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Das Anschreiben für deine Bewerbung

Floskel adé

Das Anschreiben in deiner Bewerbungsmappe ist die erste Arbeitsprobe, die das Unternehmen von dir zu sehen bekommt. Die meisten Personaler betrachten es als das wichtigste Bewerbungsdokument überhaupt. Wenn du möchtest, dass dein Profil gut rüberkommt, verabschiede dich am besten ganz schnell von floskelhaften Standardformulierungen. Das ist gar nicht so schwer. Wir zeigen dir, wie es geht.

Anschreiben Bewerbung

Anschreiben Bewerbung

Wir gehen das Anschreiben für deine Bewerbung einfach mal von oben nach unten durch. Los geht es mit der Kopfzeile! Achte darauf, dass deine Daten vollständig sind. Name und Anschrift reichen nicht. Füge auf jeden Fall eine Telefonnummer und eine aktuelle Mailadresse hinzu. Wenn du deine Daten über die ganze Seitenbreite, in Form einer Kopfzeile anbringst, sparst du im Dokument nach unten hin eine Menge Platz. Die Kopfzeile aus deinem Anschreiben solltest du dann im Lebenslauf in der gleichen Formatierung wiederholen. Übrigens sollte deine Mailadresse eine seriöse sein, d.h. lieber ein benjamin.busch[at]email[dot]de als ein bingobenni89[at]gmx[dot]de.

Weiter geht es mit der Anschrift des Unternehmens. Hier musst du dich exakt an das halten, was in der Stellenausschreibung steht. Egal, wie lang die Angaben sind. Ist in der Anzeige die Abteilung mit aufgeführt, womöglich noch kombiniert mit einer langen Buchstaben- und Zahlenreihe, wie es bei sehr großen Unternehmen und Behörden vorkommen kann, muss das alles mit rein. Richte deine Bewerbung an die Person, die in der Stellenanzeige angegeben ist. Eine persönliche Anrede ist schöner als ein anonymes "Sehr geehrte Damen und Herren".

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Im Betreff bringst du unter, welche Ausbildung du anstrebst, und wie du von der Stellenausschreibung erfahren hast. Gib hierzu den Namen der Zeitung oder des Webportals an sowie das Veröffentlichungsdatum. Diese Infos sind für das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, enorm wichtig. Denn häufig wird eine Stellenausschreibung in mehreren Zeitungen oder Portalen veröffentlicht. Um herauszufinden, welche Veröffentlichung am erfolgreichsten war, d.h. die meisten Bewerbungen eingebracht hat, braucht es deine Angaben. Hast du vor dem Absenden deiner Bewerbung mit dem Personaler telefoniert? Dann schreibe es in die Betreffzeile, damit man sich an das Gespräch erinnert.

Jetzt wird es ernst. Wir kommen zum ersten Abschnitt, also zur Einleitung deiner Bewerbung. Meist finden sich hier nur drei, vier Zeilen Text. Aber die müssen es in sich haben! Denn sonst liest der Personaler dein Anschreibung womöglich gar nicht weiter.  Finger weg von Floskeln wie „Hiermit möchte ich mich bewerben“ oder „Ich habe Ihre interessante Stellenanzeige gelesen“. Transportiere stattdessen direkt ein paar wichtige Infos: Was kannst du, was machst du gerade und warum bewirbst du dich bei der Firma, die ausgeschrieben hat? Die Kernaussage deiner Bewerbung sollte bereits in der Einleitung klar werden. Denkst du, dass du genau der Richtige für die Stelle bist? Super! Dann beschreibe, warum! Ich bewerbe mich bei der Schneider AG, weil ich ein guter Verkäufer bin, der Ihre Produkte perfekt an den Mann bringen kann. Erste Erfahrungen  im Projektmanagement bringe ich ebenfalls mit“.

Kommen wir zum Hauptteil deines Anschreibens. In diesem Abschnitt geht es darum, deine bisherigen Erfahrungen mit den Anforderungen im Stellenprofil zu verbinden. Wichtig ist es, Sätze ohne Aussage, z.B. "In meinem Praktikum habe ich viel gelernt" zu vermeiden. Filtere stattdessen drei bis vier geforderte Qualifikationen aus der Anzeige heraus, die du besonders gut zu erfüllen glaubst. Dann gehe konkret auf jede Qualifikation ein und stelle einen Bezug zu deiner Praxiserfahrung her. Du kannst auch Wissen oder Erfahrungen aus der Schule einbringen. Ist in der Anzeige Abstraktionsvermögen oder analytisches Denken gefragt, könntest du im Bewerbungsanschreiben etwas in dieser Art formulieren: "Im Sommer konnte ich in unserer Projektwoche an der Schule unter Beweis stellen, dass ich gut abstrahieren kann. Die Aufgabe war, mathematische Gleichungen grafisch darzustellen." Geht es um Serviceorientiertheit oder Erfahrung im Umgang mit Kunden, könntest du schreiben: "In meinem Schulpraktikum bei der Bank habe ich gelernt, wie man mit Kunden umgeht. Nach kurzer Zeit konnte ich kleinere Beratungsgespräche bereits selbständig führen." Wichtig ist, dass die genannten Stationen auch in deinem Lebenslauf nicht fehlen.

Bewerbungsmuster können dir Anregungen für dein eigenes Anschreiben geben

Hier findest du ein Muster für das Anschreiben von Laura Müller, die Fotografin werden möchte.

Hier findest du ein passendes Deckblatt für die Bewerbung von Laura.

Im vorletzten Abschnitt solltest du Bezug auf deinen Wunscharbeitgeber nehmen. Warum möchtest du hier arbeiten bzw. eine Ausbildung machen? Ist das Unternehmen besonders renommiert für seine Ausbildung? Bietet es viele Entwicklungsmöglichkeiten, vielleicht sogar im Ausland? Kennst du jemanden, der dort gelernt hat? Was auch immer dir besonders gut gefällt, sag es! Deine Bewerbung sollte rüberbringen, dass du nicht irgendwo eine Ausbildung machen möchtest, sondern genau dort.

Der letzte Abschnitt des Anschreibens deiner Bewerbung nimmt Bezug auf eine eventuell geforderte Gehaltsvorstellung oder den nächstmöglichen Eintrittstermin. Bei einer Ausbildung sind diese Angaben ja von vorneherein klar. Du kannst hier auch noch mal deine Kernkompetenz hervorheben, z.B. "Wenn Sie einen engagierten Azubi mit guten Mathenoten brauchen können, freue ich mich sehr über die Einladung zum Vorstellungsgespräch".  Gehe ruhig selbstbewusst an das Thema Vorstellungsgespräch heran. Formulierungen wie "Ich würde mich freuen, wenn Sie mich einladen würden" wirken zu unsicher. Du weißt, was du kannst! Das darf man beim Lesen merken. Dein Anschreiben endet schließlich mit einer Grußformel und deiner Unterschrift sowie dem Hinweis darauf, dass dem Anschreiben Anlagen beigefügt sind.

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