Tierpfleger/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.500 und 2.300 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du kümmerst dich um Tiere unterschiedlicher Gattungen in verschiedenen Einrichtungen.
  • Du wählst das richtige Futter aus und hältst die Ställe, Käfige und Unterkünfte sauber.
  • Du kümmerst dich um die Aufzucht von Jungtieren.
  • Du setzt alles daran, dass kein Tier gefährdet oder in seinem Wohlbefinden beeinträchtigt wird.
  • Je nach Fachrichtung kümmerst du dich um Tiere in der Forschung, in Kliniken, Tierheimen, Tierpensionen oder im Zoo.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.500 und 2.300 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 720 bis 950 Euro 2. Ausbildungsjahr: 760 bis 1.050 Euro 3. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.150 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Tierpfleger kümmerst du dich um Tiere unterschiedlicher Gattungen in verschiedenen Einrichtungen. Du wählst das richtige Futter aus, hältst die Ställe, Käfige oder Unterkünfte sauber und kümmerst dich um die Aufzucht von Jungtieren. Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist besonders wichtig, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Du setzt alles daran, dass kein Tier gefährdet oder in seinem Wohlbefinden beeinträchtigt wird. Die Ausbildung zum Tierpfleger erfolgt in einer der Fachrichtungen "Forschung und Klinik", "Tierheim und Tierpension" oder "Zoo".

Als Tierpfleger der Fachrichtung "Forschung und Klinik" bist du für die Versuchstiere in Forschungs- und Untersuchungseinrichtungen oder für kranke oder verletzte Tiere in Kliniken und Praxen verantwortlich. In Kliniken diagnostizierst du Tiere und unterstützt den Tierarzt bei der Behandlung. Im Labor wertest du verschiedene Proben aus. Deine Arbeitzeit verbringst du vor allem in Behandlungsräumen, Operationsräumen und Labors. Eine Beschäftigung findest du an Hochschulen, in Forschungslaboratorien, in Universitätskliniken, in Tierkliniken und -praxen sowie in Betrieben der Versuchstierzucht und -haltung.

Als Tierpfleger der Fachrichtung "Tierheim und Tierpension" bist du für die Pflege und Versorgung von Haustieren oder hilfebedürftigen Tieren verantwortlich. Im Tierheim kümmerst du dich um teilweise traumatisierte Tiere und beobachtest ihr Verhalten. Durch gezielte und fachgerechte Erziehung wirkst du Verhaltensstörungen entgegen. Du berätst Kunden über die richtige Unterbringung ihrer Haustiere oder über die Pflege eines Heimtieres. Zudem bist du für die Anschaffung von Geräten und Futtermitteln sowie für die Kostenplanung zuständig. Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie in Untersuchungs- und Behandlungsräumen, Tierunterkünften, Lagerräumen oder in Büros. Eine Anstellung findest du in Tierkliniken, Tierheimen oder Tierpensionen.

Als Tierpfleger der Fachrichtung "Zoo" versorgst und betreust du Tiere in Zoos, Naturparks, Terrarien oder Aquarien. Neben der Einrichtung und Pflege von fachgerechten Unterkünften gehört die Beschäftigung der Tiere zu deinen Hauptaufgaben – Langeweile kann zu ungewünschten Verhaltensstörungen und Aggressionen führen. Du hast es mit einer großen Bandbreite verschiedener Tiere zu tun, die unterschiedliche Anforderungen bezüglich ihrer Behausung und ihrer Ernährung haben. Zudem arbeitest du an Zuchtprogrammen mit und bist der erste Ansprechpartner für die Besucher. Deine Arbeitszeit verbringst du in Futterküchen, Freigehegen, geschlossenen Tierunterkünften, Laboratorien und auf Brutstationen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Tierpfleger arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie pflegst und versorgst du verschiedene Tiere? Was ist beim Umgang mit trächtigen und neugeborenen Tieren zu beachten? Welche Tier- und Artenschutzbestimmungen musst du kennen? Was machst du, wenn du bei einem Tier Krankheitsanzeichen feststellst? Wie untersuchst du Proben von verschiedenen Tieren? Wie kannst du die Beziehung zwischen Menschen und Hunden fördern? Wie werden Zoogehege artgerecht eingerichtet? Die Ausbildung zum Tierpfleger erfolgt in einer der Fachrichtungen "Forschung und Klinik", "Tierheim und Tierpension" oder "Zoo".
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Umsetzen von Hygienekonzepten und im Durchführen von Öffentlichkeitsarbeit.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du drei bis vier praktische Arbeitsaufgaben durchführst und in einem schriftlichen Test geprüft wirst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einer schriftlichen Prüfung in den Fächern "Pflegen, Halten und Versorgen von Tieren in Tierheimen und Tierpensionen, Erziehen von Hunden", "Verwaltung und kaufmännische Grundlagen" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde". Außerdem führst du drei bis vier Arbeitsaufträge wie das Zusammenstellen von Futter oder dem Mitwirken bei der Untersuchung eines Tieres durch.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 720 bis 950 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 760 bis 1.050 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 800 bis 1.150 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Tierpflegers zwischen 2.000 und 3.500 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.500 und 2.300 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 14% (Forschung und Klinik) / 29% (Tierheim und Tierpension) / 7% (Zoo)
mittlerer Bildungsabschluss: 58% (Forschung und Klinik) / 45% (Tierheim und Tierpension) / 46% (Zoo)
Hochschulreife: 28% (Forschung und Klinik) / 22% (Tierheim und Tierpension) / 44% (Zoo)

Der abwechslungsreiche Beruf eines Tierpflegers vereint praktische, organisatorische und beratende Tätigkeiten. Dieser Job kann körperlich sehr anstrengend sein, deshalb wird auf Ausdauer, Fitness und Belastbarkeit Wert gelegt. Feinmotorik der Hände und Finger benötigst du beim Umgang mit sehr kleinen Tieren. Du verbringst viel Zeit im Freien, deshalb sind ein intaktes Immunsystem und eine stabile Gesundheit wichtig. Kenntnisse im Bereich Biologie helfen dir bei der Analyse von Tierverhalten und bei der Aufzucht und Pflege von Tieren. Bei der Berechnung von Futtermengen und -mischungen setzt du die Grundrechenarten ein. Wenn du über eine sorgfältige, selbstständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise verfügst, wirst du in diesem Beruf gut zurechtkommen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Tierpfleger eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. 

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Tierzucht, Tierpflege oder Tierhaltung fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Tierpflegemeister ab, um beruflich voranzukommen.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Tiermedizin oder Biologie.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

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