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09.11.2015  
ANZEIGE: Studie zum Spracherwerb

Nachhaltig Sprachen lernen

Vermutlich gab es noch nie so viele Methoden eine Sprache zu lernen, wie zur heutigen Zeit. Neben den klassischen Abendsprachkursen gibt es nun auch zahlreiche YouTube-Kanäle von Profis sowie Amateuren und auch das Angebot an Online-Kursen im Internet und Apps für das Smartphone wächst rasant.

Gerade die Online Applikationen versprechen Dir die neue Sprache spielerisch zu vermitteln. Eine bemerkenswerte Auswahl. Doch wie kann man eine Sprache nachhaltig lernen? 

Diese Frage hat sich auch das Sprachcaffe Language Sustainability Team gestellt. Über ein Jahr lang haben sie ehemalige Sprachschüler unterschiedlicher Anbieter befragt, welche Komponenten ihnen beim Erlernen der Sprache besonders geholfen haben. Während der Befragung, kristallisierte sich heraus, dass 90 % der Befragten die Interaktion mit anderen als das beste Lehrmittel empfanden. 21% davon gaben an, dass ihnen die Interaktion mit einer Gastfamilie geholfen hat, während 37% durch Gespräche mit Mitschülern lernten und ganze 32% gaben an, dass ihr Lehrer die beste Hilfe war. Nur 10% fanden, dass die Lehrbücher die besten Hilfsmittel seien.

Dies zeigt das menschliche Interaktion für den Spracherwerb essenziell ist. Körpersprache, Mimik und die richtige Intonation sowie Slang und Ironie sind Teil der Sprache und können nur im Gespräch mit Muttersprachlern vor Ort am besten erworben und verstanden werden. Schließlich ist eine Sprache auch stets in Bewegung und verändert sich konstant. So kannst Du nur in Interaktion mit Muttersprachlern, regionale  oder  generationsspezifische  Slangs  und  Wortspiele kennenlernen. Nehmen wir die deutsche Formulierung „Schwein gehabt“ als Beispiel. Jemand, der die Sprache gerade erst lernt wird mit diesen beiden Worten nie mehr als „Ich hatte ein Schwein“ in Verbindung bringen. Erst durch den Kontakt mit Muttersprachlern, die diese Redewendung regelmäßig nutzen, versteht man, dass hier gesagt wird: „Glück gehabt!“ und das Schwein synonym für Glück steht. 

Auch Online Spiele und Quizze sind wie bereits erwähnt eine flexible und  bequeme  Methode  des  Spracherwerbs, denn sie helfen nicht nur schnell weiter, sondern machen in der Regel auch noch Spaß. Der Computer ermöglicht es außerdem, in Echtzeit mit Menschen aus aller Welt zu kommunizieren. Wie man anhand der Ergebnisse der Studie zur Nachhaltigkeit des Sprachenlernens 2017 jedoch feststellen kann, fehlt es diesen Ressourcen  noch  an  einem  der  wichtigsten  Aspekte,  um  eine  Sprache  fließend sprechen zu können: die menschliche Interaktion. Vor allem bei der Perfektionierung der Aussprache ist das Gespräch ausschlaggebend. Die Körpersprache, Mimik und Intonation können einfach (noch) nicht  durch  den  Computer  vermittelt  werden.  Deshalb ist ein vollständiges Eintauchen in die Sprache wichtig. 

Die sogenannte „Komfort-Zone“ zu verlassen - also das vertraute Umfeld - kann enorm beim Spracherwerb helfen. Wenn Du also in ein Land reist, um die Fremdsprache Deiner Wahl zu lernen, dann bist Du darauf angewiesen die neue Sprache zu sprechen, um Dich zu verständigen. In der Umfrage wurde auch die Option der Sprachreise betrachtet und festgestellt, dass 65% der Sprachreise-Teilnehmer alleine reisten, was darauf hinweist, dass eine Sprachreise für viele Teilnehmer eine sehr persönliche Unternehmung ist, was umso förderlicher für den Spracherwerb ist.

Würdest Du mit deinen Freunden oder Deiner Familie reisen, würdest Du vielleicht schneller auf die deutsche Sprache zurückgreifen. Die Ergebnisse dieser Befragung hat das Sprachcaffe Language Sustainability Team in Form der Studie zur Nachhaltigkeit des Sprachenlernens 2017 veröffentlicht.

Im Rahmen der Studie wurde ebenfalls herausgearbeitet, dass ein Aufenthalt im Ausland das Selbstbewusstsein der Teilnehmer steigert. 51% der Befragten gaben an, dass sie sich sicherer beim Sprechen der Sprache fühlen. Die vollständige Studie ist online aufrufbar und wurde in fünf weitere Sprachen übersetzt. 

Schau Dir hier die Studie an!