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08. September 2016  

Abi – was dann?

Nach dem Abi steht dir die Welt offen

Du hast dein Abi, weißt aber noch nicht genau, was du machen sollst? Oder noch schlimmer: Du hast die Anmeldefrist für deinen Wunschstudienplatz verpasst? Was im ersten Moment furchtbar dramatisch klingt, ist auf den zweiten Blick halb so wild. Es gibt Alternativen für alle, denen der Weg an die Hochschule (noch) nicht geheuer ist oder momentan versperrt bleibt.

Nach dem Abi die Welt entdecken. ©unsplash/DariuszSankowski

Wer im Wintersemester studieren möchte, muss sich bis zum 15. Juli des Jahres beworben haben. Der Termin ist so fest wie Heiligabend. Und genau so überrascht wie man ist, wenn plötzlich der 24.12. ist und man noch keine Geschenke hat, so oft werden Studienanwärter vom Bewerbungsschluss überrascht. Der Sommer verstreicht und man verpasst die Frist aus Unentschlossenheit oder Unwissenheit. Was folgt sind besorgte Eltern, Vorwürfe und schließlich Selbstzweifel. Doch keine Sorge, die Reaktionen sind meist von kurzer Dauer und auch sonst ist alles halb so schlimm. Immerhin hast du Zeit gewonnen. Mindestens ein halbes Jahr, denn viele Bachelor-Studiengänge fangen sowieso erst im Sommersemester an. Oder sogar ein ganzes Jahr bis zum nächsten Wintersemester und dann bist du besser auf den 15.7 vorbereitet.

Die Welt sehen und dabei Geld verdienen

Work&Travel ist so beliebt wie nie. Egal ob du auf einer Farm in Neuseeland jobbst, den Animateur auf einer Ferieninsel spielst oder in einer Surfschule am Atlantik aushilfst, du verdienst Geld und siehst etwas von der Welt.

Selbstverwirklichungstrips

Pauschalreisen sind für dich in etwa so interessant wie die Neuverfilmung von Effi Briest? Du möchtest fern ab vom Mainstream reisen, um deiner Individualität Ausdruck zu verleihen? Zugegebener Maßen ist man als Rucksacktourist in Thailand nicht mehr alleine und als Einsiedler im Wald lebt es sich auch nicht gerade angenehm. Aber du hast es in der Hand. Mach das, worauf du Lust hast. An diese Trips wirst du dich auch noch Jahre später erinnern. An Nachmittage auf dem Sofa mit Netflix eher nicht.

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Probieren geht über studieren

Den Spruch haben wir alle und in jeder Lebenslage schon gehört. Doch es stimmt. Jetzt hast du Zeit, um zu testen, was dir wirklich liegt, wo deine Stärken sind und was dir Spaß macht. Wenn du genau weißt, dass du studieren möchtest, bei der Wahl deines Fachs aber noch unsicher bist, dann besuche Infoveranstaltungen, offene Vorlesungen und den Tag der offenen Tür an deiner favorisierten Hochschule. Möchtest du nicht in deiner Heimatstadt studieren, sondern weit weg, dann nutze die Zeit für einen Städtetrip und schaue dir alles genau an. Gibt das Portemonnaie keinen Städtetrip her, kannst du auch Online-Self-Assessment-Tests  der Hochschulen in Anspruch nehmen.

Ausbildung statt Studium

Zurzeit sind so viele Studenten wie noch nie an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Deshalb gibt es viele freie Ausbildungsplätze. Die meisten freien Lehrstellen gibt es laut Handelskammer als Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel, in der Bürokommunikation, als Verkäufer oder Koch. Viele Unternehmen reißen sich nicht nur um gute Haupt- und Realschüler, sondern auch um Abiturienten und bieten allerhand Extras. Wenn du dich ins Zeug legst, dann bewerben sich die Unternehmen fast bei dir und nicht andersherum. Für ein Studium kannst du dich danach immer noch entscheiden.

Freiwilliges Soziales Jahr

Nach 12 Jahren Schule möchtest du weder direkt für das Studium noch für die Ausbildung lernen, deine Zeit aber dennoch sinnvoll nutzen? Beim FSJ bekommst du das richtige Leben mit und engagierst dich gleichzeitig für das Gemeinwohl. Das Rote Kreuz, die Malteser, die Deutsche Sportjugend, Kinder- und Jugend-, Gesundheits- oder Kultureinrichtungen freuen sich über deine Unterstützung. Als Freiwillige(r) erhältst du ein Taschengeld, gegebenenfalls eine Unterkunft und Verpflegung und bist in dieser Zeit versichert.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten nach dem Abi und die Welt steht dir offen. Auch wenn wir dich nicht zum Bummeln animieren wollen, nimm dir die Zeit, die du brauchst und lass dich nicht unter Druck setzen. Lebenserfahrungen sind häufig viel nachhaltiger und prägender als zwei Semester an der Uni.

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Schlagworte:
 
AbiturStudiumAusbildungWork&Travel

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