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09. Mai 2012  

Branchen-Check Verkehr und Logistik

Planen, steuern, koordinieren

Die Logistik ist eine Wachstumsbranche mit den unterschiedlichsten Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Unser Branchen-Check zeigt, was die Welt der Logistik ausmacht und welche Karrieremöglichkeiten es gibt.
Logistik

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Logistiker planen was das Zeug hält.

Logistiker sorgen dafür, dass die richtigen Güter in der richtigen Menge und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommen. Der Begriff Logistik bezeichnet die gesamte Planung, Steuerung, Koordination, Ausführung und Kontrolle der Ströme von Gütern und Informationen. Wichtige Teilgebiete sind dabei die Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungs- und Verkehrslogistik.
Die Branche boomt, der Globalisierung der Wirtschaft sei Dank. 2,6 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Logistik. Arbeitsplätze finden sie zum Beispiel in der industriellen Produktionsplanung, der Ersatzteilversorgung, dem Schnittstellenmanagement im Handel oder bei Logistik-Dienstleistern.

Ausbildung und Studium in der Logistik
Während einer Ausbildung in der Logistik erfährt man, wie logistische Prozesse funktionieren. Über 25 verschiedene Ausbildungsberufe in Handel, Lager, Umschlag, Schifffahrt und Touristik stehen zur Wahl. Auch für Abiturienten gibt es attraktive Karrieremöglichkeiten, vor allem in kaufmännischen Berufen - zum Beispiel als Industrie-, Speditions- oder Großhandelskaufmann.

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 Speditionskaufleute lernen in ihrer dreijährigen Ausbildung zum Beispiel, wie man den Güterverkehr organisiert, mit welchen Verkehrsmitteln die Waren verschickt und welche Lade-, Entlade- und Umschlaggeräte dabei eingesetzt werden. Sie bearbeiten aber auch Schadensmeldungen und vermitteln Frachtversicherungen. 

Wer nach der Ausbildung noch höher hinaus will, kann sich anschließend zum Betriebswirt fortbilden. Apropos: Das klassische Studienfach für eine berufliche Karriere in der Logistik ist die Betriebswirtschaftslehre. Oft kann ein BWL-Studium mit einem Logistik-Schwerpunkt kombiniert werden. Auch ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens beinhaltet an vielen Hochschulen Logistik-Inhalte.

Hoch hinaus: Luftfahrt
Wer hoch hinaus will, findet im Bereich Luftverkehr die passende Beschäftigung. Abiturienten können zum Beispiel als Verkehrsflugzeugführer bei einer Passagier-Airline oder einem Logistik-Unternehmen eine Anstellung über den Wolken ergattern. Doch Vorsicht: Der Weg dorthin ist steinig, und die Auswahlkriterien oft sehr streng. Eine interessante Alternative bietet die schulische Ausbildung zum Fluglotsen. Dieser überwacht im Kontrollzentrum des Flughafens den Luftraum und dafür sorgt, dass sich die 8.000 Flugzeuge, die Deutschland täglich überfliegen, nicht gegenseitig in die Quere kommen - eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe also, die viel Konzentration erfordert. Die Lehrgänge zum Fluglotsen werden von der Akademie für Flugsicherung in Langen bei Frankfurt am Main durchgeführt.

Wasser, Schiene, Straße
Bodenständigere Logistiker suchen sich stattdessen auf dem Wasser, der Straße oder der Schiene einen Job. Denn auch Berufe wie Schiffsoffizier, Verkehrsingenieur, Schifffahrtskaufmann, Fachkraft für Hafenlogistik, Hafenschiffer, Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen bieten viel Abwechslung und einen Hauch von großer weiter Welt. Gerade eine nautische Karriere bietet beste Zukunftsperspektiven: 98 Prozent des Welthandelsvolumens werden auf der See transportiert, und die Zahl der Schiffe wächst ständig. Zudem verabschiedet sich die Hälfte aller Schiffsoffiziere innerhalb der nächsten 15 Jahre in die Rente. Wer sich für ein Berufsleben an Bord eines Schiffes entscheidet, hat übrigens später dennoch genügend Möglichkeiten, auch an Land eingesetzt zu werden: Erfahrene Kapitäne und Leiter der Maschinenanlagen werden zum Beispiel in den Inspektionen der Reedereien, bei den Lotsen, Versicherungen oder Behörden angestellt.Wenn du dich für einen Job im Berufsfeld Logistik interessierst, solltest du in jedem Fall Organisationstalent mitbringen, mindestens eine Fremdsprache sprechen und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Wichtig ist auch die Dienstleistungsbereitschaft, denn nicht immer ist schon nach acht Stunden Arbeit Feierabend angesagt. Erfüllst du aber die nötigen Anforderungen, steht dir als Logistiker die ganze Welt offen, denn gegen eine Karriere im Ausland spricht wenig.

www.logistik-berufe.de
www.berufswelt-logistik.de
www.gate4logistics.de
www.logistik-studium.de
www.berufsbildung-see.de
www.vdr-online.de
www.vdv-karriere.de
www.dfs.de

Schlagworte:
 
LogistikTransportVerkehr

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