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11. März 2013  

Hilfreiche Tipps vom Lerncoach Hanna Hardeland

Damit es mit dem Lernen besser klappt

Häufig müssen sich Schüler zum Lernen aufraffen oder sie sind mit ihren Noten unzufrieden und frustriert. "Das muss nicht sein", sagt Lerncoach Hanna Hardeland und gibt hilfreiche Tipps, damit das Lernen wieder mehr Spaß macht und effektiver wird.
Lerncoach Hanna Hardeland

Weiß, wie man den Motor im Hirn anwirft: Lerncoach Hanna Hardeland hat für Schüler und Studenten hilfreiche Tipps fürs Lernen auf Lager. © privat

1. Farbige Lernskizzen erstellen!

Das Gehirn kann sich Abbildungen, Zeichnungen und Übersichten z.B. als Mindmap, Zeitstrahl, Diagramm, Comic, Zeichnung oder Schaubild sehr viel besser einprägen, als wenn einfach nur ein Lernzettel geschrieben wird und die Aufzeichnungen auswendig gelernt werden. Wenn sich die Schüler den Lernstoff oder die Inhalte aus dem Unterricht bzw. der Vorlesung bildlich vorstellen und davon eine Lernskizze anfertigen, kann er besser verstanden werden, die Inhalte prägen sich besser ein und man erinnert sich besser an sie. Noch besser ist es, wenn die Skizzen und Übersichten außerdem farbig gestaltet werden und Bilder oder Symbole hinzugefügt werden. Solche Übersichten können ganz einfach mit dem Computer erstellt werden. Ein kostenfreies Mindmap-Programm ist zum Beispiel Freemind, das man ganz einfach im Internet finden kann.

Wichtig: In die Lernskizzen gehören wirklich nur die wichtigsten Begriffe. Es sollen keine Romane geschrieben werden! Die individuellen Lernskizzen können dann für das regelmäßige Wiederholen und Einprägen optimal genutzt werden.


2. Die Zeit richtig planen!

Viele Schüler, Studenten oder Azubis lernen auf den letzten Drücker. Dann kommt’s zu Lernstress und Hektik, denn man will sich alles auf einmal und durch stunden- oder nächtelanges Büffeln drauf schaffen. Leider ist dieses Vorgehen (langfristig) nicht wirklich erfolgreich, weil Körper und Gehirn zu sehr unter Stress stehen. Außerdem kann sich das Gehirn (genau genommen das Arbeitsgedächtnis) nicht zu viele Dinge auf einmal merken. 

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Besser ist es deshalb, einen eigenen Lern- bzw. Zeitplan anzufertigen. Eine Vorlage findet man im Internet zum Beispiel auf der Seite zum Lernplan bei Hanna Hardeland. Auch freie Lerntage oder reine Wiederholungstage sollten Schüler und Studenten einplanen, denn so kann sich das Gelernte auch wirklich im Langzeitgedächtnis verankern. Außerdem sollten sie sich regelmäßige Lernpausen gönnen: Nach 90 Minuten intensiver Lernzeit empfiehlt sich eine Lernpause von mindesten 30 Minuten. Das Gehirn braucht dann Sauerstoff, vielleicht etwas Bewegung und Erholung. Danach kann man wieder viel konzentrierter durchstarten. Man merkt sofort, dass man auf diese Art motivierter, erfolgreicher und stressfreier lernt!

3. Das Gehirn aktivieren!

Das Gehirn lernt grundsätzlich nur, wenn es aktiv ist. Das heißt es muss beim Lernen angestrengt und zum Nachdenken aktiviert werden. Wenn Schüler also einen Merkzettel passiv erstellen, etwa indem sie einfach die Inhalte aus einem Buch oder dem Hefter abschreiben, wird das Gehirn nicht ausreichend gefordert. Es ist auch zu passiv, wenn nur Ordner durchgeblättert werden. Der Lernstoff sollte deshalb mit Leben gefüllt werden, außerdem sollten Schüler unbedingt eigene Worte verwenden. So wird der Lernstoff besser verstanden.
Es empfiehlt sich, Lerninhalte auf das Wesentliche zu reduzieren, Übersichten zu erstellen (siehe 1.) und den Lernstoff mit Leben zu füllen. Dazu können Schüler z. B. an vorhandenes Vorwissen anknüpfen: Wann ist mir das Thema schon mal begegnet? In welchem Unterrichtsfach oder Seminar? Zusätzlich ist es hilfreich fürs Lernen, wenn man zu dem Thema Beispiele aus dem Alltag findet: Wozu brauche ich den Lernstoff/das Thema? Wo begegnet mir das Thema? Was nützt es im Alltag? Warum muss ich das überhaupt wissen – außer für meinen Lehrer/Dozent :-)?

Lernen findet ständig und permanent statt. Schon aktives Zuhören im Unterricht oder in der Vorlesung spart Lernzeit. Diese drei Lerntipps ersetzen mit Sicherheit nicht das Lernen an sich – es geht darum die größte und leistungsfähigste Lernmaschine überhaupt in Gang zu setzen, ohne die Lernen nicht funktioniert: das Gehirn!

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