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21. Juli 2010  

Kameramann

Uuuund: Action!

Kameraleute beeinflussen über die Art der Kameraführung die Stimmung, Aussage und die ästhetische Wirkung eines Streifens. Doch geht es um Reportagen und Außendrehs, kann der Traumjob auch ganz schön schweißtreibend sein.

Ob beim Spielfilm, im Show-Studio oder bei Dokumentarfilmen - die Zuschauer am Bildschirm erleben die Szene durch den Blickwinkel eines Kameramanns. Gute Augen und "ein Blick für Bilder" sind also bei Kameramännern gefragt, außerdem künstlerisches Talent um Szenen wirkungsvoll umzusetzen. Auch ein besonderes Interesse für die Filmtechnik ist natürlich erforderlich. Hilfreich für den möglichen Einsatz bei einer großen Filmproduktion ist ein künstlerisch-theoretischer Hintergrund in Form eines Studiums, z.B. der Theaterwissenschaften, Literatur oder Kunst. 

 

Absolutes Muss für Kameraleute: Körperliche Fitness  

Doch bevor es richtig losgeht, müssen angehende Kameramänner erst einmal lange assistieren. Außerdem müssen sie mit außergewöhnlichen Arbeitszeiten leben können und teamfähig sein.

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Absolutes Muss: Körperliche Fitness, denn manchmal muss man ein bis zu 13 Kilogramm schweres Equipment stundenlang auf der Schulter tragen. Zwischen den Kameraleuten und der Regie sind Abstimmungen über die Intention und die Wirkung der einzelnen Szenen erforderlich - entsprechend werden kameratechnische Mittel ausgewählt und eingesetzt. Viel Talent für den Job und jahrelange praktische Erfahrungen als Kamera-Assistent eröffnen Chancen in diesem begehrten Beruf. 

 

Über die Art der Kameraführung die Stimmung gestalten 

Kameraleute arbeiten mit ihrem Produktionsteam (Regie, Kamera-Assistenten, den Tontechnikern, Schauspielern und Maskenbildnern) an filmischen Szenen. Wie gearbeitet wird, kommt aufs genre an, ob Szenischer Film, TV-Serienformat, Dokumentarfilm, Animation, Wirtschafts- & Wissenschaftsfilm oder Werbefilm. Die Kameraleute sind für die visuelle, filmische Umsetzung einer Geschichte oder eines Geschehnisses verantwortlich. 

Über die Art der Kameraführung und mit der Lichtsetzung gestalten sie die Stimmung, die Aussage und die ästhetische Wirkung eines Streifens. Vor dem Dreh eines Filmes lesen sie das Drehbuch und klären mit dem der Regisseur Fragen zur Autorenintention, zur Ausstattung, zum Drehort, zur Farbgestaltung und zu den Schauplätzen und Schauspielern. Entsprechend koordinieren (Chef-)Kameraleute das Kamerateam und setzen ihr Konzept und ihre Vision von einer Szene technisch um. 

Basis für die Auswahl der geeigneten Technik ist ihre Kenntnis der verschiedenen Kameratypen, Objektive und Lichtausrüstungen. Letztendlich hängt der Erfolg des gesamten Films bzw. des gesamten Filmteams maßgeblich von der künstlerischen und technischen Leistung des Chefkameramannes und seines/ihres Teams ab. Bei Außendreharbeiten kümmern Kameraleute sich auch um die Kamera- und Ausrüstungsausleihe vor Ort. 

Bei der so genannten elektronischen Berichterstattung nehmen Kameraleute (auch EB-Kameraleute genannt) aktuelle Themen z.B. für Sport- oder Nachrichtensendungen live auf. Sie halten ihr Wissen auf dem neuesten technischen Stand - z.B. gehört die digitalen Film- bzw. Kameratechnik heute zum Handwerkszeug von Kameraleuten. Nach den Dreharbeiten arbeiten sie oft noch bei der Auswahl der Einstellungen in den Filmschneideräumen mit.

 

Zukunftschancen 

Möglich ist eine Festanstellung bei Rundfunk- und Fernsehsendern oder bei privaten Produktionsgesellschaften. Häufiger jedoch ist die freie Erwerbstätigkeit - nach erfolgreicher Zusammenarbeit erhalten Kameraleute bei ihren Arbeitgebern oft arbeitsrechtliche Zusicherungen. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es zum Chef-Kameramann bei Produktionen oder einfach dadurch, dass man sich einen Namen macht und von bekannten Regisseuren bei Produktionen beschäftigt wird. Über Fortbildungsseminare kann man sich z.B. in den Bereichen Licht-, Fernseh- und Video- sowie Medientechnik und Multimedia weiterqualifizieren.

Eine Lehre als Fotograf oder Mediengestalter Bild und Tod ist eine gute Basis für angehende Kameraleute. Im Anschluss daran sollte man sich bei Film- und Fernsehen als Materialassistent, dann als Kamera-Assistent und später als Kameraschwenker(Operator) schulen lassen. Erst nach diesen Erfahrungen ist eine Bewerbung als Kameramann sinnvoll, jedoch gibt es immer noch Quereinsteiger, die sich ihr Wissen selbst aneignen und trotzdem erfolgreich sind.

 

Viele Wege, um Kameramann zu werden: Studium oder Ausbildung 

Ein anderer Weg zum Beruf ist die vierjährige Fachschulausbildung an einer Film- und Fernsehakademie. An diese Ausbildung kann man ein ein- bis zweijähriges Volontariat bei einer Film- und Fernsehanstalt anschließen. Empfehlenswert für künstlerisch besonders ambitionierte angehende Kameraleute ist ein Studium zum Diplom-Kameramann, das man direkt nach dem Abitur, im Anschluss an eine Lehre im Medienbereich oder nach der Ausbildung an einer Akademie absolvieren kann. Zusätzliche Möglichkeiten zur Ausbildung an der Kamera bietet der Studiengang Film und Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg mit Inhalten aus den Bereichen Drehbuch, Regie, Filmgestaltung und Digitale Bildgestaltung.

Schlagworte:
 
KameramannFilmTontechnik

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