Ausbildung zum Nautischen Offiziersassistenten

Dauer: 1 Jahr
Einstiegsgehalt: rund 4.300 Euro
Ausbildungstyp: Ausbildungsprogramm
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du wirst in die Navigation eines Schiffes eingeführt.
  • Mit der Planung und Durchführung von Sicherheitsübungen wirst du vertraut gemacht.
  • Grundlegende Einblicke erhältst du in den wichtigen Bereich der Wetterkunde.
  • Du lernst, was hinsichtlich der Sicherheit an Bord alles beachtet werden muss.
  • Je nach Schiffstyp planst und überwachst du das Be- und Entladen von Containern und anderen Dingen.
  • Auch das An- und Ablegen sowie das Ankern gehört zu deinem Aufgabenbereich.

Fakten

Abschluss
Fachhochschulreife
Art der Ausbildung
Ausbildungsprogramm
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
rund 4.300 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: rund 1.300 Euro
Ausbildungsdauer
1 Jahr

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Für all diejenigen, die die Schifffahrt lieben, gerne auf Reisen und seefest sind, dürfte die Ausbildung zum Nautischen Offiziersassistenten der ideale Start ins Berufsleben sein. An Bord eines Schiffes gehören sie zu den Besatzungsmitgliedern und werden abgekürzt NOA genannt. Sie arbeiten mit Offizieren und dem Kapitän Hand in Hand und ihre Aufgaben an Bord eines Schiffes sind vielfältiger Natur. Die Navigation ist ein grundlegender Teil ihrer Arbeit, die einen sicheren Umgang mit Seekarten voraussetzt. Dazu gehören Einträge in das Logbuch und sie müssen natürlich immer die Entwicklung der Wetterlage im Auge behalten. Demnach sind auch meteorologische Kenntnisse gefragt. Die geplante Route eines Schiffes kann sich aufgrund einer umschlagenden Wetterlage verändern und dann ist schnelles und souveränes Handeln wichtig. Der allgemeine Sicherheitsaspekt ist von großer Bedeutung und so planen Nautische Offiziersassistenten entsprechende Sicherheitsübungen und führen diese schließlich auch aus. Das Zubehör, wie beispielsweise Rettungswesten und Rettungsboote, unterliegt ihrer Wartung. Maßnahmen im Brandfall und Erste-Hilfe-Kenntnisse fallen ebenfalls in ihren Zuständigkeitsbereich. Ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl ist hier besonders wichtig.
Eine gute Zusammenarbeit aller Crewmitglieder ermöglicht reibungslose Arbeitsabläufe. Auch die Manöver beim An- und Ablegen sowie das Ankern fallen in den umfangreichen Aufgabenbereich. Nautische Offiziersassistenten kennen sich auch mit den verschiedenen Schiffstypen aus und können das Be- und Entladen von Containern genau planen und auch überwachen. An Bord sind Nautische Offiziersassistenten an Deck, auf der Kommandobrücke oder im Maschinenraum anzutreffen. Dabei tragen sie eine Uniform, die gerade auf See auch wetterfest sein muss. Gearbeitet wird im Schichtdienst, der sich in Früh-, Spät- und Nachtdienst aufteilt, und auch an Sonn- und Feiertagen.

Reedereien stellen nach der Ausbildung Nautische Offiziersassistenten ein. Als Arbeitsort kommen Passagier- und Containerschiffe in Frage. Die Länge der Routen variiert je nach Zielhafen und ein weltweiter Einsatz ist möglich. Wer dann doch lieber festen Boden unter den Füßen bevorzugt, kann auch an Land arbeiten. Möglichkeiten bieten der Schiffsbau, Fischerei-Betriebe und die Hafenwirtschaft.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Nautischer Offiziersassistent arbeiten zu können, ist die einjährige fachpraktische Ausbildung und Seefahrtzeit in Vollzeit. Die betriebsinterne Ausbildung wird an Bord eines Schiffes absolviert, für die der erste Nautische Offizier und der Kapitän zuständig sind. Direkt vor Ort übernimmst du an Bord nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Theorie und Praxis werden den Auszubildenden direkt vor Ort vermittelt. Dabei gibt es jedoch eine Ausnahme. Der Lehrgang Brandabwehr und Rettung wird in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen an Land durchgeführt.

Verkürzungen der Ausbildungsdauer sind möglich, wenn durch andere Ausbildungen nachgewiesen werden kann, dass bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten bereits erworben wurden. Diese müssen den Auflagen der Seeleute-Befähigungsverordnung entsprechen. Dazu zählen Ausbildungen und Tätigkeiten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, des Fischereischutzes und der Seefischereiaufsicht des Bundes, der Bundeswehr, der Bundespolizei und bei den Wasserschutzpolizeien der Länder. 

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: rund 1.300 Euro Ausbildungsvergütung

Gehälter sind häufig an Tarifverträge für die deutsche Seefahrt gebunden. Für Lehrgänge an Land können Kosten für Lernmittel und für die Unterbringung anfallen.

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Nautischen Offiziersassistenten bei rund 4.900 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 4.300 Euro rechnen.

 

 

Was musst du mitbringen?

Ausbildungsanfänger bringen folgenden Schulabschluss mit: Hochschulreife, Fachhochschulreife oder einen Abschluss der Berufsfachschule zum Schiffsbetriebstechnischen Assistenten.

Für den Decksdienst ist ein Nachweis über die Seediensttauglichkeit erforderlich. Optimale schulische Voraussetzungen für die Ausbildung zum Nautischen Offiziersassistenten sind gute Leistungen in den Fächern Mathe, Englisch und Physik.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Nautische Offiziersassistenten nach der Ausbildung gute Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

  • Ein Studium der Nautik – Nautische/r Schiffsoffizier/in. Nach dem Studium erhältst du das Befähigungszeugnis Nautische/r Wachoffizier/in (NWO). Folgen weitere Seefahrtszeiten winken Positionen als Erste/r Offizier/in (NEO) und als Kapitän/in (NK).

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Verantwortung übernehmen

Fit in Bio, Chemie, Physik

Fit in Englisch

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