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03. Juli 2015  

Die dritte Seite in der Bewerbung

Das Kurzprofil mit Zusatzinfos

Bei der Bewerbung gilt immer die Devise: möglichst positiv auffallen. Das gelingt zum Beispiel mit der dritten Seite. Hier listest du kurz und knapp auf, warum genau du den Job kriegen solltest.
Bewerbung dritte Seite

Viele wissen gar nicht, was es mit der dritten Seite bei der Bewerbung auf sich hat. Wir erklären es.

Neben einem Anschreiben und einem Lebenslauf plus Zeugnissen kannst du deiner Bewerbung noch ein weiteres Element hinzufügen: die dritte Seite. Sie ist kein Muss und bei einigen Personalern umstritten. Ziel ist es, auf der zusätzlichen Seite noch einmal knapp und übersichtlich deine Motivation, Qualifikationen und Kompetenzen aufzulisten und Details unterzubringen, die in Anschreiben und Lebenslauf keinen Platz finden.

Was spricht für bzw. gegen eine dritte Seite?

Für das Kurzprofil auf der dritten Seite spricht, dass der Personaler einer Firma oft wenig Zeit hat und dankbar für eine Zusammenfassung deiner Qualifikationen ist. Häufig wird gerade das Anschreiben nur überflogen, weil alle Bewerber mehr oder weniger die gleichen Floskeln à la "Hiermit bewerbe ich mich..." schreiben. Im Kurzprofil entdeckt der Personalchef dann vielleicht ein interessantes Detail, das ihn neugierig auf dich macht, wie ein ungewöhnliches Hobby oder ein spannendes Projekt. Ist das der Fall, nimmt dein Wunscharbeitgeber sich bestimmt mehr Zeit und liest die gesamte Bewerbung aufmerksamer.

Einige Bewerbungsexperten hingegen halten die dritte Seite für überflüssig, weil die Fakten schon im Lebenslauf und im Anschreiben stehen. Du solltest dir also gut überlegen, ob eine dritte Seite in deinem Fall überhaupt einen Mehrwert für den Leser bietet. Wenn du absolut keine Ahnung hast, was du schreiben sollst, dann lass die zusätzliche Seite lieber weg. Sonst vergrößerst du den Umfang der Bewerbung nur künstlich mit weiteren Floskeln.

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Wie sollte die dritte Seite aussehen?

Verwende am besten kurze Stichwortsätze, ruhig in Form einer Aufzählung. Wenn du lieber einen Fließtext schreiben möchtest,  kannst du dich dabei am klassischen Motivationsschreiben orientieren. Die dritte Seite ist weniger formal und kann je nach Berufsziel kreativ und witzig gestaltet werden. Ein angehender Koch könnte die Seite drei zum Beispiel wie ein Rezept formulieren, ein angehender Immobilienmakler wie eine Wohnungsanzeige. Auch die Überschrift bleibt dir überlassen, üblich sind solche Formulierungen wie "Warum ich mich bewerbe", "Was sie über mich wissen sollten" oder "Das spricht für mich".  Schriftart und Layout sollten mit den im Anschreiben und Lebenslauf verwendeten Elementen identisch sein. Auch deine Kontaktdaten sollten irgendwo auftauchen.

Was sollst du auf die dritte Seite schreiben?

Auf der Seite drei hast du zum Beispiel Platz für herausragende Eigenschaften und ungewöhnliche Hobbys. Außerdem kannst du Ungereimtheiten in deinem Lebenslauf, wie einen Studienabbruch oder einen späten Schulabschluss, erklären. Wichtig ist, dass deine Persönlichkeit zum Vorschein kommt. Eine bloße Aufzählung von nicht näher erklärten Eigenschaften wie "teamfähig, flexibel und belastbar" hat hier nichts verloren! Erkläre lieber, wofür du dich begeistern kannst und warum du die Stelle unbedingt haben willst. Gliedern kannst du deine dritte Seite zum Beispiel in:

  • Meine Stärken
  • Meine Erfahrungen/Erfolge
  • Meine Motivation
  • Meine Interessen

Für die dritte Seite gibt es allerdings kein Patentrezept, die Stichpunkte sind nur Anregungen. Nimm dir am besten Zeit für die Bewerbung und überlege, welche Fragen dem Leser zu dir und deinem Lebenslauf kommen könnten. Sammele, was Freunde und Mitschüler an dir schätzen und überlege dir ehrlich, mit welcher Motivation du dich überhaupt bewirbst. Denn je aussagekräftiger die dritte Seite ist, desto eher wird man sich im Unternehmen deine gesamte Bewerbung genauer ansehen. Ein Beispiel für die dritte Seite findest du bei unseren Bewerbungsmustern.

Schlagworte:
 
Bewerbungdritte SeiteMotivationsschreiben

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