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12.07.2012  
Studium im Ausland

Studieren mit Zwischenstopp

Ein Studium im Ausland ist wichtig für die persönliche Entwicklung und den Lebenslauf. Dabei zahlt sich eine gute Vorbereitung spätestens nach der Rückkehr aus, wenn es beispielsweise darum geht, Studienleistungen anerkennen zu lassen.

Die beliebtesten Länder für ein Studium im Ausland

Pro Jahr sind rund 80.000 Deutsche an ausländischen Hochschulen eingeschrieben, die meisten davon in den Niederlanden, Österreich und Großbritannien. Es folgen die Schweiz, die USA und Frankreich.

Frühzeitig informieren

Für die Vorbereitung eines Studiums im Ausland sollte man mindestens ein Jahr einplanen, besser anderthalb. Es gibt zahlreiche Fristen, die eingehalten werden müssen, zum Beispiel den Bewerbungsschluss an der Wunsch-Uni für das Studium im Ausland. Daneben verschlingt die Zusammenstellung der nötigen Unterlagen oft mehr Zeit, als man denkt. Schließlich ist darauf zu achten, dass die Studienleistungen, die man im Ausland erbringt, in Deutschland auch auf jeden Fall anerkannt werden. Natürlich sollte man auch die Sprache des Gastlandes bzw. die Unterrichtssprache des Studiengangs bis zur Abreise gut beherrschen.

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Wichtige Fragen zur Vorbereitung

  • Wann ist der Einschreibeschluss?
  • Besteht für mein Fach an der Gast-Hochschule eine Zulassungsbeschränkung?
  • Wird mein Abitur im Gastland anerkannt?
  • Welche Kurse werden mir später in Deutschland anerkannt? (unbedingt vorher klären!)
  • Muss ich vor Studienbeginn eine Sprachprüfung ablegen?
  • Wie hoch sind Studiengebühren und Lebenshaltungskosten im Gastland, und wie kann ich das finanzieren?
  • Brauche ich ein Visum, und wenn ja, wo bekomme ich es?
  • Wo werde ich während meines Aufenthalts wohnen?
  • Brauche ich eine zusätzliche Krankenversicherung fürs Ausland?

Teil- oder Vollstudium?

Erste grundlegende Frage: Wie lang soll das Studium im Ausland dauern? Ein komplettes Studium in der Fremde ist empfehlenswert, wenn man später tatsächlich im Zielland arbeiten möchte. Sieht man hingegen seine berufliche Zukunft eher in Deutschland, so tut man gut daran, sich an einer deutschen Uni oder FH einzuschreiben und es bei einem oder zwei Auslandssemestern zu belassen. Die meisten Hochschulen haben Partnerhochschulen in anderen Ländern und bieten Austauschprogramme an. Infos gibt’s beim jeweiligen Akademischen Auslandsamt.

Bafög auch im Ausland

Die meisten Länder erheben Studiengebühren. Sie reichen von 300 bis 15.000 Euro pro Semester, je nachdem, ob man an einer staatlichen Hochschule in Spanien oder an einer Elite-Uni in den USA studieren will. Die Wahl des Gastlandes hängt also auch stark von der Situation auf dem eigenen Konto ab. Zwar gibt es Stipendien wie etwa das Erasmus-Programm der Europäischen Union, doch die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Positiv hingegen: Auch im Ausland haben deutsche Studierende Anrecht auf Bafög, innerhalb der EU sogar ab dem ersten Semester.

Link-Tipp:

Auf der Website des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes gibt es Infos zu Gastländern und deren Studiensystemen, zur Anerkennung von Studienleistungen, die im Ausland erbracht wurden, und zu Fördermöglichkeiten (inkl. Stipendien-Datenbank).

Schlagworte:
 
AuslandssemesterAuslandsstudium

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