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27.01.2014

Persönliche Tipps von Personalern und Bewerbungsexperten

Bewerbung - Worauf es ankommt

www.einstieg.com hat Personaler und Experten aus unterschiedlichen Branchen gefragt, was aus ihrer Sicht zu einer guten Bewerbung gehört.

In den folgenden Interviews plaudern Personaler und Bewerbungsexperten aus dem Nähkästchen beziehungsweise ihrem Arbeitsalltag. Wie sollte ein gutes  Bewerbungsfoto aussehen und was geht überhaupt nicht? Welche Fehler werden häufig von Bewerbern gemacht, was ist in einem Bewerbungsanschreiben für eine Ausbildung unverzeihlich und damit direkt ein Ausschlusskriterium? Warum führen manche Unternehmen Einstellungstests beziehungsweise Assessment-Center durch und warum sind diese Tests sinnvoll?

Damit du die Chance auf ein Vorstellungsgespräch bekommst, ist eine gute Bewerbung natürlich das A und O.

 

Andere Branche – anderer Fokus

Während die einen zuerst den Lebenslauf querlesen, um die für sie relevanten Erfahrungen eines Bewerbers herauszupicken, interessieren andere sich auch für dessen Hobbys, die je nach Job viel über den zukünftigen Mitarbeiter aussagen können. Manche Personaler lesen allerdings auch als erstes das Bewerbungsanschreiben. Klingt dies zu austauschbar, wird der Bewerber schnell uninteressant und das Dokument landet möglicherweise direkt in der Mülltonne. Auch in Sachen Motivationsschreiben gehen die Meinungen auseinander: Für manche Personaler ist es unerlässlich, für andere hingegen nicht ganz so relevant.

 

Eigeninitiative zeigen

Manche Personaler achten in erster Linie auf Formalitäten sowie Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung, während andere es wichtiger finden, dass der Bewerber sich Gedanken zum Unternehmen gemacht und einen möglichst kreativen Umgang gewählt hat. Es macht also wenig Sinn, einfach ein Muster für ein Bewerbungsschreiben aus dem Internet herunterzuladen und umzuformulieren. Ein bisschen Eigeninitiative sollte selbstverständlich sein. Was kommt gut an, welche Formate und Ideen für ein Bewerbungsanschreiben stechen positiv aus der Masse hervor, wie kann man eine Vorlage für einen Lebenslauf sinnvoll umschreiben? Welcher Bewerber fällt leider sofort durch und warum? Wenn du die Erklärungen der verantwortlichen Personaler liest, werden die Gründe für manche Entscheidungen schnell klar und du kannst eine Menge Fehler in Zukunft vermeiden. Auch interessant sind die Tipps und Anregungen, die manche Personaler in ihrem Interview verraten.

 

 

Die folgenden Bewerbungsexperten und Personaler haben wir zu ihrer Meinung befragt:

Tanja Hofer – Leiterin Talent Management bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG

Bewerbungstipps, Personaler

Sie erhalten eine Bewerbungsmappe – worauf fällt Ihr Blick zuerst?


Auf den Lebenslauf, den ich zunächst querlese, ob der Bewerber die für die Stelle relevanten Erfahrungen vorweisen kann.

Wie kann man sich als Bewerber von der Masse abheben und Ihre Aufmerksamkeit wecken?


Indem man ein authentisches Bewerbungsschreiben formuliert, auf den eigenen Typ abstimmt und nicht einfach Muster aus einschlägigen Ratgebern oder dem Internet übernimmt. Darüber hinaus sticht hervor, wenn es ein Bewerber schafft, im Anschreiben kurz und anschaulich darzustellen, was ihn an unserem Unternehmen interessiert und was er persönlich mitbringt – warum also beide Seiten zusammenpassen.

Welche persönlichen Informationen gehören in den Lebenslauf, und welche nicht?


Informationen zu den Eltern und deren Berufen finde ich persönlich nicht relevant, denn das sagt nur wenig über den Bewerber aus. Sehr interessant
sind hingegen Hobbys – gerade wenn sich jemand für einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz bewirbt und somit noch wenig Berufserfahrung
mitbringt.

Welchen Umfang sollten Anschreiben und Lebenslauf nicht überschreiten?


