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Ausbildung als Umweltschutztechnische/r Assistent/in

Dauer: 24 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 2.650 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, Umweltdaten zu ermitteln.
  • Untersuchungen des Wassers, der Luft, des Bodens sowie des Abfalls werden dir beigebracht.
  • Dir werden die Vorgänge von Lärmmessungen und Lärmschutzmaßnahmen erläutert.
  • In die Bereiche Recycling und Kompostierung wirst du eingeführt.
  • Die Auswertung und Beurteilung der Messergebnisse werden dir erklärt.
  • Du lernst die Arbeit im Labor kennen.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 2.650 Euro
Vergütung
In der Regel keine Vergütung
Ausbildungsdauer
24 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Umweltschutztechnische Assistenten bestimmen nach ihrer Ausbildung Umweltdaten, um Umweltverschmutzungen erfassen und beurteilen zu können. Zu diesem Zweck werden Untersuchungen des Wassers, der Luft, des Bodens sowie des Abfalls durchgeführt. Lärm- und Erschütterungsmessungen werden ebenfalls vorgenommen. Sie entnehmen Proben und untersuchen diese mittels chemischer, physikalischer und biologischer Verfahren. EDV-gestützte Analysegeräte sind ihnen dabei behilflich, für deren Wartung sie ebenfalls zuständig sind. Sie verfolgen genau die Abläufe ihrer Messungen und fertigen Arbeitsberichte an. Statistische Auswertungsmethoden helfen ihnen dabei die Ergebnisse der jeweiligen Messungen am Computer zusammenzufassen. Oftmals werden auch Statistiken und Tabellen erarbeitet und Ergebnisse durch grafische Darstellungen veranschaulicht. Bei den Durchführungen der Messungen muss auf gesetzliche Vorgaben geachtet werden, die teilweise auch die Geräte vorgeben, die verwendet werden sollen. Die Ergebnisse werden von ihnen entweder direkt selbst ausgewertet oder an Ingenieure und Wissenschaftler weitergegeben.
Die Einsatzmöglichkeiten von Umweltschutztechnischen Assistenten im Bereich Umweltschutz sind vielfältig. Sie sind beispielsweise für die Entsorgung von umweltschädlichen Abfällen zuständig und stellen sicher, dass die jeweiligen Bestimmungen eingehalten werden. Allgemeine Abfälle werden von der Abteilung Abfallwirtschaft untersucht. Auch sind Tätigkeiten in der Beratung für Abfallfragen und die Abfallverwertung möglich. Sind sie für den Bereich des Gewässerschutzes zuständig, so führen sie chemische, physikalische und bakteriologische Wasser- und Abwasseruntersuchungen durch. Beim Immissionsschutz werden der Feinstaub- und der Ozongehalt gemessen, wie auch andere Schadstoffe in der Luft. Schallemissionen werden innerhalb des Bereiches Lärm- und Erschütterungsschutz gemessen. Umweltschutztechnische Assistenten arbeiten hauptsächlich in Labors. Für die Entnahme von Proben sind sie im Freien tätig und hinsichtlich der Arbeitsprotokolle und Auswertungen der Ergebnisse sitzen sie in Büros. Zu den typischen Branchen zählen Forschungseinrichtungen, Umwelt- und Naturschutzämter, Unternehmen der Wasserversorgung und der Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie Betriebe der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Umweltschutztechnischer Assistent arbeiten zu können, ist die zweijährige schulische Ausbildung an Berufsfachschulen, die landesrechtlich geregelt ist. Neben den Fächern Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde lernst du beispielsweise wie Atome und das Periodensystem der Elemente aufgebaut sind und die Bestimmung von mechanischen, optischen, elektrischen und kalorischen Größen. Der Aufbau des Ökosystems, die unterschiedlichen Schadstoffe und ihre Auswirkungen sowie ökologische Untersuchungen werden dir vermittelt. Im Rahmen des Praktikums lernst du wie Proben in der Natur entnommen werden und du lernst die anschließende Arbeit im Labor kennen. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du die Abschlussprüfung ab, die aus den Inhalten der beiden Ausbildungsjahre in Theorie und Praxis besteht.

Je nach schulischem Angebot können Zusatzangebote gewählt werden, die zur Fachhochschulreife bzw. der allgemeinen Hochschulreife führen.

Verkürzungen sind möglich, wenn Auszubildende die Hochschulreife oder eine vorherige Ausbildung mitbringen. Auch Studienabbrecher mit entsprechender Fachrichtung können die Ausbildung verkürzen. Die Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Sollten Auszubildende aufgrund ihrer Leistungen nicht in das nächste Schuljahr versetzt werden, kann es in der Regel einmal wiederholt werden.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
In der Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Umweltschutztechnischen Assistenten nach der Ausbildung im öffentlichen Dienst zwischen 2.800 und 3.030 Euro. Innerhalb der gewerblichen Wirtschaft liegt es zwischen 2.660 und 2.990 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.000 und 2.800 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Laut Bundesagentur für Arbeit bringen die meisten Ausbildungsanfänger einen mittleren Bildungsabschluss mit. Abhängig vom jeweiligen Bundesland können andere schulische Voraussetzungen und teilweise ein Höchstalter gefordert werden.

Für die Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten solltest du neben dem ausgeprägten Interesse am Umweltschutz gute Leistungen in den folgenden Schulfächern vorweisen können. In Biologie und besonders im Bereich Mikrobiologie. Chemie ist ebenfalls ein wichtiger Teilbereich, um Analysen durchführen zu können. Auch zählt Physik zu den naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen, darunter Kenntnisse der Mechanik, Optik und der Elektrizitätslehre. Und das Fach Mathe, um chemische und biologische Verbindungen berechnen zu können und um Messergebnisse auszuwerten. Zudem solltest du analytische und praktische Fähigkeiten sowie eine gute Konzentration mitbringen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Umweltschutztechnische Assistenten nach ihrer Ausbildung eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, um später auch in Führungspositionen arbeiten zu können.

  • Zur Auswahl steht die Weiterbildung zum Techniker/in in den Bereichen Umweltschutz Labortechnik, Erneuerbare Energien, Wasserversorgung und Entsorgung, Verfahrenstechnik und Chemietechnik (Umweltschutz).
  • Auch kommt eine kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt/in – Umweltschutz in Frage
  • Ein Studium ermöglicht zusätzliche Berufs- und Karrierechancen. Gewählt werden kann zwischen den Studienfächern Umwelttechnik, Umweltschutz, Umweltwissenschaft, Umweltmanagement, Abfall- und Entsorgungstechnik, Chemie und Wirtschaftsingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Bio, Chemie, Physik

Sorgfalt und Genauigkeit

Fit in Mathe

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