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09. Mai 2008  

Branchen-Check Tourismus

Arbeiten im Urlaubsparadies

Du möchtest dort arbeiten, wo andere Urlaub machen? In der Tourismusbranche ist das möglich. Serviceorientierung ist hier das A und O, die Karrierewege sind vielfältig und international, Als Sprungbrett dienen sowohl Ausbildungen als auch Studiengänge.

Weltweit gilt die Tourismusindustrie als größter Arbeitgeber, die Arbeitslosigkeit im Bereich Tourismus / Hotel- und Gaststättenwesen ist zudem vergleichsweise gering. Gerade in Wachstumsmärkten wie China oder Indien boomt das Gewerbe, und auch in Deutschland ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig: 2011 setzte die Branche laut dem Deutschem Tourismusverband 277 Milliarden Euro um. Wer hier einsteigen will, setzt also auf eine Zukunftsbranche. Die Tätigkeitsfelder im Tourismus gliedern sich in den kaufmännisch-wirtschaftlichen, den reiseorganisatorischen und den sport-lich-touristischen Bereich. Arbeitgeber sind zum Beispiel Airlines, Reiseveranstalter, Reisebüros, Hotels und Gastronomiebetriebe, Kur- und Verkehrsämter, Freizeitparks, Stadtmarketing-Gesellschaften sowie Reisebus- und Mietwagen-Unternehmen.

Egal, ob du dich für einen Beruf in der Tourismusbranche oder im Hotel- und Gaststättenwesen interessierst: Der Umgang mit Menschen sollte dir besonders liegen. Auch Teamfähigkeit, Dienstleistungsorientierung sowie gute Fremdsprachenkenntnisse sind unverzichtbare persönliche Voraussetzungen.
 
Per Ausbildung in die Tourismus-Branche

Die meisten Tourismus-Berufe sind über eine betriebliche oder schulische Ausbildung zu erreichen. Das gilt auch für Reiseverkehrskaufleute. Ihre Aufgabe ist es, Reisen zu organisieren und zu vermitteln. Im Reisebüro beraten und informieren sie ihre Kunden über Reiseziele und -verbindungen. Für Reiseveranstalter stellen sie Pauschalurlaube und andere Komplettangebote zusammen.
Hotelfachleute hingegen durchlaufen im Rahmen ihrer Ausbildung sämtliche Abteilungen innerhalb eines Hotels und können daher später vielfältig eingesetzt werden: Sie richten Zimmer her, bedienen im Restaurant, arbeiten als Concierges oder im Zimmerservice, nehmen an der Rezeption Buchungen entgegen oder kümmern sich in der Verwaltung um die Buchhaltung. Im Zentrum ihres Handelns steht immer die Zufriedenheit des Gastes.
Diese steht auch im Fokus der Veranstaltungskaufleute. Sie konzipieren und organisieren Veranstaltungen – zum Beispiel das Unterhaltungsprogramm in einer Ferienanlage oder auf einem Kreuzfahrtschiff – und sorgen für deren reibungslosen Ablauf. Sie kalkulieren die Kosten und übernehmen alle kaufmännischen Aufgaben rund um die Planung, Durchführung und Nachbereitung. Speziell auf die Gastronomie zugeschnitten ist der Ausbildungsberuf des Restaurantfachmanns, der die Gäste bei der Auswahl von Speisen und Getränken berät, serviert und kassiert, aber auch größere Veranstaltungen vorbereitet.
Kreativität und Organisationsgeschick benötigen Köche für ihre Arbeit: Sie bereiten von der Vorspeise bis zum Dessert nicht nur die unterschiedlichsten Gerichte zu, sondern organi-sieren zugleich auch die Abläufe in der Küche, stellen Menüs zusammen, kaufen Zutaten ein und lagern diese fachgerecht. 

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Für eine leitende Position im Tourismus, beispielsweise als Manager eines Hotels, braucht es Fachwissen und Führungskompetenz – und vor allem ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Tourismusmanagement-Studiengänge bieten inzwischen staatliche  Fachhochschulen wie die Hochschule Bremen, die FH Braunschweig und die Hochschule Harz an. Ins Studium fließen dort viele wirtschaftswissenschaftliche Elemente ein, zum Beispiel Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsrecht. An die Tourismusbranche werden die Studenten durch Fächer wie touristische Unternehmensfüh-rung, Tourismusmarketing oder Marktforschung herangeführt. Allerdings sollte man sich klar machen, dass man sich als Tourismusmanager auf einen Schreibtischjob einlässt – wenn auch flexibel ist, in welchem Land dieser steht. Der Beruf hat viel mit Or-ganisation zu tun: Angebote kalkulieren, Qualitätskontrollen überwachen oder mit Vertriebspartnern neue Reiseziele erschließen – all das gehört zu den Aufgaben eines Tourismus-Managers.

Viele Tourismus-Studiengänge werden auch von privaten Hochschulen angeboten, dort sind allerdings hohe Studiengebühren Gang und Gäbe. Einen besonders guten Ruf genießen die Hotelfachschulen in der Schweiz.

Links:
www.dehoga-bundesverband.de
www.tourismus-studieren.de
www.web-tourismus.de
www.veranstaltungskaufleute.de
www.big-ausbildung.de
www.hotelfach.de
www.hotelcareer.de
www.hotel-intern.de
www.drv.de

Schlagworte:
 
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