Home
19. Juni 2015  

Barkeeper werden

Shake it, baby!

Benji Stroheker kennt sich als Barkeeper mit Cocktails, Longdrinks und anderen Getränken bestens aus. Wir wollten mehr über den 29-Jährigen und seinen Job wissen.
Barkeeper werden

Benji Stroheker hat eine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht und sich später als Barkeeper spezialisiert.

Hallo Benji, du arbeitest unter anderem als Barkeeper. Ist das eigentlich ein "richtiger" Beruf, den man erlernen kann?

Barkeeper ist zwar ein anerkannter Job, aber kein Ausbildungsberuf. In der Regel macht man erst eine Ausbildung zum Restaurant- oder Hotelfachmann. Danach kann man sich entweder das Wissen durch die Arbeit in Bars aneignen oder an eine Barschule gehen, um anschließend die IHK-Prüfung zum staatlich geprüften Barmixer abzulegen.

Welche Drinks magst und mixt du besonders gerne?

Am besten gefallen mir klassische und einfache Drinks wie zum Beispiel Gin Tonic. Man hat nur zwei oder drei Zutaten und muss diese perfekt mischen. Wenn ich mir einen Cocktail mixen müsste, würde ich entweder einen Manhattan oder einen Negroni auswählen. Ich mag einfach nichts Süßes.

Wolltest du schon immer werden, was du heute bist?


Ich hatte immer schon Spaß am Umgang mit Menschen. Eine Zeit lang habe ich mich deswegen auch für Psychologie interessiert. Aber mich mit Patienten einfach nur in ein Zimmer zu setzen, wäre mir zu langweilig gewesen. Dann war ich auf einem Wirtschaftsgymnasium, wollte Abi machen und BWL studieren. Kurz vorm Abschluss bin ich allerdings von der Schule gegangen.

Warum?

Schon während der Schulzeit habe ich als Aushilfe in einem spanischen Restaurant gearbeitet und eine Stelle als Restaurantleiter angenommen. Danach habe ich eine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht, weil ich den Beruf von der Pike auf lernen wollte. Nach mehreren Management-Jobs in Restaurants und der Hotellerie habe ich mich selbstständig gemacht.

Welche Tipps würdest du Schülern geben, die sich für eine Ausbildung als Restaurantfachmann und den Job des Barkeepers interessieren?


Ich empfehle auf jeden Fall ein Praktikum, damit sie sich einen Eindruck von dem Job machen können. Es ist nicht immer einfach, arbeiten zu müssen, wenn die Freunde gerade feiern. Außerdem muss man acht Stunden oder sogar länger stehen. Wichtig ist auch, dass man nicht auf den Mund gefallen ist. Ab und zu gibt es Gäste, die die unmöglichsten Dinge verlangen. Dann muss man mit der nötigen Distanz klarmachen, dass man zwar eine Bedienung, aber kein Diener ist. Und natürlich sind auch Grundkenntnisse in Deutsch, Mathe und vor allem Englisch wichtig.

Gut zu wissen:
Wenn du staatlich geprüfter Barmixer mit IHK-Abschluss werden willst, brauchst du eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gastronomie.

Schlagworte:
 
BarkeeperGastronomieTourismus

Unternehmen stellen sich vor

Mehr zum Thema