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03.03.2015  
Was will ich werden?

Berufswahl in drei Schritten

Was will ich werden? Diese Frage stellt sich nach der Schule fast jeder. Wenn du gerade mitten in der Berufswahl bist und überlegst, welches Studium oder welche Ausbildung zu dir passen könnten, solltest du erst mal herausfinden, was deine Talente sind – und deine "Lieblings-Fähigkeiten". von Annette Kamps

Was will ich werden?

Was will ich werden? © Anke Tillmann

1. Schritt: Zeit nehmen für die Selbsteinschätzung

Was will ich werden? Welcher Beruf passt zu mir und welches Studium macht mir Spaß? Diese Frage zu beantworten, fällt manchen leicht – und vielen schwer. Um die Suche nach dem richtigen Beruf systematisch anzugehen, solltest du deine Berufswahl in drei Schritte unterteilen. Deine eigenen Fähigkeiten und Talente kannst du schon herausfinden, indem du einfach mal systematisch durchgehst, wofür du dich am meisten interessierst, wie du gerne einen freien Tag verbringst, und was deine Hobbys sind. Wichtig ist dabei, dass du nicht nur darauf achtest, was du gut kannst, sondern vor allem darauf, was du am liebsten machst. Viele Berufsberater sprechen hier von den "Lieblingsfähigkeiten".Vor der Frage "Was will ich werden?" steht also erst mal "Was kann ich gut?" und "Was mache ich gern?".

Einstieg Berufswahltest

Mit dem Einstieg Berufswahltest kannst du in 20 Minuten herausfinden, welche Ausbildungen und Studiengänge für dich geeignet sind. zum Einstieg Berufswahltest

Ihre These: Das individuelle Interesse an einem Fach und die eigenen Fähigkeiten sind die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium oder eine gelungene Ausbildung – und helfen dir morgens auch besser aus dem Bett, wenn um sieben der Wecker klingelt.

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2. Schritt: Die Suche nach dem Beruf konkretisieren

Es gilt also herauszufinden, welche Ausbildung oder welche Studiengänge am besten zu deinen Fähigkeiten und  Interessen passen. Oft geben schon die Lieblingsfächer aus der Schule oder Hobbys entscheidende Hinweise, in welche Richtung die Ausbildung gehen sollte. Um die Suche zu konkretisieren, bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten an:

  • Gespräche mit Freunden und Bekannten, die bereits studieren oder schon eine Ausbildung hinter sich haben, klären häufig viele offene Fragen. Führe am besten richtige Interviews mit ihnen und vergleiche nachher kritisch die Antworten.
  • Im Rahmen einer Studien- und Berufsberatung helfen dir Experten dabei, genau den passenden Studiengang bzw. die richtige Ausbildung zu finden. Solch eine Beratung zur Studien- und Berufswahl gibt es direkt an der Uni, bei der Arbeitsagentur oder bei einem privaten Beratungs-Unternehmen.
  • Ein Praktikum oder Nebenjob schlägt die Brücke von der Schule ins Berufsleben. Wer für ein paar Wochen Einblick in den Alltag eines Bankkaufmanns oder einer Chemie-Laborantin gewinnt, kann anschließend mit größerer Sicherheit sagen, ob der Job wirklich etwas für ihn ist und sich so die Berufswahl erleichtern.
  • Beim Besuch von Abiturienten- oder Berufsmessen triffst du auf Vertreter von Hochschulen, Unternehmen, Sprachreise-Veranstaltern und öffentlichen Institutionen, und kannst dich über Ausbildungsmöglichkeiten, Studiengänge, Karrierechancen und Auslandsaufenthalte informieren. Häufig gewährt auch ein umfangreiches Begleitprogramm Einblick in einzelne Berufe und Branchen.
  • Ein Schnupperstudium oder der Besuch einer Hochschule am Tag der offenen Tür helfen dir dabei, Uni-Alltag und einzelne Studiengänge kennenzulernen. Bei so einem Schnupperstudium solltest du versuchen, mit möglichst vielen Studenten zu sprechen.
  • Das Absolvieren eines Vorsemesters bereitet sogar noch intensiver auf Uni oder FH vor als ein Schnupperstudium. So ist es etwa in den Studiengängen Biologie und Medizin möglich, ein "Lern-Halbjahr" vor dem eigentlichen Studienstart zu absolvieren. Danach weiß man sicher, ob das Fach zu einem passt oder ob man seine Berufswahl noch einmal überdenken sollte.
  • Im künstlerischen Bereich helfen Mappen-Vorbereitungskurse dabei, herauszufinden, ob man eine Chance hat, an der Design- oder Kunsthochschule angenommen zu werden. Solche Vorbereitungskurse gibt es an privaten Instituten, aber auch an mancher Volkshochschule.

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3. Schritt: Eine Entscheidung bei der Berufswahl treffen

Hast du alle wesentlichen Informationen eingeholt und überlegt, was du gut kannst und was du willst, so geht es in Richtung Entscheidung. Grundsätzlich solltest du dich bei deiner Berufswahl an dem orientieren, was dir die meiste Freude bereitet. Sich allein danach zu entscheiden, was auf dem Arbeitsmarkt derzeit am gefragtesten ist, ist oft der falsche Ansatz. Denn die Gegebenheiten des Marktes ändern sich so schnell, dass man nie sicher sein kann, ob nach Abschluss des Studiums der Bedarf an Arbeitskräften in der jeweiligen Branche wirklich so groß ist wie erhofft. Ein Tipp für eine bessere Entscheidung: Spiel die Wahl vorher in Gedanken durch und stell dir konkret vor, wie es im jeweiligen Job später sein wird. Ist dein Grundgefühl positiv, dann stimmt der Weg  vermutlich.

Und schließlich gilt: Auch mit einer "falschen" Berufsentscheidung ist nicht alles verloren. Der Weg der Berufsorientierung ist keine Einbahnstraße, sondern eine Entdeckungsreise. Gerade, wenn man schon am Anfang einer Ausbildung merkt, dass sie nicht die richtige ist, fällt es in der Regel leicht, eine Alternative zu finden und seine Berufsorientierung neu auszurichten.

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