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17. Februar 2010  

Branchen-Check Nahrung und Genuss

Arbeit mit Lebensmitteln

Essen muss jeder, und so ist ein Job in der Lebensmittelbranche eine sichere Sache. Gerade die Industrie braucht technisch und naturwissenschaftlich versierte Mitarbeiter, um auf dem internationalen Markt zu bestehen. Lest im Branchen-Check mehr über Ausbildungs- und Studienwege.

Branchenporträt

Die Ernährungsindustrie ist mit 5.800 Betrieben 535.000 Beschäftigten in 2009 eine der größten Branchen in Deutschland (Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie). Forschung und Innovation spielen eine große Rolle, muss sich die Branche doch ständig neu an den Kundenwünschen orientieren, wenn sie am Markt bestehen will.

 

Perspektiven und Prognosen

Vor allem in den gewerblich technischen Berufen hat die Zahl der Auszubildenden überproportional zugenommen. Fast die Hälfte aller Azubis der Branche absolviert eine Ausbildung als Fachkraft für Lebensmitteltechnik: Rund 2.000 Azubis werden in diesem noch relativ jungen Berufsbild ausgebildet.

 

Beispiel Ausbildung: Fachkraft für Lebensmitteltechnik

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik arbeiten in Betrieben der Lebensmittelindustrie. Sie sind in der Fisch-, Fleisch- oder Obst- und Gemüseverarbeitung beschäftigt. Ebenso sind sie in industriellen Großbäckereien und Molkereibetrieben, in der industriellen Herstellung von Zuckerwaren oder Babynahrung sowie in Kaffeeröstereien tätig. Zur Arbeit der Fachkraft für Lebensmitteltechnik gehören der Umgang mit Waren und Maschinen, sowie Verpackungs- und Prüftätigkeiten.

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Weitere Ausbildungsberufe:

Bäcker, Konditor, Fleischer, Fachverkäufer, Koch, Fachkraft für Fruchtsafttechnik, Fachkraft für Süßwarentechnik, Brauer (alle betrieblich), Biologisch-technischer Assistent, Diätassistent, Lebensmitteltechnischer Assistent, Haushalts- und Ernährungswissenschaftler (alle schulisch)

 

Beispiel Studium: Lebensmitteltechnologie

Lebensmitteltechnologen sind für die Entwicklung von Lebensmittelprodukten sowie für Zutaten und Hilfsstoffe zuständig. Dabei setzen sie ihre biologisch-chemischen Kenntnisse über die Veränderungen der Inhaltsstoffe und ihr verfahrenstechnisches Wissen ein. Das Studium kombiniert naturwissenschaftliches Grundwissen mit lebensmittelspezifischen, ernährungsphysiologischen, technischen, ökologischen, und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Ergänzend werden ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse in Verfahrenstechnik, Maschinen- und Apparatebau, Prozessautomation und Biotechnologie vermittelt.

Lebensmitteltechnologie kann man beispielsweise an der HS Ostwestfalen-Lippe mit Schwerpunkten auf Getränketechnologie, Fleischtechnologie oder Back- und Süßwarentechnologie studieren. Weitere Bachelor-Studiengänge gibt es etwa an der FH Weihenstephan, der HS Neubrandenburg, der FH Trier und der TU Berlin. Die FH Hannover bietet den Studiengang mit Schwerpunkt auf Milchwirtschaft an.

 

Beispiel Studium: Brauereiwesen und Getränketechnologie

Wer den Studiengang Brauereiwesen und Getränketechnologie studiert, lernt Abläufe der Produktion und Qualitätssicherung zu organisieren, die Prozesse der Getränkeherstellung verfahrenstechnisch, technologisch, biologisch und biochemisch zu verstehen und zu überwachen sowie die allgemeine Betriebstechnik und die Abfüll- und Verpackungstechnik zu beherrschen. Außerdem sollte man Bier schon mögen, denn auch die Verkostung gehört zum Qualitätsmanagement dazu. "Brauereiwesen und Getränketechnologie" kann man beispielsweise an der TU München und der TU Berlin studieren. Wer lieber Wein als Bier trinkt, kann sich im Studium auch darauf spezialisieren, zum Beispiel an der HS RheinMain mit dem Bachelor-Studiengang "Weinbau und Getränketechnologie".

 

Beispiel Studium: Ernährungswissenschaften/ Oecotrophologie

Die Ernährungswissenschaften befassen sich mit den physiologischen, ökonomischen und technologischen Grundlagen einer gesunden Ernährung, die uns leistungsfähig macht. Naturwissenschaften machen einen großen Teil des Fachs aus, es geht aber weniger um technisches Verständnis, als um genaue Kenntnisse rund um die Ernährung. Den Zusammenschluss von Haushalts- und Ernährungswissenschaften bezeichnet man als "Oecotrophologie", so dass viele ernährungswissenschaftliche Studiengänge unter dieser Bezeichnung angeboten werden. Bachelor-Studiengänge gibt es unter anderem an der Uni Bonn, der HS Niederrhein, der FH Münster, der HS Fulda, der Uni Hohenheim, der TU München und der Uni Gießen.

 

Links

www.lebensmittelstudium.de

www.bve-online.de

www.ang-online.de

Schlagworte:
 
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