Teschner sieht in der Qualifizierung dieser Zielgruppe deshalb eine zentrale Aufgabe: Es brauche Sicherheit im Umgang mit sensiblen Gesprächen, das Wissen um professionelle Grenzen und den Mut, diese auch zu ziehen. „Niemand erwartet, dass Ausbilder:innen plötzlich Therapeut:innen sind. Aber sie sollten wissen, wie sie souverän reagieren und wohin sie verweisen können.“

Zugleich fordert die Digitalisierung ein neues Mindset. Wer heute als Ausbilder:in junge Menschen begleitet, müsse mit deren digitalen Lebenswelten Schritt halten – auch im Hinblick auf KI-Tools wie ChatGPT. „Wenn ich mich da verweigere, laufe ich Gefahr, den Draht zu verlieren. Und das berühmte ‚OK Boomer‘ steht schneller im Raum, als man denkt.“

Was das für die Trainerausbildung bedeutet? Sie muss selbst hybrid gedacht sein: Digitale Lernmodule dort, wo es um reines Fachwissen geht – aber immer ergänzt durch persönliche Trainingsräume. „Empathie, Feedback, echte Gesprächssimulationen – das geht nur in Präsenz. Und genau da setzen wir an.“

 

Wo smarte Prozesse den Alltag erleichtern – und Digitalisierung echte Entlastung bringt

In vielen Ausbildungsabteilungen sieht es hinter den Kulissen noch erstaunlich analog aus. Brigitte Teschner spricht es offen an: „Da laufen heute noch Prozesse wie vor 20 Jahren – mit Excel-Tabellen und Papierakten. Und das, obwohl vieles längst einfacher gehen könnte.“

Dabei ließe sich durch clevere Digitalisierung nicht nur Zeit sparen, sondern auch Stress vermeiden. Vom Bewerbermanagement über Vertragsprozesse bis hin zu Versetzungs- und Einsatzplänen. Oft fehlt einfach der Impuls, Bestehendes zu hinterfragen. „Es hat ja immer irgendwie funktioniert“, sei ein Satz, den sie häufig hört – „aber genau das ist das Problem.“

Teschner plädiert dafür, sich regelmäßig die eigenen Abläufe kritisch anzuschauen. Und vor allem die Frage zu stellen: Wo liegen unsere größten Zeitfresser? Ein Beispiel liefert sie direkt mit: „Durch das neue Digitalisierungsgesetz können Ausbildungsverträge längst digital erstellt und per E-Mail verschickt werden – und die Annahme geht ganz einfach per Textnachricht. Schneller, rechtssicher, unkompliziert.“

Natürlich koste es manchmal ein bisschen Mut – und vielleicht auch Geld – sich umzustellen. Aber langfristig zahle sich das aus. „Wer Prozesse smarter denkt, gewinnt nicht nur Zeit, sondern auch Kapazität für das, worauf es wirklich ankommt: den Kontakt zu den Menschen.“

 

Zeit für das Wesentliche: Wie kluge Prozesse Ausbilder:innen entlasten

Wer mehr Zeit für Azubis schaffen will, sollte sich einen Bereich besonders genau anschauen: die internen Abläufe. Brigitte Teschner sieht vor allem drei Hebel mit Sofortwirkung: Berichtsheft, Praktikumsprozesse und die Versetzungsplanung.

Beim Thema Berichtsheft lohnt sich ein offenes Gespräch mit der IHK – viele Unternehmen führen es nur noch pro forma. „Wenn ich es nutzen will, weil es mir etwas bringt, okay. Aber einfach nur, weil man es schon immer gemacht hat? Das kostet Zeit und Nerven.“

Auch die Betreuung von Schülerpraktikant:innen läuft in vielen Unternehmen unkoordiniert. „Da kommt vieles per E-Mail, Verträge fehlen, und eine strategische Auswahl findet kaum statt.“ Ein geregelter Prozess spart nicht nur Aufwand, sondern verbessert auch die Qualität des Kontakts zu potenziellem Nachwuchs.

