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08. Dezember 2015  

Arbeiten im Ausland

Die fünf wichtigsten Fragen rund ums Auslandspraktikum

Eine neue Sprache lernen, eine andere Kultur kennenlernen und gleichzeitig Berufserfahrung sammeln - das geht mit einem Praktikum im Ausland. Wir erklären, worauf du achten solltest.

Auf ins Auslandspraktikum! © Anke Tillmann

1. Was bringt mir das Auslandspraktikum?

Keine Frage: Der wichtigste Grund für ein Praktikum im Ausland ist das Erlernen der Sprache. Denn du musst dich im Arbeitsalltag im Dialog behaupten, das heißt spontan reagieren und dich einfach trauen draufloszureden. Kein Sprachkurs der Welt kann dir beibringen, wie das geht. Am Anfang tust du dich vielleicht ein bisschen schwer mit dem Sprung ins kalte Wasser. Aber wenn alle um dich herum den lieben langen Tag nichts anderes als Englisch, Spanisch oder Italienisch sprechen, gewöhnst du dich schneller daran, als du denkst. Es gibt noch viele weitere Vorteile, die das Auslandspraktikum mit sich bringt, und das ganz nebenbei. Das Leben in einem fremden Land gibt dir Einblicke in die Kultur und in die Lebensart der Menschen, mit denen du Zeit verbringst. Das können die Menschen im Büro sein oder die, bei denen du zum Beispiel vor Ort wohnst. Soziale bzw. kulturelle Kompetenz nennt sich das, was du spielerisch erwirbst und was sich in jedem Lebenslauf gut macht! Letztlich gewinnst du durch das Arbeiten im Ausland aber auch an Selbstbewusstsein, denn es wird immer Situationen geben, die schwierig sind und in denen du dich durchbeißen musst. 

2. Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

In der Regel muss man für das Arbeiten im Ausland volljährig sein. Die meisten Jugendlichen treten das Praktikum entweder direkt nach dem Abi oder während des Studiums an. Damit du vor Ort gut zurechtkommst, brauchst du sehr gute Grundkenntnisse in der Landessprache. Aber keine Sorge, als Praktikant musst du die Sprache natürlich noch nicht fließend beherrschen – um das zu erreichen, machst du ja schließlich das Praktikum. Übrigens: Je mehr Semester du in Deutschland schon studiert hast, desto fachbezogener kannst du im Praktikum eingesetzt werden. Wer vermeiden will, nur uninteressante Hilfsarbeiten abzuleisten, der sollte besser nicht direkt nach der Schule ins Ausland gehen.

3. Wie finde ich einen Praktikumsplatz?
Grundsätzlich gibt es zwei Wege, über die du an ein gutes Praktikum kommen kannst. Der eine Weg führt über eine Agentur, die dich bei der Suche unterstützt. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder AIESEC können auch helfen. Die Vermittlung kostet allerdings Geld. Wenn du auf eigene Faust nach einem Praktikum suchen möchtest, sparst du die Gebühr. Du kannst dich im Internet auf Seiten wir www.auslandspraktikum.info und www.praktikum-service.de umschauen. Eine Alternative ist es, dir zu überlegen, welche Firma dich interessiert, um diese direkt anzuschreiben. Manche Unis haben ein Amt, das über Aushänge freie Praktikumsplätze veröffentlicht. Es lohnt sich also, dort mal nachzufragen.

4. Wie bewerbe ich mich?

Viele Unternehmen planen zu vergebende Praktika weit im Voraus. Es kann sein, dass du dich bereits ein bis anderthalb Jahre vor Antritt der Reise um den Job kümmern musst. Informiere dich also rechtzeitig! Das Anschreiben verfasst du in der jeweiligen Landessprache. Am besten liest am Ende noch mal jemand drüber, der die Fremdsprache gut beherrscht. Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Bewerbung. In den USA zum Beispiel ist es unüblich, bei der Bewerbung anzugeben, wie alt man ist und welches Geschlecht man hat. Ein Foto fügt man dort auch nicht bei. Der Grund dafür sind Gesetze, die Chancengleichheit gewährleisten sollen. Näheres zu den Besonderheiten der Bewerbung in den USA findest du auf den Seiten unseres Linktipps. Es kann passieren, dass man dich nach Eingang der schriftlichen Bewerbung auch persönlich kennen lernen möchte. Aufgrund der großen Entfernung findet ein Kennenlernen meist übers Telefon oder über ein Videointerview statt. Auf beides solltest du dich gut vorbereiten: Lege dir die wichtigsten Vokabeln bereit und kleide dich dem Anlass entsprechend seriös.

5. Wie finanziere ich das Auslandspraktikum?

Die Finanzfrage ist eine wichtige. Zwar zahlen größere Konzerne schon mal ganz gute Gehälter für Praktikanten, viele Praktika werden aber minimal oder gar nicht vergütet. Für dich bedeutet das: Du musst eine Menge der entstehenden Kosten selber tragen. Zu finanzieren sind unter anderem diese Sachen: das Visum, eine Kranken- und Unfallversicherung, eine Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung, etwaige Impfungen, die An- und Abreise, die Unterkunft vor Ort sowie die Lebenshaltungskosten. Kannst du das Geld nicht alleine aufbringen, hilft dir vielleicht ein Kredit oder ein Stipendium. Für beides gibt es spezielle Auslandspraktika-Programme.


Linktipps

Hier findest du ausführliche Infos rund um das Auslandspraktikum: www.auslandspraktikum.info

Für alle, die lieber mehr reisen als an einem Ort verweilen wollen, ist Work and Travel eine gute Alternative: www.work-and-travel-weltweit.de

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