Ich persönlich bevorzuge Anschreiben, die eine Seite nicht überschreiten. Wichtig ist, dass man das Wesentliche auf den Punkt bringt. Das gilt auch für den Lebenslauf, der je nach Berufserfahrung nicht länger als zwei Seiten sein sollte.

Wie ist Ihre Haltung zur so genannten dritten Seite, also einem kurzen gesonderten Motivationsschreiben?


Wenn sie sinnvoll gefüllt wird, finde ich eine dritte Seite durchaus angebracht. Die dritte Seite ist dafür da, um die eigene Motivation noch einmal etwas stärker herauszuarbeiten. Wenn man diesbezüglich also etwas Besonderes zu sagen hat, finde ich das gut, und das entlastet auch das Anschreiben. Aber nicht um jeden Preis! Wenn man die dritte Seite lediglich einbaut, weil man diese Empfehlung irgendwo gelesen hat, dann sollte man sie lieber weglassen.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten und häufigsten Fehler, die in Bewerbungen auftauchen?


In erster Linie sind es klassische Rechtschreibfehler. Viele Bewerber schreiben tatsächlich schon den Namen des Unternehmens, bei dem sie sich bewerben, falsch. Bei uns übersehen sie zum Beispiel den Bindestrich in "Coca-Cola". Was ich ebenfalls häufiger erlebe sind unprofessionelle Bewerbungsfotos, auf denen sich Bewerber und Bewerberinnen unangemessen präsentieren, zum Beispiel in Freizeitkleidung oder mit Baseball-Cap.

Wie sieht das Bewerbungsverfahren für einen Ausbildungsplatz bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG aus?


Nach dem Eingang der Bewerbungen findet bei uns zunächst an zentraler Stelle eine klassische Vorauswahl statt. Die ausgewählten Bewerbungen gehen dann zur Prüfung an den regionalen Fachbereich, und es wird entschieden, welche Bewerber zu einem Assessment-Center (AC) eingeladen werden. Ein solches eintägiges AC veranstalten wir mittlerweile für jeden unserer Ausbildungsberufe.

Warum ein Assessment-Center?


Bewerber, die sich für Ausbildungsplätze interessieren, bringen in der Regel noch nicht viele praktische Erfahrungen mit, die wir in einem Interview abfragen können. Und aus unserer Sicht sind schulische Noten nicht immer entscheidend. In unseren ACs haben die Bewerber daher die Gelegenheit, anhand von tätigkeitsrelevanten Aufgaben zu beweisen, dass sie das, was im Ausbildungsalltag auf sie zukommt, bewältigen können.

Denis Buss – Leiter der Einstieg Studien- und Berufsberatung

Bewerbungstipps, Personaler

Sie erhalten eine Bewerbungsmappe – worauf fällt Ihr Blick zuerst?

Auf das Anschreiben, weil ein Bewerber darin auf den Punkt bringen kann, was das Besondere an ihm ist. Es ist enorm wichtig, zu verdeutlichen, warum man zu der ausgeschriebenen Stelle passt und ausgerechnet zu diesem Unternehmen möchte. Wenn das in einer Bewerbung fehlt, hat man als Unternehmen schnell das Gefühl, dass man austauschbar ist und die gleiche Bewerbung auch noch an zehn andere Unternehmen geht.

Wie kann man sich als Bewerber von der Masse abheben und Ihre Aufmerksamkeit wecken?

90 Prozent aller Bewerbungsmappen ähneln sich auf den ersten Blick sehr. Durch bestimmte Hingucker kann man sich aber von anderen Bewerbern abheben. Mir gefällt zum Beispiel, wenn man das Firmenlogo in seine Bewerbung einbaut.

Wie kreativ darf man bei der Gestaltung einer Bewerbung sein?

Das hängt stark von der Branche ab, in der man sich bewirbt. In einer Unternehmensberatung oder einer Bank sollte man sich als Bewerber eher konservativ geben, denn hier zählen beim Erstcheck ohnehin gute Noten mehr als Individualität. Bei einer Werbeagentur ist hingegen durchaus gestalterische Kreativität gefragt.

Was muss ein Anschreiben für Sie transportieren?