Am größten ist der „Pain Point“ aber bei der Versetzungsplanung: ein Puzzle aus Ausbildungsstationen, Berufsschulmodellen, Urlaub, Seminaren – alles über mehrere Jahre hinweg. „Viele machen das noch manuell, mit Excel. Sobald sich etwas ändert – ein Azubi ist krank, eine Filiale schließt – wird es chaotisch.“ Moderne Tools schaffen hier echte Entlastung. „Ja, es ist ein Investment – aber eines, das sich spürbar rechnet.“

 

Mehr als 10.000 Azubis, über 800 Ausbilder:innen – was bleibt?

Wenn jemand weiß, wie sich Ausbildung über Jahrzehnte verändert hat, dann Brigitte Teschner. In ihrer Zeit an der Frankfurt School hat sie mehr als 10.000 junge Menschen begleitet – und über 800 Ausbilder:innen qualifiziert. Ihr zentrales Learning aus dieser Langzeitperspektive: Die Anforderungen an alle Beteiligten haben sich massiv verschoben.

„In den ersten Jahren ging es fast ausschließlich um fachliche Unterstützung. Heute brauchen junge Menschen vor allem Soft-Skill-Training und persönliche Orientierung – und die Ausbilder:innen ebenso.“

Gerade nach der Pandemie zeigt sich: Die Rolle von Ausbilder:innen ist komplexer und herausfordernder denn je. Sie sind längst nicht mehr nur fachliche Ansprechpartner, sondern oft auch Coach, Zuhörer:in, Vermittler:in – und brauchen selbst neue Impulse. „Früher hieß es: AdA-Schein reicht. Heute wünschen sich viele gezielte Unterstützung, Austausch und Fortbildung – und sie haben sie auch verdient.“

Ihr Appell an Unternehmen: Ausbildung braucht mehr als gute Konzepte – sie braucht Sichtbarkeit, Wertschätzung und eine starke Begleitung der Menschen, die sie tragen.

 

Zum Schluss – ein Wort von Susanne Peters, Einstieg Concept:

Das Gespräch mit dir, liebe Brigitte, war für mich in jeder Hinsicht ein echtes Highlight – fachlich fundiert, voller Energie und dabei herrlich persönlich. Deine Begeisterung für Ausbildung, die klaren Worte und dein feiner Humor haben unser Interview zu einem ebenso inspirierenden wie nahbaren Austausch gemacht. Besonders schön fand ich deine persönliche Note – ob Beach-Tennis, Malen nach Zahlen oder Reiselust: du bist und bleibst neugierig, lebendig und offen für Neues.

Bis bald
Susanne Peters – Einstieg Concept

 

Was für ein Gespräch! Brigitte Teschner sprüht nicht nur vor Erfahrung, sondern auch vor Begeisterung für das, was sie tut – und genau das hat dieses Interview mit Susanne Peters und Julia Klingen von Einstieg Concept so besonders gemacht: inspirierend, klug, persönlich und immer wieder überraschend leicht und humorvoll.
Wer wissen will, wie moderne Ausbildung heute funktioniert, wo die größten Hebel für echte Veränderung liegen und warum Struktur und Menschlichkeit dabei kein Widerspruch sind, findet in diesem Artikel jede Menge praxisnahe Impulse und Denkanstöße.
Ein Interview, das nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Schmunzeln einlädt. Und das zeigt: Ausbildungsarbeit ist alles andere als verstaubt, wenn Menschen wie Brigitte Teschner sie gestalten.

 

Inside the Mind: Wer ist Brigitte Teschner?

Neugierig, umtriebig, ausbildungsbegeistert – mit diesen drei Worten beschreibt sich Brigitte Teschner selbst. Und tatsächlich: Wer mit ihr spricht, spürt sofort, dass das keine Floskeln sind, sondern ein klares Programm. Sie ist voller Tatendrang, hat kluge Ideen, denkt gerne um die Ecke – und brennt für alles rund um das Thema Ausbildung. Eine Persönlichkeit, die nicht nur anpackt, sondern auch andere mitreißt.

 

Von Sparbüchern und Herzenssachen

Manche Berufswünsche kommen ganz plötzlich – andere sind einfach da, von Anfang an. Bei Brigitte Teschner war Letzteres der Fall: Während andere Kinder davon träumten, Feuerwehrfrau oder Tierärztin zu werden, zog sie mit entwerteten Sparbüchern durch die Wohnung und ließ keine Gelegenheit aus, ihre Mutter in die Bank zu begleiten. Ihr Berufsziel? Ganz klar: Bankkauffrau.

