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02. April 2015  

Studieren in den Niederlanden

Ab nach Holland!

Die Niederlande zählen zu den beliebtesten Zielen deutscher Studenten. Kein Wunder, gibt es doch viele gute Gründe dafür, ein Studium im kleinen Nachbarland in Erwägung zu ziehen.
Studieren in den Niederlanden

Viele Deutsche ziehen zum Studium in die Niederlande.

Das Hochschulsystem 

Grundsätzlich ähnelt das niederländische Hochschulsystem dem deutschen: Während an den Universiteiten wissenschaftliches Arbeiten im Vordergrund steht, sind die Hogescholen praxis- und anwendungsorientiert ausgerichtet. Einen wesentlichen Unterschied zum Studium in Deutschland gibt es aber in den Lernmethoden (siehe "Das Studium").

 


Das Studium

Das Studium in den Niederlanden zeichnet sich durch den sogenannten problemgesteuerten Unterricht aus. Bei dieser besonders praxisnahen Lernmethode werden kleine Gruppen aus ca. 10 bis 15 Studenten mit einem konkreten Problem und verschiedenen dazugehörigen Fragestellungen konfrontiert. Gemeinsam müssen sie innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens versuchen, selbstständig und mit dem Wissen aus verschiedenen Disziplinen eine passende Lösung zu finden. Ein Professor oder Tutor überwacht den Prozess und gibt bei Bedarf Hilfestellungen.


Die Zulassung

Die deutsche Hochschulreife ermöglicht dir ein Studium an Universiteiten, für die Hogescholen genügt die Fachhochschulreife. Großer Pluspunkt: Für die meisten Studienfächer gibt es keine Zulassungsbeschränkungen, und sollte es in beliebten Fächern wie Medizin, Psychologie oder Jura doch mehr Bewerber als Studienplätze geben, kommt in den Niederlanden der sogenannte Numerus fixus zum Zug: Das heißt nichts anderes, als dass eine feste Anzahl von Studienplätzen durch ein notenunabhängiges Losverfahren verteilt wird.

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Die Kosten

Anders als in Deutschland, wo die Studiengebühren mittlerweile bundesweit abgeschafft sind, musst du für ein Studium in den Niederlanden zahlen: Momentan fallen Studiengebühren in Höhe von 1.835 Euro pro Jahr an. Wer sich das nicht leisten kann, erhält Schützenhilfe von der niederländischen Regierung: Der sogenannte Collegegeldkrediet wird unabhängig vom eigenen oder elterlichen Einkommen gewährt und muss erst nach Beendigung des Studiums in einkommensabhängigen Raten abbezahlt werden.

Die Sprache

Du sprichst (noch) nicht Niederländisch? Das muss dich von einem Studium im Nachbarland nicht abhalten. Zum einen bieten viele Hochschulen englischsprachige und im deutsch-holländischen Grenzgebiet sogar einige deutschsprachige Studiengänge an. Und in den meisten Fällen ist zwar Niederländisch die Unterrichtssprache – doch die Hochschulen tun viel, um dir die Sprache näherzubringen und bieten in der Regel vor Studienbeginn
Intensivsprachkurse für künftige Erstsemester an. Um an Universiteiten zu studieren, musst du übrigens das Sprachexamen "NT2" nachweisen, für die ersten Semester an den Hogescholen reichen dagegen erst mal grundlegende Sprachkenntnisse.

Die Nähe

Ob kulturell oder geografisch – die Niederlande sind uns ganz nah. Selbst, wer hier noch keinen Urlaub verbracht hat, dürfte sich beim kleinen Nachbarn schnell heimisch fühlen, wegen der Ähnlichkeiten in der Sprache oder der vergleichbaren Lebenshaltungskosten zum Beispiel. Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt, kann sich darüber hinaus die Grenznähe zunutze machen
und – zumindest am Wochenende – in die Heimat pendeln.

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