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14.03.2013  
Freiwilligendienst im Ausland

Globale Helfer

Sich für Menschen, Tiere, die Umwelt oder Kulturprojekte einsetzen und dabei Auslandserfahrung sammeln – all das geht mit einem Freiwilligendienst im Ausland. Annike Henrix

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Wer macht Freiwilligendienste möglich?

Es gibt eine Reihe deutscher Organisationen und Agenturen, die kostenpflichtig Freiwilligendienste im Ausland vermitteln und bei der Planung helfen. Dort stehen verschiedene Länder und Projekte zur Auswahl, sodass man sich eine geeignete Stelle und einen passenden Programmbeginn selbst aussuchen kann. Alternativ kann man sich für einen finanziell geförderten Freiwilligendienst bewerben:

  • Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Ausland werden vom Bundesministerium für Familie gefördert. Für das FÖJ gibt es derzeit vergleichsweise wenige Stellen und außerhalb Europas gar keine. Die Reisekosten trägt der Freiwillige selbst, die Lebenshaltungskosten vor Ort werden übernommen.
  • Der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) richtet sich an 18 bis 26-Jährige. Auch hier wird ein Teil der Kosten vom Bundesministerium für Familie übernommen. Kosten, die über den gestellten Festbetrag hinaus gehen, sowie Reisekosten, Visa- und Impfkosten muss der Freiwillige selbst tragen.
  • Auf ähnliche Weise fördert die EU den Europäischen Freiwilligendienst (EFD). Den Teilnehmern stehen nicht nur europäische Länder offen; der Schwerpunkt liegt jedoch auf Europa. Reisekosten sowie Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden den EFD-Freiwilligen erstattet.
  • Das Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ermöglicht es jungen Menschen, sich ehrenamtlich und fast ohne finanzielle Selbstbeteiligung in Entwicklungsländern zu engagieren.
  • Das Programm kulturweit wurde von der deutschen UNESCO-Kommission und dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und bietet Gelegenheit, in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik aktiv zu werden, zum Beispiel in deutschen Schulen im Ausland, in Außenstellen des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes oder des Goethe-Instituts.

Ratsam ist in jedem Fall eine rechtzeitige Planung des Aufenthalts – um keine Bewerbungsfristen zu verpassen idealer Weise circa ein Jahr vor der geplanten Ausreise. Vergeben werden die Plätze (außer für "kulturweit") nicht direkt, sondern die Bewerbung läuft über so genannte Entsendeorganisationen ab. Zu ihrem Paket gehören meist auch Vor- und Nachbereitungsseminare und eventuell Sprachkurse.

Gibt es Alternativen zum Freiwilligendienst?

Wer noch nicht volljährig ist oder erst einmal testen möchte, ob ein Freiwilligendienst im Ausland das Richtige ist, kann in den Sommermonaten ein mehrwöchiges Workcamp besuchen. Hier treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern und arbeiten zusammen an einem Projekt, wie zum Beispiel dem Bau eines Abenteuerspielplatzes, der Renovierung eines Gebäudes oder der Veranstaltung eines Kulturfestes.

Die Autorin dieses Beitrags ist Redakteurin bei Weltweiser, dem unabhängigen Bildungsberatungsdienst.

Schlagworte:
 
FreiwilligendienstAuslandsjahrFSJ

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