Dass aus diesem Kindheitstraum Realität wurde, ist für sie bis heute etwas Besonderes. Nicht nur, weil sich damit ein früher Wunsch erfüllt hat, sondern weil daraus eine echte Berufung entstanden ist. Was sie heute begeistert: anderen Menschen ganz praktisch weiterhelfen zu können – vor allem in der Welt, die sie selbst so gut kennt und liebt: die Bankenwelt. Ihr Herzensthema ist dabei klar die Ausbildung,  denn hier kann sie jungen Menschen echte Perspektiven eröffnen und dabei ihre eigene Begeisterung weitergeben.

 

Fernweh, Farbpalette und Beach-Tennis

Brigitte Teschner schöpft Energie nicht nur aus ihrer Arbeit – sondern vor allem aus dem, was sie berührt, inspiriert und erdet: Bewegung in der Natur, kreative Auszeiten und der Blick über den Tellerrand. „Ich hätte jetzt spontan Wandern gesagt – aber eigentlich ist es vor allem das Reisen“, erzählt sie. Neue Orte entdecken, mit allen Sinnen unterwegs sein – das gibt ihr Kraft. Ihre Erlebnisse nimmt sie nicht nur im Herzen mit nach Hause, sondern oft auch als Motiv für ihr nächstes Projekt auf der Leinwand.

Denn wenn sie zur Ruhe kommen möchte, greift sie zu Farbe und Pinsel – oder besser gesagt: zur nummerierten Vorlage. „Ich male nach Zahlen – klingt vielleicht oldschool, aber für mich ist das pure Achtsamkeit“, sagt sie mit einem Lachen. Besonders gern nutzt sie eigene Urlaubsfotos als Vorlage: „So wird aus dem Bild vom letzten Wanderurlaub ein kleines Kunstwerk. Kopf aus, Farben an – ich male heute einfach mal die 2.“

Auch sportlich darf’s sein: Beach-Tennis hat es ihr angetan. „Viele kennen Beachvolleyball – aber Beach-Tennis ist anders, rasanter. Und macht unglaublich Spaß.“ Und so ist es genau diese Mischung aus Fernweh, kreativer Versunkenheit und körperlicher Bewegung, die für Brigitte Teschner den perfekten Ausgleich zum beruflichen Alltag bedeutet.

 

Chancen erkennen, Entscheidungen treffen und mutig den eigenen Weg gehen

Ihre berufliche Laufbahn begann klassisch mit einer Bankausbildung, doch damit war es längst nicht getan. Privatkundenberatung, Teamleitung, eine Trainerausbildung, ein berufsbegleitendes Studium – mit Neugier und Entschlossenheit ging sie ihren Weg, Schritt für Schritt. „Alle zwei Jahre kam eine neue Entwicklung dazu. Es war nie geplant, aber es hat sich genau richtig angefühlt.“

Rückblickend würde sie an ihrer Karriere kaum etwas ändern. Sie ist stolz darauf, wie konsequent sie sich weiterentwickelt und Chancen genutzt hat. Und sie hat auch gelernt, wann es Zeit ist, loszulassen. „Ich war lange bei einer Bank, die mich stark gefördert hat. Aber irgendwann wurde klar: Die Richtung passt für mich nicht mehr. Also habe ich mich entschieden zu gehen – auch wenn das nach vielen Jahren kein leichter Schritt war.“

Heute weiß sie: Genau diese bewussten Entscheidungen machen den Unterschied. Nicht aus Angst verharren, sondern mutig weiterziehen, wenn der eigene Weg es verlangt. „Man kann loyal sein und sich innerhalb eines Unternehmens entwickeln – aber wenn’s nicht mehr passt, dann darf man auch gehen. Es öffnet sich immer eine neue Tür.“

 

Vielfalt, Verbindung und der erste Schluck Kaffee

Brigitte Teschner startet nicht nur mit viel Energie, sondern auch mit einer klaren Priorität in den Tag: „Der Kaffee am Morgen ist für mich tatsächlich das Allerwichtigste.“ Was danach kommt, ist kaum planbar – und genau das liebt sie.

