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17. Februar 2010  

Branchen-Check Schifffahrt

Auf großer Fahrt

Schifffahrt hat heute nur noch wenig mit traditioneller Seefahrer-Romantik zu tun. Unser Branchen-Check zeigt, was in der Schifffahrt heutzutage tatsächlich passiert und welche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten es gibt.

Die Seeschifffahrt war naturgermäß schon immer ein ausgesprochen internationales Geschäft. Auch heute transportiert man durch sie Güter zwischen Kontinenten und Ländern so effizient und ökologisch hin und her wie durch keinen anderen Verkehrsträger.

Perspektiven und Prognosen
Die deutsche Seeschifffahrt hat in den vergangenen Jahren einen starken Aufschwung genommen, wurde jedoch dann von der Wirtschaftskrise voll erwischt: Da weltweit weniger Güter umgeschlagen werden, lagen in den Häfen die Schiffe fest, Hafen- und Reederei-Mitarbeiter klagten über zu wenig Beschäftigung, viele verloren ihren Arbeitsplatz. Die Misere spiegelte sich auch am Ausbildungsmarkt wider. Doch mittlerweile schreiben die größten europäischen Linienreeder wie Maersk, CMA CGM oder Hapag-Lloyd schon wieder schwarze Zahlen, der weltweite Warenaustausch zieht nach Ende der Konjunkturkrise schneller wieder an als erhofft.

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Beispiel Ausbildung: Schiffsmechaniker
Die Schwerpunkte der Ausbildung zum Schiffsmechaniker liegen in der Technik und der Metallbearbeitung. Doch auch seemännische Fertigkeiten und Kenntnisse gehören zum Handwerkszeug, dass die angehenden Schiffsmechaniker vermittelt bekommen. 

Beispiel-Studium: Nautischer Schiffsoffizier (Kapitän)
Der Kapitän trägt als Leiter des gesamten Schiffsbetriebs die Verantwortung dafür, dass dieser sicher, wirtschaftlich, umweltschonend und in Übereinstimmung mit nationalen und internationalen Vorschriften und Gesetzen funktioniert. Nautische Wachoffiziere, die ihre Ausbildung an der Fachhochschule oder Fachschule für Nautik absolvieren, können erst nach einer Erfahrungsseefahrtzeit von zwölf Monaten das Befähigungszeugnis "Erster Offizier" erhalten. Nach weiteren zwölf Monaten erhält man das Befähigungszeugnis zum "Kapitän".

Beispiel-Studium: Schiffbau und maritime Technik
Ingenieure des "Schiffbaus und der maritimen Technik" beschäftigen sich unter anderem mit Schiffsentwurf, Konstruktion, Hydromechanik, Schiffsmaschinentechnik, Schiffseinrichtung und -ausrüstung sowie Fertigung und Werftbetrieb. Die Ingenieure benötigen dabei eine breite Basis natur- und technikwissenschaftlicher Grundlagen, auch Phantasie, Intuition und kreatives Vorstellungsvermögen sind wichtige Voraussetzungen.Darüber hinaus müssen sie bei ihrer Arbeit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Kosten und Zeitaufwand berücksichtigen.

www.reederverband.de

www.hafenkarriere.de

Schlagworte:
 
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