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17. August 2015  

Soziales Engagement in Hochschulgruppen

Einsatz für eine gute Sache zeigen

Das Uni-Leben besteht nicht nur aus Referaten und Klausuren, sondern ist die ideale Zeit im Leben, um dich sozial zu engagieren. Ein paar der vielen Einsatzmöglichkeiten stellen wir dir vor.
Soziales Engagement In Hochschulgruppen

Viele Hochschulgruppen protestieren gegen gesellschaftliche Missstände.

Viele angehende Studenten nehmen sich direkt nach dem Abitur Zeit, sich vor Ort oder im Ausland für einen guten Zweck zu engagieren. In Form eines Freiwilligendienstes kannst du beispielsweise im Kinderheim oder in einer gemeinnützigen Organisation arbeiten. Es gibt aber auch an der Hochschule viele Möglichkeiten, dich neben dem Studium positiv einzubringen und Probleme in der Gesellschaft aktiv zu bekämpfen. Klassische Institutionen sind die Fachschaft und das Studierendenparlament, wo du dich um die Belange deiner Mitstudierenden kümmerst und direkten Einfluss auf die Hochschulpolitik übst. Darüber hinaus gibt es an allen Hochschulen Initiativen, die sich einer bestimmten Thematik wie Bildungsgerechtigkeit oder einer umweltfreundlicheren Hochschule widmen.

Warum ist Engagement an der Uni sinnvoll?

Die Uni ist der ideale Ort für dich, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, denn später im Job bleibt dazu meist wenig Zeit. Deshalb kannst du dein Studium nutzen, um dich für gesellschaftlich relevante Themen einzusetzen und Menschen, Tieren oder Pflanzen zu helfen, die Hilfe benötigen. Und egal in welchem Studiengang du eingeschrieben bist - es ist außerdem eine super Chance, schon ein bisschen berufliche Erfahrung zu sammeln. Darüber hinaus macht sich ein Ehrenamt im Lebenslauf immer gut, denn es zeigt dem Personaler, dass du an der Gesellschaft interessiert und dazu bereit bist, freiwillig Zeit zu investieren. Eine langjährige Tätigkeit neben dem Studium weist auf Durchhaltevermögen hin.

Was machen die Fachschaft und das Studierendenparlament?

Eine erste Anlaufstelle für engagierte Studenten ist die Fachschaft ihres Studiengangs. Der Name "Fachschaft" ist eine Kurzform von Fachschaftsrat. Er vertritt die Studenten und kümmert sich um Belange aller Art. Fachschaftler beantworten Studieninteressierten beispielsweise Fragen rund ums Studium und organisieren traditionell die Orientierungsveranstaltungen für Erstsemester.

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So hast du dank der Fachschaft bei der ersten Kneipentour schon Gelegenheit, deine Kommilitonen und deine neue Stadt kennenzulernen. Die Fachschaftsmitglieder gestalten aber auch die Lehre an der Hochschule mit, indem sie zum Beispiel die Professoren und Lehrveranstaltungen bewerten und Verbesserungen anregen.

Wenn du das Uni-Leben auf einer höheren Ebene mitgestalten willst, kannst du dich auch ins Studierendenparlament (StuPa) wählen lassen. Die Fraktionen im Parlament bestehen aus verschiedenen politischen Hochschulgruppen. Innerhalb der Hochschule arbeiten die Mitglieder des Parlaments in den verschiedensten Gremien: So gibt es etwa ein Referat Finanzen, das mitentscheidet, wofür in der Uni Geld ausgegeben wird. Es wird diskutiert, welcher Hörsaal dringend neue Stühle braucht oder ob die Mensa länger geöffnet werden sollte. Andere Referate haben sich vorgenommen, die Uni umweltschonender zu gestalten oder die Gleichberechtigung zu fördern.

Wo kann ich mich noch engagieren?

Große Non-Profit-Organisationen wie Greenpeace, Amnesty International oder Unicef haben an zahlreichen deutschen Universitäten Ableger und suchen ständig neue Mitglieder. Gemeinsam mit anderen informierst du an Info-Ständen, mit Flyern und durch Vortragsreihen über Missstände in der Welt und sammelst bei Hochschulveranstaltungen Spenden. Als Teil eines großen Netzwerkes kannst du auch an den wirklich großen Problemen mitarbeiten: Regenwaldaufforstung, Menschenrechte oder Schul- und Brückenbau in armen Regionen der Welt stehen zum Beispiel auf deiner Weltrettungsagenda. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Projekte der großen NGOs oft langjährig angelegt sind und du persönlich nur einer von vielen Mitstreitern bist.

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Etwas anders organisiert sind deutschlandweite Studentenorganisationen. Hier werden so gut wie alle Positionen von Studenten besetzt, du kannst dich also vielfältig und je nach Interesse als Kassenwart, Pressesprecher oder Veranstaltungsmanager versuchen. Die Organisation Rock Your Life! engagiert sich zum Beispiel an über 40 Standorten lokal für Bildungsgerechtigkeit. Als Student begleitest du hier zwei Jahre einen Hauptschüler in seinen letzten beiden Schuljahren und unterstützt ihn bei der Schule, der Berufswahl und den alltäglichen Problemen eines Heranwachsenden. Es geht bei deinem Einsatz nicht um kostenlose Nachhilfe, sondern vielmehr darum, einem jungen Menschen aus einem sozial schwachen Umfeld zu helfen, seinen Weg zu finden und seine Talente zu erkennen und zu nutzen. Ein Vorteil solcher Programme ist, dass du als Student nicht nur hilfst, sondern auch selbst jede Menge in Sachen Sozialkompetenz und eigene Potenziale lernen kannst.

Thema: Flüchtlinge

In den letzten Jahren geht der Trend bei den Hochschulgruppen eher zu kleineren Initiativen mit kurzfristigeren Zielen. Aktuell sind die vielen Flüchtlinge in Europa ein großes Thema in gesellschaftlichen Diskussionen. Schon lange steht fest, dass der Staat bei der Aufnahme der vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern auf Hilfe von engagierten Bürgern angewiesen ist. Schon jetzt gibt es zahlreiche unterschiedliche Ansätze, wie Studenten Flüchtlingen direkt in ihrer Stadt helfen. Neben Sachspenden organisieren studentische Initiativen Buddy-Programme, WGs oder Jobbörsen. Die Aktionsgruppe Grenzenlos in Bewegung - SpoHo aktiv der Sporthochschule Köln organisiert zum Beispiel vielfältige Sportangebote für Kinder und Erwachsene, die zurzeit in Flüchtlingsheimen leben.

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