Strukturierter Alltag mit klaren Routinen? Für sie der absolute Albtraum. „Ich hatte mal einen Job, bei dem sich alle drei Monate die Aufgaben wiederholten – das war für mich wirklich schwer auszuhalten.“ Stattdessen schätzt sie die Unvorhersehbarkeit: Kein Tag ist wie der andere.

Was ebenfalls nicht fehlen darf: der Austausch mit Menschen. Brigitte ist eine leidenschaftliche Netzwerkerin – nahbar, offen und immer im Dialog. In der Verbindung mit anderen findet sie nicht nur Inspiration, sondern auch Sinn in ihrer täglichen Arbeit. Und genau diese Mischung – Koffein, Kommunikation und kreative Vielfalt – ist es, die ihren Arbeitsalltag prägt.

 

Vom Kundendialog zur Leidenschaft

Brigitte Teschner ist keine klassische Quereinsteigerin ins Thema Recruiting und Ausbildungsmarketing – vielmehr hat sie sich ganz organisch dorthin entwickelt. Seit fast zwei Jahrzehnten berät sie Unternehmen rund um das Thema Ausbildung und Fachkräftesicherung. Was zu Beginn noch eher randständig war, wird über die Jahre zu einem zentralen Anliegen ihrer Kund:innen.

„In den letzten fünf bis acht Jahren war das Thema Recruiting plötzlich in jedem Gespräch präsent“, erzählt sie. Die Fragen ihrer Kund:innen wurden drängender, die Herausforderungen konkreter. Der nächste logische Schritt: eine Weiterbildung zur Recruiterin.

„Ich wollte tiefer eintauchen“, sagt sie rückblickend, und genau das hat sie getan. Heute kombiniert sie ihre langjährige Erfahrung in der Ausbildung mit fundiertem Wissen über modernes Recruiting und ist damit für viele Unternehmen eine unverzichtbare Impulsgeberin an der Schnittstelle zwischen Nachwuchsgewinnung und Arbeitgeberattraktivität.

 

Zwischen Tempo, Touchpoints und Tacheles

Wenn Brigitte Teschner über die Herausforderungen der Ansprache junger Zielgruppen spricht, bleibt sie nicht vage. Sie benennt, was in vielen Unternehmen nach wie vor schiefläuft und zeigt zugleich mit praxisnaher Klarheit, wo man ansetzen kann.

„Viele haben den Perspektivwechsel noch nicht geschafft. Sie bewerben sich nicht beim Bewerber – obwohl genau das längst Realität sein müsste.“ Ein Missverständnis, das sich nicht nur auf Haltung, sondern vor allem auf Prozesse auswirkt. Lange Reaktionszeiten, veraltete Abläufe und unpersönliche Kommunikation sind für sie absolute No-Gos. „Wenn ich Sneaker bestelle, will ich die morgen haben – warum also sollte ich wochenlang auf eine Rückmeldung zu meiner Bewerbung warten?“ Ein Bewerbungsprozess, der sich über Wochen hinzieht, sei schlicht nicht mehr zeitgemäß und führt fast zwangsläufig zu Absprüngen.

Ein weiteres großes Missverständnis: Social Media. „Viele Unternehmen fühlen sich überfordert, weil sie glauben, überall präsent sein zu müssen – TikTok, Insta, Snapchat… Dabei fehlt oft das Fundament.“ Für sie beginnt gutes Azubimarketing ganz woanders: bei einer professionellen, mobiloptimierten Website, die sympathisch ist und bei Google gefunden wird. „Ohne eine ansprechende digitale Basis bringt der schickste TikTok-Kanal nichts.“

Was Teschner antreibt, ist ihre pragmatische Haltung: nicht mit dem Anspruch starten, alles auf einmal perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt ein solides Fundament bauen. Ihre Erfahrung zeigt: Genau damit kommen Unternehmen nachhaltig ins Handeln.

