Uhrmacher/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: Zwischen 1.500 und 2.300 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für die Herstellung, Wartung und Reparatur von Uhren und anderen Zeitmessgeräten zuständig.
  • Du nimmst Klein- und Großuhren auseinander und prüfst sie auf Schäden.
  • Nach der Wartung oder Reparatur setzt du die Einzelteile fachgerecht wieder zusammen und prüfst, ob die Uhr richtig läuft.
  • In einem handwerklichen Betrieb berätst du Kunden und kümmerst dich um ihre Uhren oder Schmuckstücke.
  • In einem industriellen Betrieb programmierst du Produktionsmaschinen, die für die Serienfertigung von Uhren eingesetzt

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Zwischen 1.500 und 2.300 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 1.050 Euro 2. Ausbildungsjahr: 650 bis 1.100 Euro 3. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.200 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Uhrmacher kümmerst du dich um die Herstellung, Wartung und Reparatur von Uhren und anderen Zeitmessgeräten. Egal ob sie mechanisch oder elektronisch funktionieren, du kannst Klein- und Großuhren auseinandernehmen und prüfen, ob sie Schäden aufweisen. Falls du bei deiner Suche fündig wirst, behebst du die Probleme und fügst die Einzelteile hinterher wieder zu einer tadellos funktionierenden Uhr zusammen. Die einzelnen Bauteile fertigst du selbst oder du greifst auf vorgefertigte Elemente zurück.

Während deiner Arbeit verwendest du spezielle Werkzeuge, mit denen du die extrem präzisen Arbeitsschritte durchführen kannst. Wenn du deine Ausbildung in einem handwerklichen Betrieb absolvierst, berätst du deine Kunden darüber, wie sie ihre Uhren pflegen können. Du restaurierst außerdem sowohl alte als auch neue Uhren oder Schmuckstücke – teilweise hast du es mit sehr wertvollen Uhren aus Edelmetallen, Diamanten oder Perlen zu tun.

In der Industrie bist du hingegen dafür zuständig, dass die Produktionsmaschinen richtig programmiert sind, um Uhren in Serie herzustellen. 

Deine Arbeitszeit verbringst du vor allem in der Werkstatt, darüber hinaus jedoch auch in Verkaufsräumen und im Büro. Eine Beschäftigung findest du in der handwerklichen oder industriellen Uhrenherstellung sowie in Reparatur- und Servicewerkstätten. Außerdem kannst du auch im Einzelhandel einen Arbeitsplatz finden.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Uhrmacher arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten.

Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie nimmst du Uhren und Uhrenanlagen in Betrieb? Wie prüfst du Teile auf Rundlauf oder Seitenschlag? Wie ersetzt du Batterien? Wie reinigst du Uhrwerke manuell und mit Ultraschall? Wie programmierst du programmgesteuerte Werkzeugmaschinen?

In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Pflegen und Aufarbeiten von Uhrgehäusen und Unterscheiden von Systemen der Zeitmessung.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du eine Arbeitsaufgabe und ein anschließendes Fachgespräch durchführst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einem schriftlichen und zeichnerischen Test zu den Themen „Uhrentechnik“, „Service und Instandhaltung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“. Zudem führst du eine Arbeitsaufgabe durch, die einem Kundenauftrag entspricht.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: 600 bis 1.050 Euro Ausbildungsvergütung

2. Ausbildungsjahr: 650 bis 1.100 Euro Ausbildungsvergütung

3. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.200 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Uhrmachers zwischen 1.800 und 2.800 Euro.

Einstiegsgehalt: 

In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.500 und 2.300 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 33% (Handwerk) / 5% (Industrie und Handel)
mittlerer Bildungsabschluss: 33% (Handwerk) / 50% (Industrie und Handel)
Hochschulreife: 33% (Handwerk) / 45% (Industrie und Handel)

Dein wichtigstes Arbeitswerkzeug sind deine Hände, denn für den Umgang mit und das Montieren von kleinsten Werkteilen benötigst du eine sehr gute Feinmotorik sowie einen ausgezeichneten Tastsinn. Auch deine anderen Sinnesorgane wie Augen oder Ohren sollten uneingeschränkt funktionieren, damit du sogar kleinste Unregelmäßigkeiten oder Probleme an deinem Arbeitsmaterial erkennen kannst. Wenn du selbstständig und sorgfältig arbeitest, bist du in dieser Ausbildung gut aufgehoben. Als Uhrmacher gehören Zahlen zu deinem Arbeitsalltag – bei der Reparatur von Uhren und der Suche nach Fehlerursachen wirst du viele mathematische Berechnungen durchführen. Da es sich bei Uhren um technische Konstruktionen handelt, sind außerdem Grundkenntnisse in Physik hilfreich.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Uhrmacher eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie spanende Metallverformung, Feinwerktechnik oder computergestützte Maschinensteuerung fortbilden lassen.

  • Lege alternativ eine Prüfung als Uhrmachermeister ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Feinwerktechnik.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Mikrotechnik oder Mikrosystemtechnik.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Interesse an Technik

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