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19. November 2015  

Fettnäpfchen beim Schüleraustausch

Augen auf beim Blick über den Tellerrand

Die Teilnahme an einem Schüleraustausch bietet die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und eine fremde Gesellschaft kennenzulernen. Aber Vorsicht: Wer nicht ins Fettnäpfchen treten möchte, sollte sich schon vorher mit Sitten und Gebräuchen des Gastlands auseinandersetzen.

Andere Länder, andere Sitten. Vor dem Schüleraustausch besser gut informieren!

Kennst du den Begriff "Kulturschock"? Vor allem Austauschschüler, die über mehrere Monate ein fremdes Land kennenlernen, werden sich in den ersten Tagen und Wochen ein wenig fremd vorkommen. Jedes Land bietet eine einzigartige Kultur mit zahlreichen Besonderheiten. Manche davon werden dir zu Beginn komisch vorkommen, doch für die Einheimischen sind die örtlichen Gepflogenheiten völlig normal. Jeder Austauschschüler tritt in den ersten Wochen in verschiedene Fettnäpfchen – meist werden diese Fehltritte schnell verziehen. Wir verraten dir trotzdem, wie der Start in deinen Schüleraustausch möglichst reibungslos verläuft.

Gastgeschenke

Du musst dir immer vor Augen halten, dass eine fremde Familie dich über einen längeren Zeitraum aufnimmt und meist kostenlos versorgt. Statt einer Bezahlung möchte diese Familie, genauso wie du, eine neue Kultur kennenlernen und vielleicht sogar eine Freundschaft fürs Leben schließen. Danken kannst du ihnen dies unter anderem mit einem Gastgeschenk. Doch Vorsicht: In manchen Ländern herrschen diesbezüglich besondere Gepflogenheiten. So ist es in China nicht gern gesehen, weißes Geschenkpapier zu verwenden, da weiß als Farbe der Trauer gilt. Informiere dich am besten vorab darüber, welche kulturellen Unterschiede es zwischen den einzelnen Ländern gibt und welche Gastgeschenke im Ausland zu empfehlen sind.

Sprache

In den meisten Fällen lernst du während deines Auslandsaufenthaltes eine neue Sprache. Sei es nun Englisch oder Französisch, bei denen du zumindest Schulkenntnisse mitbringst, oder tatsächlich eine völlig neue Sprache. Es ist ganz normal, dass du zu Beginn Schwierigkeiten hast, dein Gegenüber zu verstehen, doch im Laufe der ersten Wochen entwickelst du ein Gefühl für die neue Sprache und lernst die wichtigsten Begriffe schnell kennen. Doch Vorsicht: In der Schule hast du in der Regel britisches Englisch beigebracht bekommen – in den USA wird hingegen amerikanisches Englisch gesprochen, das sich zum Teil leicht unterscheidet. So könntest du in Amerika fragende Blicke auf dich ziehen, wenn du nach einem "Rubber", also einem Radiergummi, fragst. Im amerikanischen Englisch lautet die korrekte Übersetzung nämlich "Kondom". Für die Vorbereitung auf ein Sprachzertifikat, zum Beispiel IELTS oder TOEFL, ist ein Schüleraustausch ideal.

Zeitumstellung

Je nachdem, in welchem Land du deinen Schüleraustausch verbringst, erwartet dich eine Zeitumstellung. Die USA besteht sogar aus insgesamt sechs Zeitzonen, wenn man Alaska und Hawaii berücksichtigt – das kann schnell verwirrend werden! Denke immer daran, dass sich die Uhrzeit zwischen Gast- und Heimatland stark unterscheiden kann und womöglich sogar die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit an verschiedenen Daten stattfindet. Bei manchen Uhren und Smartphones kannst du dir mehrere Uhrzeiten anzeigen lassen – so vermeidest du es, mitten in der Nacht deine Eltern oder Freunde zu wecken. Generell empfiehlt es sich, Telefongespräche im Vorfeld zu planen und diese, um Kosten zu sparen, beispielsweise über Skype abzuwickeln.

Religion & Politik

Als guter Austauschschüler bist du bereit, etwas  Neues kennenzulernen und einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass deine Gastfamilie eine andere politische und religiöse Einstellung besitzt als du. Sei deshalb offen und interessiert. Vor allem in den USA nimmt Religion einen deutlich höheren Stellenwert ein als in Deutschland. Deshalb ist es möglich, dass deine Gastfamilie von dir erwartet, jeden Sonntag mit ihnen zum Gottesdienst zu gehen. Grundsätzlich gilt: Probiere alles mindestens einmal aus, danach kannst du immer noch das Gespräch mit deiner Gastfamilie suchen.

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