 

Was bleibt und was kommt

Brigitte Teschner hat eine klare Vorstellung davon, was die Nachwuchsgewinnung in den kommenden Jahren maßgeblich verändern wird – und es sind zwei Entwicklungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber untrennbar zusammengehören: Digitalisierung und Authentizität.

„Wir sind durch Onlineshopping, Banking & Co. so sehr an smarte, intuitive Prozesse gewöhnt, dass wir diese Erwartung längst auf die Bewerbungswelt übertragen.“ Wer nicht auf mobile Bewerbungsmöglichkeiten, automatisierte Kommunikation oder transparente Abläufe setzt, verliert Talente – schlicht, weil der Ablauf nicht zum Alltag der Zielgruppe passt.

Doch genauso wichtig wie der digitale Flow ist für sie die ehrliche Darstellung nach außen. „Authentizität wird zur Währung der Glaubwürdigkeit. Wer in seinen Videos jung, agil und offen wirkt, im Bewerbungsgespräch dann aber eine starre Behördenkultur offenbart, verliert sofort.“ Gerade weil KI, Filter und perfekt produzierte Inhalte immer präsenter werden, wächst auch das Bedürfnis nach Echtheit. „Die Frage, die sich Bewerberinnen und Bewerber stellen, ist doch: Passt das, was ich da sehe, wirklich zur Realität? Oder ist es nur schön inszeniert?“

Für Teschner ist klar: Wer in Zukunft gewinnen will, muss nicht perfekt sein – sondern echt. Nur so entsteht Vertrauen. Und genau das ist in Zeiten des Nachwuchsmangels ein entscheidender Vorteil.

 

Zwischen Coach, Krisenmanager und KI-Nutzer: Die neuen Rollen von Ausbilder:innen

Ausbilder:innen sind heute weit mehr als reine Wissensvermittler. Brigitte Teschner bringt es auf den Punkt: „Viele sind mittlerweile eher Lebensbegleiter – oder fast schon Coaches.“ In einer Zeit, in der psychische Gesundheit, familiäre Herausforderungen oder finanzielle Probleme junger Menschen vermehrt zur Sprache kommen, stehen auch Ausbildende vor neuen Aufgaben.

„Früher kamen Themen wie Mobbing, Sucht oder Schulden vielleicht mal am Rande vor – heute landen sie direkt auf dem Tisch der Ausbilder:innen. Die Azubis wollen reden. Und sie vertrauen sich an.“ Genau das sei auf der einen Seite eine große Chance – auf der anderen Seite aber auch eine enorme Herausforderung für Ausbildende, die sich oft überfordert fühlen.

Teschner sieht in der Qualifizierung dieser Zielgruppe deshalb eine zentrale Aufgabe: Es brauche Sicherheit im Umgang mit sensiblen Gesprächen, das Wissen um professionelle Grenzen und den Mut, diese auch zu ziehen. „Niemand erwartet, dass Ausbilder:innen plötzlich Therapeut:innen sind. Aber sie sollten wissen, wie sie souverän reagieren und wohin sie verweisen können.“

Zugleich fordert die Digitalisierung ein neues Mindset. Wer heute als Ausbilder:in junge Menschen begleitet, müsse mit deren digitalen Lebenswelten Schritt halten – auch im Hinblick auf KI-Tools wie ChatGPT. „Wenn ich mich da verweigere, laufe ich Gefahr, den Draht zu verlieren. Und das berühmte ‚OK Boomer‘ steht schneller im Raum, als man denkt.“

Was das für die Trainerausbildung bedeutet? Sie muss selbst hybrid gedacht sein: Digitale Lernmodule dort, wo es um reines Fachwissen geht – aber immer ergänzt durch persönliche Trainingsräume. „Empathie, Feedback, echte Gesprächssimulationen – das geht nur in Präsenz. Und genau da setzen wir an.“

 

Wo smarte Prozesse den Alltag erleichtern – und Digitalisierung echte Entlastung bringt

In vielen Ausbildungsabteilungen sieht es hinter den Kulissen noch erstaunlich analog aus. Brigitte Teschner spricht es offen an: „Da laufen heute noch Prozesse wie vor 20 Jahren – mit Excel-Tabellen und Papierakten. Und das, obwohl vieles längst einfacher gehen könnte.“

