Milchwirtschaftliche/r Laborant/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.500 und 3.000 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für die optimale Qualität von Milch und Milcherzeugnissen verantwortlich.
  • Du führst Untersuchungen von Rohmilch sowie Zwischen- und Endprodukten bei der Herstellung von Milcherzeugnissen durch.
  • Du verwendest chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungsmethoden.
  • Vor der Entnahme von Proben bereitest du die erforderlichen Materialien und Geräte vor und kontrollierst sie auf Funktionstüchtigkeit und Sauberkeit.
  • Du dokumentierst deine Arbeitsschritte und fasst die Ergebnisse in einem Prüfbericht zusammen.

Fakten

Abschluss
Keiner
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.500 und 3.000 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 610 bis 890 Euro 2. Ausbildungsjahr: 660 bis 1.050 Euro 3. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.200 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Milchwirtschaftlicher Laborant bist du für die optimale Qualität von Milch und Milcherzeugnissen verantwortlich. Zu diesem Zweck führst du Untersuchungen von Rohmilch sowie Zwischen- und Endprodukten bei der Herstellung von Milcherzeugnissen durch. Dabei verwendest du chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungsmethoden – du bestimmst beispielsweise den Fettgehalt von Milch oder ermittelst die genaue Zähflüssigkeit von Proben. Vor der Entnahme von Proben bereitest du die erforderlichen Materialien und Geräte vor und kontrollierst, dass sie sauber und funktionstüchtig sind. Du dokumentierst deine Arbeitsschritte und die Messergebnisse genau und vergleichst sie mit den für das jeweilige Produkt geltenden Richtlinien. Deine Arbeitsergebnisse fasst du in einem Prüfbericht zusammen.

Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie in Produktionshallen, Laborräumen, Lager- und Kühlräumen sowie im Büro. Eine Beschäftigung findest du in Instituten zur Überprüfung von Milcherzeugnissen, Betrieben der Milchverarbeitung, milchwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalten, Betrieben der Nahrungsmittelherstellung oder der öffentlichen Verwaltung.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Milchwirtschaftlicher Laborant arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie bereitest du Laborgeräte auf ihren Einsatz vor? Welche hygienischen Vorschriften musst du bei der Arbeit einhalten? Wie verwaltest du Labordaten? Wie untersuchst du Proben mit verschiedenen Verfahren? Wie funktionieren Lebensmittelsicherheitssysteme?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im chemischen Untersuchen von Milch und dem Anwenden von Qualitätssicherheitssystemen.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du praktische und schriftliche Aufgaben zu den Themen "Untersuchungsmethoden" und "Untersuchung von Milch" löst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einem schriftlichen Test in den Fächern "Untersuchungsverfahren und Produkttechnologie" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde". Zudem führst du zum Thema "Labortechnik und Untersuchungswesen" zwei Arbeitsaufgaben mit je einem Fachgespräch durch.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 610 bis 890 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 660 bis 1.050 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.200 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Milchwirtschaftlichen Laboranten zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.500 und 3.000 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 3%
mittlerer Bildungsabschluss: 54%
Hochschulreife: 43%

Während der Ausbildung zum Milchwirtschaftlichen Laboranten lernst du eine abwechslungsreiche Arbeit mit vielen verschiedenen Tätigkeiten kennen. Wichtig ist vor allem dein guter Geruchs- und Geschmackssinn, um die hergestellten Produkte und Rohmilch auf ihre Qualität zu testen. Feinmotorik und scharfe Augen benötigst du, wenn du mit dem Mikroskop arbeitest. Bei der Berechnung von Werten wie Volumen, Dichte oder Mischverhältnisse von Produkten helfen dir deine Mathematikkenntnisse. Außerdem sind Kenntnisse in den Naturwissenschaften Chemie, Physik und Biologie hilfreich, um die Vorgänge der Milchverarbeitung und die Zusammensetzung von Milchprodukten zu verstehen. In diesem Fachgebiet wirst du viele Bedienungsanleitungen und Fachliteratur auf Englisch lesen, deshalb solltest du mit dieser Sprache vertraut sein. Wenn du sorgfältig, selbstständig und verantwortungsbewusst arbeiten kannst, bist du in dieser Ausbildung gut aufgehoben.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Milchwirtschaftliche Laboranten eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Lebensmittelhygiene, Molkereiwesen oder Qualitätsprüfung fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Milchwirtschaftlicher Labormeister ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Ernährungswissenschaften, Lebensmittelchemie oder Ökotrophologie.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Sorgfalt und Genauigkeit

Fit in Englisch

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