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27. August 2015  

Berufseinstieg nach dem Jura-Studium

Jeder Zweite träumt vom Staatsdienst

Für die LTO Young Professionals Survey 2015 wurden rund 3.000 Referendare, Studenten und Absolventen befragt, worauf sie beim Berufseinstieg Wert legen. Heraus kam: Jeder Zweite will im Staatsdienst arbeiten und Work-Life-Balance ist vielen wichtiger als das Gehalt.

Die Rechtswissenschaften sind ein beliebtes Fach. Kein Wunder, denn der Beruf des Juristen ist angesehen und verspricht einen guten Verdienst. Aber was genau erwarten Studenten eigentlich von ihrer beruflichen Zukunft? Wo sehen Sie sich und welche Wünsche haben Sie, wenn es um ihre ersten beruflichen Erfahrungen geht? Das Rechtsmagazin Legal Tribune Online ist dieser Frage auf den Grund gegangen und hat 3.000 junge Juristen befragt. Knapp zwei Drittel waren Universitäts-Studenten mit einem Höchstalter von 25 Jahren, teilgenommen haben aber auch Referendare und Berufseinsteiger. Das Ergebnis der LTO Young Professionals Survey 2015 zeigt, dass junge Juristen am liebsten im Staatsdienst, beispielsweise als Richter oder Staatsanwalt, arbeiten wollen und ihnen Work-Life-Balance bei der Arbeitgeberwahl wichtiger ist als ein hohes Gehalt.

Junge Juristen wollen in den Staatsdienst
Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich eine Beschäftigung im Staatsdienst. Knapp 40 Prozent finden die Arbeit in einer Großkanzlei attraktiv. Hier stehen vor allem Ernst & Young Law, Baker & McKenzie und Linklaters an der Spitze der Wunscharbeitgeber. Über 30 Prozent sehen sich als Jurist in einem Konzern – in erster Linie bei Audi, dem Auswärtigen Amt oder BMW. Schlusslicht bilden Verbände (9 Prozent) und kleine Kanzleien (13 Prozent). Und auch die Selbstständigkeit ist nur für 16 Prozent eine Option.

Work-Life-Balance schlägt Gehalt
Wer meint, angehende Juristen seien karrieregeil, der täuscht sich. Zwar sind ihnen ein entsprechendes Gehalt und gute Karrieremöglichkeiten wichtig, noch mehr Wert legen sie allerdings auf Wertschätzung, einen guten Führungsstil, ein freundliches Miteinander und

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Work-Life-Balance. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber spielen aber auch berufseinstiegsbegleitende Programme eine entscheidende Rolle. Unternehmen, die Berufsanfänger auf diesem Weg den Einstieg erleichtern, sind für mehr als 80 Prozent der Befragten attraktive Arbeitgeber.

Im Praktikum Gespräche mit Mandanten führen
Aber auch schon vor dem Berufseinstieg stehen Arbeitgeber auf dem Prüfstand. Denn auch an ein Praktikum haben junge Juristen Ansprüche. So wollen die meisten Befragten in dieser Zeit lernen, wie sie Gespräche mit Mandanten und der Gegenseite führen (72 Prozent), wie Gerichtsverhandlungen ablaufen (61 Prozent) und wie sie anwaltliche Schriftsätze erstellen (47 Prozent). Weniger interessant finden Sie laut LTO Young Professionals Survey 2015 die Schwerpunkte Office Management (14 Prozent), Knowledge Management (18 Prozent) und Business Development (22 Prozent). Für ein inhaltlich spannendes Praktikum sind viele sogar bereit, sich zeitlich und inhaltlich über das Notwendige hinaus zu engagieren.

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