Ausbildung als Physiklaborant/in

Dauer: 3,5 Jahre
Einstiegsgehalt: mindestens 1.600 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, wie Laborgeräte zum Einsatz kommen.
  • Der Umgang mit Säuren, Salzen und organischen Lösemitteln wird dir beigebracht.
  • Messungen und Berechnungen zur Wärmeausdehnung werden dir erläutert.
  • Auch lernst du die physikalischen und chemischen Methoden der Stofftrennung, Stoffvereinigung sowie der Stoffreinigung kennen.
  • Mikrobiologische Arbeitstechniken lernst du anzuwenden.
  • Die Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz werden für dich selbstverständlich.

Fakten

Abschluss
Abitur
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Nein.
Einstiegsgehalt
mindestens 1.600 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: rund 920 Euro 2. Ausbildungsjahr: rund 990 Euro 3. Ausbildungsjahr: rund 1.060 Euro 4. Ausbildungsjahr: rund 1.120 Euro
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Nach der Ausbildung sind Physiklaboranten im Labor anzutreffen. Hier führen sie physikalische Messungen und Versuchsreihen durch. Ziel ist es, die Eigenschaften von Werkstoffen und Systemen zu ermitteln und diese auf ihre Zusammensetzungen und Qualität hin zu überprüfen. Physiklaboranten begleiten Arbeitsabläufe von Anfang bis Ende.  Sie bereiten Versuche und Messungen vor, arbeiten die Planung aus und bauen Versuchsanlagen. Mittels rechnergesteuerten Messeinrichtungen sind sie auch für die Durchführung zuständig und die abschließende Dokumentation gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Diese schriftlich festgehaltenen Ergebnisse werden beispielsweise Physikern oder Entwicklungsingenieuren zur Verfügung gestellt. Physiklaboranten tragen im Labor Schutzkleidung und Schutzbrillen, was sehr wichtig ist, weil bei Versuchen in der Regel mit Säuren, Strom und Strahlungen gearbeitet wird. Die Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz müssen bekannt sein und stets eingehalten werden. Der sichere Umgang mit den verschiedenen Geräten und Materialien ist für Physiklaboranten eine Selbstverständlichkeit. Die Wartung und Instandhaltung der technischen Versuchs- und Prozessapparaturen wird ebenfalls von ihnen durchgeführt.
Physiklaboranten können nach ihrer Ausbildung in Laboren innerhalb der Industrie arbeiten, dazu zählen der Maschinenbau und die Glas- und Baustoffindustrie. Hier testen sie beispielsweise, wie Materialeigenschaften durch nanotechnologische Bearbeitung verbessert werden können. Korrosionseigenschaften von Metallen wie auch elektrochemisches Verhalten von Legierungen und Mikrochips werden von ihnen untersucht. Ebenfalls können sie in Forschungslaboratorien von Universitäten sowie in Prüfinstituten tätig sein. Versicherungen ziehen Physiklaboranten auch für Untersuchungen von Schadensfällen hinzu. Physikalische Forschungsinstitute zählen außerdem zu den typischen Arbeitsbereichen für Physiklaboranten.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Physiklaborant arbeiten zu können, ist die 3,5-jährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten.

Vor Ende des zweiten  Ausbildungsjahres legst du den ersten Teil der Abschlussprüfung, eine Zwischenprüfung, ab. Diese besteht aus den Lerninhalten der ersten beiden Ausbildungsjahre. Die Abschlussprüfung folgt am Ende deiner Ausbildung.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: rund 920 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: rund 990 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: rund 1.060 Euro Ausbildungsvergütung
4. Ausbildungsjahr: rund 1.120 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Physiklaboranten nach der Ausbildung zwischen 1.900 und 2.200 Euro. Nach vier Jahren im öffentlichen Dienst kann das Gehalt bei bis zu 2.500 Euro liegen.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 1.600 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen die meisten Ausbildungsanfänger allerdings die Hochschulreife mit. Laut des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)  haben 86 Prozent der Ausbildungsanfänger Hochschulreife, 11 Prozent mittlere Reife und 3 Prozent keinen Hauptschulabschluss.

Für die Ausbildung zum Physiklaboranten sind gute Leistungen in den Fächern Physik, Chemie, Mathe und Englisch von großem Vorteil. Ideale Voraussetzungen sind ebenfalls die Vorliebe für Experimente, Verantwortungsbewusstsein und Ordnungssinn.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Physiklaboranten nach ihrer Ausbildung eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, um später auch in Führungspositionen arbeiten zu können.

  • Technikerweiterbildung als Techniker/in – Physiktechnik, als Techniker/in – Werkstofftechnik oder als Techniker/in – Umweltschutz (Labortechnik).
  • Ein Studium in den Fächern Physik, Physikingenieurwesen, Angewandte Naturwissenschaft, Werkstoffwissenschaft, -technik, Materialwissenschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Verantwortung übernehmen

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