Das Anschreiben ist eine lebendige Beschreibung der Fakten, die bereits im Lebenslauf stehen. Anhand von ein oder zwei greifbaren Beispielen sollte man illustrieren, warum man zur Stelle passt. So sollte man etwa das für die Stelle wichtigste Praktikum und dessen Lehren in ein oder zwei Sätze auf den Punkt bringen.

Welchen Umfang sollten Anschreiben und Lebenslauf nicht überschreiten?

Optimalerweise passen sowohl das Anschreiben als auch der Lebenslauf jeweils auf eine Seite. Beim Lebenslauf schaffen das viele Bewerber nicht, weil sie jedes noch so kleine Zertifikat mit unterbringen möchten. Man sollte sich aber immer überlegen, ob der jeweilige Punkt überhaupt wichtig für die Bewerbung ist und die Kompetenzen widerspiegelt, die man mit seiner Bewerbung vermitteln möchte. Weniger ist da oft mehr.

Wie ist Ihre Haltung zur so genannten dritten Seite, also einem kurzen gesonderten Motivationsschreiben?

Es gibt Jobs und Studiengänge, bei denen das sinnvoll ist und die dies in der Ausschreibung auch explizit verlangen. Wenn ein gesondertes Motivationsschreiben aber nicht konkret gefordert wird, denke ich, dass man die eigene Motivation auch im herkömmlichen Anschreiben schon ausreichend darstellen kann.

Birgit Blum – Gruppenleiterin Einstiegsprogramme bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH

Bewerbungstipps, Personaler

Sie erhalten eine Bewerbungsmappe – worauf fällt Ihr Blick zuerst?

Zunächst prüfe ich die Struktur und die Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen. Danach schaue ich mir die Zeugnisse des Bewerbers an.

Wie kann man sich als Bewerber von der Masse abheben und Ihre Aufmerksamkeit wecken?

Zum einen mit guten schulischen Leistungen. Aber auch mit außerschulischen Aktivitäten. Wenn jemand zum Beispiel ein Ehrenamt übernimmt oder ein Austauschjahr oder ein Auslandspraktikum gemacht hat, sticht das heraus.

Wie kreativ und originell darf man bei einer Bewerbung sein, vor allem hinsichtlich der Gestaltung?

Grundsätzlich darf man gerne kreativ sein, aber das hängt auch von der Branche und dem Beruf ab, für den man sich bewirbt. Wir bieten beispielsweise duale Studienplätze in Medien- und Kommunikationswirtschaft an – in diesem Bereich ist gestalterische Kreativität durchaus gefragt.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten und häufigsten Fehler, die in Bewerbungen auftauchen?

Dass wichtige Unterlagen fehlen und Lücken im Lebenslauf auftauchen. Auch klassische Rechtschreibfehler kommen häufiger vor. Wenn sich Schüler bei mehreren Unternehmen bewerben, kommt es auch vor, dass wir Bewerbungen mit dem falschen Firmennamen in der Anrede erhalten – man sollte tunlichst darauf achten, dass das nicht passiert.

Was muss ein Anschreiben für Sie transportieren?

In erster Linie das Interesse für die Stelle. Als Bewerber sollte man auf jeden Fall Bezug zur Stellenanzeige nehmen und erklären, warum man selbst gut zur Stelle passt.

Welchen Umfang sollten Anschreiben und Lebenslauf nicht überschreiten?

Nach meinem Empfinden sollte ein Anschreiben eine bis anderthalb Seiten umfassen, der Lebenslauf maximal zwei Seiten.

Welche persönlichen Informationen gehören Ihrer Meinung nach in den Lebenslauf, und welche nicht?

Die Berufe der Eltern gehören zwar nicht zwingend in den Lebenslauf, sind für uns aber durchaus interessant. Hobbys sind für uns auch sehr wichtig, weil wir im Vorstellungsgespräch gerne näher darauf eingehen. Ganz wichtig ist auch, dass Bewerber ihre Kontaktdaten fehlerfrei angeben.
 
Wie ist Ihre Haltung zur so genannten dritten Seite, also einem kurzen gesonderten Motivationsschreiben?

Ich halte das eher für entbehrlich und fände es runder, wenn man die eigene Motivation schon im Anschreiben hinreichend zum Ausdruck bringt.

Worauf gilt es bei einer Online-Bewerbung besonders zu achten?

