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25.03.2013  
Work and Travel

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Dich hat das Fernweh gepackt, doch im Portmonee herrscht mal wieder Ebbe? Dann ist Work and Travel genau das Richtige für dich! Du finanzierst dir deine Reise einfach, indem du zwischendurch arbeitest – zum Beispiel als Erntehelfer, Kellner oder Kindermädchen.

Was ist Work and Travel?

Jährlich beantragen etwa 20.000 junge Deutsche das spezielle "Working Holiday"-Visum und verbringen dank Work and Travel einen kombinierten Reise- und Arbeitsaufenthalt im Ausland. Sie lernen Land und Leute kennen, erleben jede Menge Abenteuer und frischen zwischendurch mit Gelegenheitsjobs die Urlaubskasse auf. Als Hostess die Restaurantgäste begrüßen, als Nanny die Kinder einer Familie betreuen oder auf einer Plantage Bananen pflücken, sortieren und verpacken – all dies sind typische Jobs für Trips via Work and Travel. Gerade um das "fruit picking" kommt kaum jemand herum. Es gibt aber auch ausgefallenere Arbeiten: Working Traveller haben schon Flugzeuge betankt, in Krokodilgehegen Dienst getan oder als Wahlkämpfer Parteien unterstützt, die sie selbst gar nicht wählen dürfen.
Erfahrungsgemäß reichen die Job-Einkünfte allerdings nur selten aus, um den gesamten Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Zudem haben Länder wie Australien im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise einen starken Rückgang an Aushilfsstellen gemeldet, es bleibt also abzuwarten, wie sich der Bedarf entwickelt. Ein gewisses Start- und Notfallkapital sollte man daher für einen Work-and-Travel-Aufenthalt schon mitbringen, um nicht plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen. Tatsächlich ist ein gut gefülltes Bankkonto sogar eine der Bedingungen für das Working Holiday-Visum: Wer nicht belegen kann, dass er genügend Reserven hat, geht leer aus.

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Wo bekomme ich Unterstützung für einen Work-and-Travel-Aufenthalt?

Agenturen wie Travelworks oder Stepin bieten den Reisenden einen Rundum-Service in Sachen Work and Travel: Sie beantragen das Working Holiday-Visum und die Steuernummer, buchen Flüge, reservieren für die ersten Nächte ein Bett im Youth-Hostel, helfen bei der Jobsuche und sind Ansprechpartner für jedes Problem. Obwohl viele diese Services der Agenturen schon nach den ersten paar Wochen im Ausland gar nicht mehr in Anspruch nehmen, schätzen die meisten das Gefühl, sich im Notfall an jemanden wenden zu können, der die eigene Sprache spricht und schnell und unbürokratisch hilft. Vorgeschrieben ist das Beauftragen von Agenturen jedoch nicht. Wer bereits Auslandserfahrung hat und die Landessprache beherrscht, kann seine Reise auch auf eigene Faust organisieren und damit Geld sparen.

Rechtlicher Hintergrund von Work and Travel

"Working Holiday"-Visa basieren auf bilateralen Abkommen: Zwei Staaten schließen einen Vertrag, der es ihren Bürgern ermöglicht, einen längeren Auslandsaufenthalt (meist ein Jahr) im jeweils anderen Land zu absolvieren und diesen über Jobs zu finanzieren.

Mögliche Ziele für Work and Travel

Australien, Neuseeland, USA, Kanada, Japan, Südkorea, Hongkong, Singapur

Voraussetzungen für das Working Holiday-Visum

  • Working Holiday-Visum wird nur einmal im Leben vergeben
  • Altersgrenzen: In den meisten Ländern müssen Bewerber zwischen 18 und 30 Jahre alt sein (Kanada: bis 35).
  • vollständig ausgefüllter Visums-Antrag
  • Reisepass mit biometrischem Passfoto
  • Nachweis einer Krankenversicherung
  • Kopie des Rückflugtickets
  • Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel für den Aufenthalt (meist zwischen 2.000 und 3.000 Euro)

Agenturen, die Work-and-Travel-Reisen anbieten (Auswahl):

www.travelworks.de

www.stepin.de

www.aifs.de

Allgemeine Infos zu Work and Travel:

www.working-holiday-visum.de

Video: Work and Travel

Schlagworte:
 
Work and TravelReisenBackpacking

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