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15. November 2017  

Bildungsausgaben

„Gute Bildung für alle Menschen“

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen appelliert ein großes Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gewerkschaften an CDU/CSU, FDP und Grüne, mehr Geld für die Bildung bereitzustellen.

Die Bündnispartner fordern den Ausbau der Ganztagesangebote, ein Kita-Qualitätsgesetz, die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens sowie mit Blick auf die Digitalisierung ein Sanierungs- und Neubauprogramm für Schulen und Hochschulen. „Deutschland braucht in dieser Legislaturperiode eine Offensive für den qualitativen und quantitativen Ausbau des Bildungswesens – von der Kita über alle Schulen und Hochschulen bis zur Weiterbildung – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nur so ist gesellschaftlicher Fortschritt möglich", unterstreichen die Organisationen. Auch international soll die zukünftige Regierung ihrer Verantwortung gerecht werden und den deutschen Beitrag zur Förderung von guter Bildung weltweit steigern und mehr für die globale Bildung tun. 

„Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Menschen oder dem Wohnort abhängig sein. Für ein hochwertiges, flächendeckendes und soziales Bildungsangebot müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen. Das Grundgesetz verlange bundesweit eine gleichwertige Ausstattung der Bildungseinrichtungen. Gute Bildung ist ein Eckpfeiler der Demokratie. Sie ist Voraussetzung für eine plurale, freiheitliche Gesellschaft, die gerade jetzt gestärkt werden muss", heben die Organisationen hervor. Bildung ermöglicht den Menschen Teilhabe an der Gesellschaft und eröffnet berufliche und persönliche Perspektiven. Laut UN-Kinderrechts- und Behindertenkonvention ist es Auftrag der politischen Verantwortlichen, Barrieren abzubauen und das gesellschaftliche Teilhaben aller Menschen aktiv zu fördern. 

Dazu gehört auch, die Unterstützungsangebote für geflüchtete und asylsuchende Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erweitern und zu verbessern. Zudem sollen außerschulische Bildungs- und Lernorte stärker gefördert und mehr mit der Schule verzahnt werden. Auch die Weiterbildung, insbesondere in der Grundbildung und der digitalen Medienkompetenz, soll deutlich ausgebaut werden. 

Die Bündnispartner werten den wachsenden Personalmangel im Bildungsbereich als „gesamtgesellschaftliches Alarmsignal". All diese Forderungen sind aber nur mit entsprechendem Personal zu bewerkstelligen und erfordern Veränderungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die Attraktivität pädagogischer Berufe muss verbessert und die Ausbildungskapazität erhöht werden. 

Pressemitteilung: Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) 
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