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21. März 2017  

Auslandsaufenthalt in Kanada

Eine perfekte Zeit im Ausland - gibt es die überhaupt?

Christina lebte fünf Monate in Kanada und hat in dieser Zeit einiges erlebt, viel gesehen und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Hier berichtet Sie von ihrer Zeit als Austauschschülerin, die sie sich nicht besser hätte vorstellen können.

Kanada, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, nein stopp, das wird doch immer über die USA gesagt? Aber genau dahin wollte ich nicht. Mich hat die Natur in Kanada einfach fasziniert und auch die Berge haben mich angezogen. Also habe ich fünf Monate im wunderschönen Kanada verbracht. Bevor mein Abenteuer Ende August 2015 starten konnte, musste aber vieles geplant werden. Meine Organisation Travelworks hat mich bei allem unterstützt und stand mir bei Fragen jederzeit zur Seite.

Dann ging es endlich los: Koffer gepackt, verabschiedet, alle Formulare dabei und das Flugzeug hob ab. Nach zehn langen und schlaflosen Stunden betrat ich am Flughafen Vancouver zum ersten Mal kanadischen Boden. Was für ein Gefühl! Ich konnte kaum glauben, dass es Realität war. Das Gefühl, dass kein Mensch um dich herum deutsch spricht und du erstmal nichts verstehst, ist unglaublich. Wahrscheinlich denkt man jetzt, was ist denn mit der los? Wieso sollte das ein unglaubliches Gefühl sein, wenn man nichts versteht und weit weg von seiner Familie und seinen Freunden ist? Ich kann es euch sagen: Ich hatte mich ungefähr anderthalb Jahre auf den Moment vorbereitet. Ich hatte mir vorgestellt, wie es wohl sein wird. Aber in Wirklichkeit war es tausendmal besser als in meinen Vorstellungen. 

Als ich dann mit suchenden Blicken mit zwei anderen Austauschschülern durch den Flughafen irrte, um das Kofferband zu finden, waren wir alle aufgeregt. Einige Zeit später war ich endlich bei meiner Gastfamilie, die sich schnell als perfekt herausstellte, angekommen. Ich wurde so herzlich begrüßt, als würden sie mich schon seit Ewigkeiten kennen. Als typisches kanadisches Abendessen gab es Spaghetti Bolognese. Haha. Nach meiner ersten Nacht im fremden Haus, im fremden Bett und in einer total fremden Umgebung  stand ich gut gelaunt auf. Ich wusste, jetzt war meine Zeit endlich gekommen. Eine Woche hatte ich zum Einleben, da noch Sommerferien waren. In dieser Zeit konnte ich meine Gastfamilie und die Umgebung näher kennenlernen.

Als endlich der erste Schultag gekommen war, zitterten meine Knie doch ein bisschen. Das war jedoch unnötig, denn alle waren super nett zu mir und mit meinen Kursen war ich auch sehr zufrieden. Die Zeit verging wie im Flug und ich durfte viele schöne Sachen erleben: Halloween, Thanksgiving, einen Trip nach Vancouver Islands und den Besuch eines Eishockeyspiels. Schon bald war Weihnachten. Diese Zeit war wunderschön - all die beleuchteten Häuser und der zahlreiche Schmuck in der Schule haben mich irgendwie fasziniert. Gefeiert habe ich mit meiner kanadischen Familie am 25. Dezember. Das typische Weihnachtsfrühstück bestand aus Waffeln mit Sahne und Bacon.

Danach hatte ich noch genau einen Monat. Ich habe die Zeit richtig genossen und Ausflüge mit meiner Gastfamilie ins Vancouver Aquarium und in den weihnachtlich geschmückten Stanley Park unternommen. Mit meinen Freunden war ich shoppen, bei Tim Hortons Donuts essen und im Airpark. In den fünf Monaten habe ich nicht nur zwei tolle Schwestern dazubekommen, sondern auch Freundinnen fürs Leben gefunden, sodass es mir jeden Tag Spaß gemacht hat,  in die Schule zu gehen. Der Schulstoff allgemein war übrigens sehr einfach und das Lehrer-Schüler-Verhältnis freundschaftlich. Als eine Freundin zum Schulleiter „Schöner Schal“ sagte und er mit „Schönes Kleid“ antwortete, war ich ein bisschen geschockt. In Deutschland wäre das unvorstellbar!

Insgesamt kann ich festhalten, dass mich diese fünf unvergesslichen und wunderschönen Monate verändert haben. Ich bin selbstbewusster geworden und habe gelernt, alleine klar zu kommen. Auch mein Englisch ist deutlich besser geworden. Außerdem habe ich jetzt Freunde in Kanada und ein zweites Zuhause, wo ich hoffentlich bald wieder vorbei schauen werde. Mein Auslandsjahr lässt sich nicht in einem Wort beschreiben, jedoch trifft es „wunderschön“ schon ganz gut!

Schlagworte:
 
AuslandKanadaErfahrungsbericht

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