Auch online sollte man die nötige Sorgfalt nicht vermissen lassen. Ich erlebe öfter, dass ein Lebenslauf oder wichtige Zeugnisse fehlen. Das ist schlecht für den Bewerber, denn so kann ich mir kein vollständiges Bild von ihm machen. Darüber hinaus sollte man nicht zu große Datenmengen verschicken, um sicherzustellen, dass die Bewerbung auch wirklich bei uns ankommt.

Wie sieht das Bewerbungsverfahren für einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz bei Bosch-Siemens aus?

Der Bewerbungsprozess ist bei uns für Ausbildungs- und duale Studienplätze identisch. Wir schreiben die Stellen online aus. Nachdem die Bewerbungen bei uns eingehen, sichten wir sie und wählen geeignete Kandidaten aus, die zu einem eintägigen Assessment-Center eingeladen werden. Dort finden einige Tests und Gespräche statt. Spätestens zwei Tage nach dem Assessment-Center geben wir den Kandidaten dann eine Rückmeldung. Aufgrund der Fülle an Bewerbungen, die wir erhalten, kann sich der ganze Bewerbungsprozess bei uns auf drei bis vier Monate erstrecken. Interessenten sollten sich auf jeden Fall rechtzeitig bewerben und auch ein wenig Geduld mitbringen.

Welche Tipps haben Sie noch für Bewerber, die sich für einen Studien- oder Ausbildungsplatz interessieren?

Ganz wichtig ist, dass man sich vorab ausführlich mit dem Beruf auseinandersetzt, für den man sich bewirbt. Über die Ausbildungs- oder Studieninhalte, Anforderungen und Karrieremöglichkeiten nach dem Abschluss kann man sich beispielsweise auf den Internetseiten der Industrie- und Handelskammern oder der jeweiligen dualen Hochschule informieren.

Jürgen Hesse – Bewerbungsexperte und Buchautor ("Das große Hesse/Schrader Bewerbungshandbuch")

Bewerbungstipps, Personaler

Sie erhalten eine Bewerbungsmappe – worauf fällt Ihr Blick zuerst?

Auf das Foto – man will schließlich erst einmal wissen, mit wem man es zu tun hat. Ein gutes, natürliches Foto ist viel wert. Im Gegenzug ist man bei einem unsympathisch wirkenden Foto viel strenger und kritischer in der Beurteilung einer Mappe.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten und häufigsten Fehler, die in Bewerbungen auftauchen?

Dass man sich nicht hinreichend damit auseinandersetzt, worum es bei einer ausgeschriebenen Stelle oder in einem bestimmten Studium überhaupt geht. Und dass man die Bewerbung folglich auch nicht passgenau daraufhin abstimmt.

Wie kreativ darf man bei der Gestaltung einer Bewerbung sein?

Eine personalisierte, kreative Bewerbung fällt schneller ins Auge als der übliche Einheitsbrei. Man muss allerdings aufpassen, dass man den Bogen nicht überspannt – violette Schrift auf rotem Papier ist eindeutig zuviel des Guten. Ich habe sogar einmal eine Bewerbung gesehen, die komplett in Spiegelschrift geschrieben wurde. Solche Extrembeispiele zeigen: Die Gratwanderung zwischen angepasst und außergewöhnlich ist gar nicht so einfach.

Was sollte ein Anschreiben transportieren?

Das Anschreiben ist die Klammer, eine Art Visitenkarte. Es bringt auf den Punkt, was man in seinem Lebenslauf detailliert aufzulisten versucht. Es gibt dabei verschiedenste Möglichkeiten, um ein Anschreiben aufzupeppen: Man kann beispielsweise ein DIN-A4-Blatt auch mal quer bedrucken oder das Anschreiben ganz oder zum Teil handschriftlich verfassen. Solche ungewöhnlichen Formate und Maßnahmen sind absolute Hingucker.

Wie ist Ihre Haltung zur so genannten Dritte Seite, also einem kurzen gesonderten Motivationsschreiben?
 