Dabei ließe sich durch clevere Digitalisierung nicht nur Zeit sparen, sondern auch Stress vermeiden. Vom Bewerbermanagement über Vertragsprozesse bis hin zu Versetzungs- und Einsatzplänen. Oft fehlt einfach der Impuls, Bestehendes zu hinterfragen. „Es hat ja immer irgendwie funktioniert“, sei ein Satz, den sie häufig hört – „aber genau das ist das Problem.“

Teschner plädiert dafür, sich regelmäßig die eigenen Abläufe kritisch anzuschauen. Und vor allem die Frage zu stellen: Wo liegen unsere größten Zeitfresser? Ein Beispiel liefert sie direkt mit: „Durch das neue Digitalisierungsgesetz können Ausbildungsverträge längst digital erstellt und per E-Mail verschickt werden – und die Annahme geht ganz einfach per Textnachricht. Schneller, rechtssicher, unkompliziert.“

Natürlich koste es manchmal ein bisschen Mut – und vielleicht auch Geld – sich umzustellen. Aber langfristig zahle sich das aus. „Wer Prozesse smarter denkt, gewinnt nicht nur Zeit, sondern auch Kapazität für das, worauf es wirklich ankommt: den Kontakt zu den Menschen.“

 

Zeit für das Wesentliche: Wie kluge Prozesse Ausbilder:innen entlasten

Wer mehr Zeit für Azubis schaffen will, sollte sich einen Bereich besonders genau anschauen: die internen Abläufe. Brigitte Teschner sieht vor allem drei Hebel mit Sofortwirkung: Berichtsheft, Praktikumsprozesse und die Versetzungsplanung.

Beim Thema Berichtsheft lohnt sich ein offenes Gespräch mit der IHK – viele Unternehmen führen es nur noch pro forma. „Wenn ich es nutzen will, weil es mir etwas bringt, okay. Aber einfach nur, weil man es schon immer gemacht hat? Das kostet Zeit und Nerven.“

Auch die Betreuung von Schülerpraktikant:innen läuft in vielen Unternehmen unkoordiniert. „Da kommt vieles per E-Mail, Verträge fehlen, und eine strategische Auswahl findet kaum statt.“ Ein geregelter Prozess spart nicht nur Aufwand, sondern verbessert auch die Qualität des Kontakts zu potenziellem Nachwuchs.

Am größten ist der „Pain Point“ aber bei der Versetzungsplanung: ein Puzzle aus Ausbildungsstationen, Berufsschulmodellen, Urlaub, Seminaren – alles über mehrere Jahre hinweg. „Viele machen das noch manuell, mit Excel. Sobald sich etwas ändert – ein Azubi ist krank, eine Filiale schließt – wird es chaotisch.“ Moderne Tools schaffen hier echte Entlastung. „Ja, es ist ein Investment – aber eines, das sich spürbar rechnet.“

 

Mehr als 10.000 Azubis, über 800 Ausbilder:innen – was bleibt?

Wenn jemand weiß, wie sich Ausbildung über Jahrzehnte verändert hat, dann Brigitte Teschner. In ihrer Zeit an der Frankfurt School hat sie mehr als 10.000 junge Menschen begleitet – und über 800 Ausbilder:innen qualifiziert. Ihr zentrales Learning aus dieser Langzeitperspektive: Die Anforderungen an alle Beteiligten haben sich massiv verschoben.

„In den ersten Jahren ging es fast ausschließlich um fachliche Unterstützung. Heute brauchen junge Menschen vor allem Soft-Skill-Training und persönliche Orientierung – und die Ausbilder:innen ebenso.“

Gerade nach der Pandemie zeigt sich: Die Rolle von Ausbilder:innen ist komplexer und herausfordernder denn je. Sie sind längst nicht mehr nur fachliche Ansprechpartner, sondern oft auch Coach, Zuhörer:in, Vermittler:in – und brauchen selbst neue Impulse. „Früher hieß es: AdA-Schein reicht. Heute wünschen sich viele gezielte Unterstützung, Austausch und Fortbildung – und sie haben sie auch verdient.“

Ihr Appell an Unternehmen: Ausbildung braucht mehr als gute Konzepte – sie braucht Sichtbarkeit, Wertschätzung und eine starke Begleitung der Menschen, die sie tragen.

