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15. November 2017  

Arbeitslosigkeit

Akademiker-Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand

Gute Nachrichten für Studenten: Ein Studium lohnt sich. Eine niedrigere Arbeitslosenquote gab es unter den Akademikern zuletzt vor fast 40 Jahren.

Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass die Arbeitslosenquote unter Akademikern weiter sinkt. Lag die Quote im vergangenen Jahr noch bei 2,3 Prozent ist sie nun weiter um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Eine niedrigere Arbeitslosenquote gab es bei den Akademikern zuletzt im Jahr 1980 mit 1,8 Prozent.

Enzo Weber, der Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ betont, dass das Arbeitslosigkeitsrisiko eng mit der Qualifikation zusammenhängt. „Je höher die Qualifikation, desto besser ist die Position auf dem Arbeitsmarkt. Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das gilt in Zukunft umso mehr, da die Anforderungen in der Arbeitswelt weiter steigen werden, nicht zuletzt durch die Digitalisierung“, so Weber.

Personen ohne Berufsabschluss sind von Arbeitslosigkeit besonders betroffen. Die Arbeitslosenquote Geringqualifizierter ist trotz der hohen Flüchtlingszahlen und der Mindestlohneinführung zwar zurückgegangen, bleibt allerdings weiterhin hoch. 2016 war mit 19,1 Prozent jeder Fünfte aus dieser Gruppe ohne Arbeit. Im Vorjahresvergleich hat sich die Quote aber immerhin um rund einen Prozentpunkt verringert.

Doch auch die Beschäftigungssituation für Personen mit einer beruflichen Ausbildung hat sich verbessert. Ihre Arbeitslosenquote lag 2016 mit 4,2 Prozent fast einen halben Prozentpunkt niedriger als im Jahr 2015. 

Generell ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland 2016 im dritten Jahr in Folge gesunken. Die Gesamtquote nach Qualifikationen beläuft sich auf 6,2 Prozent und hat damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen zwar immer noch deutliche Unterschiede, aber der Osten konnte den Rückstand weiter verringern.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
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