Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Brillenoptik

Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 2.000 und 2.900 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, wie Brillengläser aus Glas oder Kunststoff gefertigt werden.
  • Dir wird beigebracht Rohlinge zu fräsen, zu schleifen und zu polieren.
  • Brillengläser werden von dir entspiegelt und du erfährst alles über das Auftragen von Beschichtungen.
  • Dir werden alle Materialien, Werkzeuge, Prüf- und Messmittel erläutert.
  • Die Durchführung von Messungen wird dir gezeigt.
  • Geometrische Anforderungen und optische Eigenschaften werden von dir unter Anleitung überprüft.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 2.000 und 2.900 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 650 Euro 2. Ausbildungsjahr: 680 bis 700 Euro 3. Ausbildungsjahr: 730 bis 800 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Verfahrensmechaniker für Brillenoptik sorgen stets für den perfekten Durchblick. Sie fertigen auf den jeweiligen Kunden individuell abgestimmte Brillengläser an. Diese können aus mineralischem Glas oder Kunststoff bestehen. In diesem Zusammenhang beraten Augenoptiker hinsichtlich der Herstellungsmöglichkeiten sowie über Produkte und Dienstleistungen der Firma.
Für die Fertigstellung der Gläser werden die Rohlinge gefräst, geschliffen, poliert und veredelt. Je nach Fehlsichtigkeit benötigen Brillengläser einen entsprechenden Schliff. Verfahrensmechaniker für Brillenoptik nutzen zur Herstellung der Brillengläser nach ihrer Ausbildung halb- oder vollautomatische Maschinen und Anlagen, die von ihnen auch programmiert und bedient werden. Auch für die Instandhaltung sind sie zuständig. Reparaturen in kleinerem Umfang werden in der Regel von ihnen selbst behoben, anderenfalls sorgen sie für eine fachgerechte Reparatur. Verfahrensmechaniker für Brillenoptik überwachen im weiteren Verlauf den Fertigungsprozess, so beispielsweise die Maschineneinstellungen, und haben stets die Qualität im Auge. Sie achten auf die Einhaltung der jeweiligen Maße und kontrollieren die Messwerte. Die einzelnen Arbeitsvorgänge werden von Verfahrensmechanikern für Brillenoptik dokumentiert. Abschließend verpacken sie die fertigen Brillengläser fachgerecht und transportsicher. Sollte es von Kundenseite zu Reklamationen kommen, so sind sie ebenfalls dafür zuständig. Als Arbeitsorte kommen Produktions- und Werkhallen, Werkstätten, Lagerräume und Büroräume in Frage. Nach der Ausbildung können Verfahrensmechaniker für Brillenoptik in Betrieben der optischen Industrie oder in Werkstätten von Augenoptikern arbeiten.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Verfahrensmechaniker für Brillenoptik arbeiten zu können, ist die dreijährige  duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten.

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du den ersten Teil der Abschlussprüfung ab, er besteht aus den Lernfeldern der ersten beiden Ausbildungsjahre. Dazu zählen die Planung und Steuerung von Arbeitsabläufen, Qualitätsmanagement, Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe, Messungen und Prüfungen, Bedienung der Produktionsanlagen und die Bearbeitung von Brillengläsern. Der zweite Prüfungsteil erfolgt am Ende deiner Ausbildung und besteht vertiefend aus den Lernfeldern der Ausbildungsjahre sowie aus den Bereichen Kundenberatung, Gleitsichtgläser, Veredlung und Prüfung von Brillengläsern sowie der Konzipierung einer Bestückungseinrichtung.

Verkürzungen sind dann möglich, wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann. Hierfür müssen Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb gemeinsam einen Antrag bei der zuständigen Stelle / Kammer stellen. Auch können entsprechende Ausbildungen angerechnet werden. Eine Verlängerung kann in Ausnahmefällen beantragt werden.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 650 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 680 bis 700 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 730 bis 800 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Verfahrensmechaniker für Brillenoptik zwischen 3.060 und 3.370 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.000 und 2.900 Euro rechnen.

 

 

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen die meisten Ausbildungsanfänger allerdings einen mittleren Bildungsabschluss mit. Laut des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)  hatten sechs der insgesamt neun Ausbildungsanfänger im Jahr 2017 einen mittleren Bildungsabschluss.

Die Voraussetzung ist darüber hinaus ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb und häufig suchen die Ausbildungsbetriebe ihre Auszubildende nach eigenen Kriterien, wie den schulischen  Voraussetzungen, aus.

Für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Brillenoptik sind gute Leistungen in den folgenden Fächern wichtig. Das Fach Mathe, um geometrische Anforderungen leichter prüfen zu können. Um Rohlinge fräsen, polieren und veredeln zu können, sind Fähigkeiten im Fach Werken/Technik gefragt. Ebenso ist Informatik wichtig, um die rechnergesteuerten Anlagen bedienen zu können. Notwendige Voraussetzungen sind auch eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis und Kontaktfreude hinsichtlich Beratungsgespräche. Auch sollten dir Chemikalien keine gesundheitlichen Probleme bereiten.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Verfahrensmechaniker für Brillenoptik nach ihrer Ausbildung eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, um später auch in Führungspositionen arbeiten zu können.

  • Folgende Aufstiegsweiterbildungen können gewählt werden: Die Meisterweiterbildung zum Industriemeister/in – Optik oder die Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Glastechnik mit dem Schwerpunkt Optik. Ebenfalls die Weiterbildung zum Techniker/in der Fachrichtung Feinwerktechnik sowie die kaufmännische Weiterbildung Technische/r Fachwirt/in.
  • Durch einen Studienabschluss ermöglichen sich weitere Berufs- und Karrierechancen. Hier kann zwischen den Studienfächern Photonik/Optische Technologien, Augenoptik/Optometrie, Produktionstechnik, Physikalische Technik und Physikingenieurwesen gewählt werden.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Kontaktfreude

Interesse an Technik

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