 

Zum Schluss – ein Wort von Susanne Peters, Einstieg Concept:

Das Gespräch mit dir, liebe Brigitte, war für mich in jeder Hinsicht ein echtes Highlight – fachlich fundiert, voller Energie und dabei herrlich persönlich. Deine Begeisterung für Ausbildung, die klaren Worte und dein feiner Humor haben unser Interview zu einem ebenso inspirierenden wie nahbaren Austausch gemacht. Besonders schön fand ich deine persönliche Note – ob Beach-Tennis, Malen nach Zahlen oder Reiselust: du bist und bleibst neugierig, lebendig und offen für Neues.

Bis bald
Susanne Peters – Einstieg Concept

 

  • Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.

    Wie gewinnt das Handwerk heute junge Menschen und vor allem junge Frauen? Und was braucht es, damit sie nicht nur einsteigen, sondern auch bleiben? Kaum jemand sieht diese Fragen so klar wie Maja Liebisch von der Handwerkskammer Hamburg. Mit einer Mischung aus Leidenschaft, Pragmatismus und echtem Verständnis für die junge Generation begleitet sie Betriebe und Auszubildende seit vielen Jahren.

  • Lars Heinlein, deutschlandweit für das Hochschulmarketing der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) verantwortlich und einer von fünf Sprechern der Arbeitsgruppe Studierendenmarketing im Bundesverband Hochschulkommunikation, gibt offene Einblicke in eine Branche im Umbruch: von der Realität sinkender Bewerberzahlen über den Druck zur Professionalisierung bis hin zur Frage, warum persönliche Begegnungen wieder an Bedeutung gewinnen. Und warum Hochschulen zwischen Studieninformation und Studienberatung trennen sollten.

    Lars Heinlein, deutschlandweit für das Hochschulmarketing der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) verantwortlich und einer von fünf Sprechern der Arbeitsgruppe Studierendenmarketing im Bundesverband Hochschulkommunikation, gibt offene Einblicke in eine Branche im Umbruch: von der Realität sinkender Bewerberzahlen über den Druck zur Professionalisierung bis hin zur Frage, warum persönliche Begegnungen wieder an Bedeutung gewinnen. Und warum Hochschulen zwischen Studieninformation und Studienberatung trennen sollten.

  • Wie ticken Azubis heute wirklich? Was brauchen sie, um anzukommen, dranzubleiben und über sich hinauszuwachsen? Und was können eigentlich Unternehmen konkret dafür tun? Genau darüber haben Susanne Peters und Julia Klingen von Einstieg Concept mit Lisa Kühn, Gründerin von AZUBeasy, gesprochen.

    Lisa kennt beide Seiten: Sie arbeitet nicht nur eng mit Betrieben, sondern tagtäglich auch mit der jungen Zielgruppe selbst. Ihre Einblicke sind ehrlich, praxisnah und manchmal auch überraschend anders. Genau das macht dieses Gespräch so lesenswert. Ein kurzweiliger Austausch über Generationen, Erwartungen, echte Kommunikation und die Frage, wie Ausbildung wieder zu dem wird, was sie sein sollte: ein gemeinsamer Weg, der Perspektiven schafft.

    Wie ticken Azubis heute wirklich? Was brauchen sie, um anzukommen, dranzubleiben und über sich hinauszuwachsen? Und was können eigentlich Unternehmen konkret dafür tun? Genau darüber haben Susanne Peters und Julia Klingen von Einstieg Concept mit Lisa Kühn, Gründerin von AZUBeasy, gesprochen.

    Lisa kennt beide Seiten: Sie arbeitet nicht nur eng mit Betrieben, sondern tagtäglich auch mit der jungen Zielgruppe selbst. Ihre Einblicke sind ehrlich, praxisnah und manchmal auch überraschend anders. Genau das macht dieses Gespräch so lesenswert. Ein kurzweiliger Austausch über Generationen, Erwartungen, echte Kommunikation und die Frage, wie Ausbildung wieder zu dem wird, was sie sein sollte: ein gemeinsamer Weg, der Perspektiven schafft.