Die Dritte Seite ist die Verlängerung des Anschreibens und eine Chance, um zum Schluss noch mal eine gute Botschaft abzusetzen und etwas mehr von sich und der eigenen Motivation preiszugeben. Das muss übrigens nicht unbedingt auf eine eigene Seite, sondern kann auch als Dreizeiler unter dem Lebenslauf geschehen. Dabei sollte man drei wichtige Fragen noch mal auf den Punkt hin beantworten: Warum bewerben Sie sich bei uns? Was denken Sie, was Sie für uns tun können? Und nicht zuletzt: Wer sind Sie eigentlich? In einer Bewerbung muss man sozusagen eine kurze Gebrauchsanweisung für sich selbst präsentieren – und dazu kann eine dritte Seite hervorragend beitragen.

Welche Tipps haben Sie sonst noch für Bewerber, die sich für einen Ausbildungs- oder Studienplatz interessieren?

Ob Studium oder Ausbildung – wichtig ist immer, zu erklären, warum man etwas machen möchte – warum man sich nach der Schule eben ausgerechnet für diesen Beruf oder jenes Studium entscheidet. Wer es schafft, in zwei bis drei Sätzen reflektiert seine Motivation zu Papier zu bringen, kann damit gut punkten.

Ulrike Bohner – Ausbildungsleiterin Köln-West bei der Talanx Service AG

Bewerbungstipps, Personaler

Sie erhalten eine Bewerbungsmappe – worauf fällt Ihr Blick zuerst?

Auf das Zeugnis, und damit einhergehend auch auf die schulischen Fehlzeiten.

Wie kann man sich als Bewerber von der Masse abheben und Ihre Aufmerksamkeit wecken?

Hinter einem Bewerber sollte eine Geschichte stecken. Neugierig macht mich zum Beispiel, wenn jemand ehrenamtlich tätig ist oder schon eine längere Zeit im Ausland verbracht hat.

Wie kreativ und originell darf man bei einer Bewerbung sein, vor allem hinsichtlich der Gestaltung?

Die Versicherungsbranche ist eine eher  konservative Branche, daher bevorzuge ich eine nüchterne Gestaltung. Für mich ist es wichtig, dass ich mir einen schnellen Überblick über einen Bewerber machen kann, da bei uns jede Menge Bewerbungen eingehen.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten und häufigsten Fehler, die in Bewerbungen auftauchen?

Ein zu langes Anschreiben fällt mir negativ auf, Rechtschreibfehler natürlich auch. Häufig kommt es auch vor, dass bei Massenbewerbungen vergessen wird, in der Anrede den Firmennamen und Ansprechpartner auszutauschen.

Was muss ein Anschreiben für Sie transportieren?

Das Interesse an der Stelle. Und die Eigenschaften, die man als Bewerber dafür mitbringt.

Welchen Umfang sollten Anschreiben und Lebenslauf nicht überschreiten?
 
Jeweils maximal eine DIN-A4-Seite, das Anschreiben gerne auch noch kürzer – fünf bis zehn prägnante Sätze reichen aus. Das Zeugnis und der Lebenslauf sind wichtiger.

Worauf gilt es bei einer Online-Bewerbung besonders zu achten?

Als Bewerber sollte man eine möglichst einfache und seriöse E-Mail-Adresse verwenden. Fun-Adressen kommen gar nicht gut, zumindest in unserer Branche. Außerdem sollte man darauf achten, nicht zu viele große Anlagen anzuhängen, damit die Bewerbung auch tatsächlich bei uns ankommt.

Wie sieht das Bewerbungsverfahren für einen Ausbildungsplatz bei der Talanx Service AG aus?

Der erste Kontakt zwischen Bewerbern und uns erfolgt entweder über eine klassische Bewerbung oder persönlich auf Studien- und Karrieretagen. Anschließend werden die Kandidaten in einer Bewerberdatenbank erfasst und die Eignung für einen dualen Studienplatz geprüft. Geeignete Kandidaten werden zunächst zu einem Einstellungstest eingeladen, anschließend zu einem Bewerbungsgespräch. Der komplette Bewerbungsprozess findet gewöhnlich innerhalb von vier bis sechs Wochen statt.

Welche Tipps haben Sie noch für Bewerber, die sich für einen Studien- oder Ausbildungsplatz bei der Talanx Service AG interessieren?

Es lohnt sich immer, wenn man als Bewerber nicht anonym bleibt, sondern frühzeitig versucht, seinen Namen bekannt zu machen. Mein Tipp: Klingeln sie während der Bewerbungsphase einfach mal bei uns durch!