Lokführer/Eisenbahner im Betriebsdienst

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.600 und 2.400 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist dafür verantwortlich, dass der Personen- und Gütertransport im Schienenverkehr problemlos funktioniert.
  • Deine Ausbildung spezialisiert dich entweder in der Fachrichtung „Fahrweg“ oder in der Fachrichtung „Lokführer und Transport“.
  • In der Fachrichtung „Fahrweg“ behältst du den Überblick über das Streckennetz und stellst Signale und Weichen richtig ein.
  • In der Fachrichtung „Lokführer und Transport“ steuerst du selber verschiedene Fahrzeuge im Nah- und Fernverkehr und bist im Störungsfall vor Ort verantwortlich.
  • Du beachtest alle Gesetze und Vorschriften, um einen sicheren Schienenverkehr zu gewährleisten.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.600 und 2.400 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 740 bis 880 Euro 2. Ausbildungsjahr: 810 bis 940 Euro 3. Ausbildungsjahr: 870 bis 1.050 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg bist du dafür verantwortlich, dass der Personen- und Gütertransport im Schienenverkehr problemlos funktioniert. Dabei behältst du immer den Überblick über das Schienennetz: Du bearbeitest beispielsweise Bahnübergänge und stellst Signale sowie Weichen richtig ein. Wenn ein gefährliches Ereignis oder eine Störung eintritt sperrst du Gleise oder leitest Züge um. Außerdem organisierst du die Zusammenstellung der Züge, damit die Loks im Einsatz mit den richtigen Wagen gekoppelt sind. Und: Du führst Testfahrten auf Streckenabschnitten durch, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Als Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport transportierst du Personen und Güter in Loks und Triebfahrzeugen. Als Lokführer, S- oder U-Bahn-Fahrer im Nah- und Fernverkehr bist du dafür verantwortlich, dass der Schienenverkehr ohne Störungen genutzt werden kann. Vor Fahrbeginn stellst du sicher, dass alle Funktionen und Bedienelemente deines Fahrzeugs richtig funktionieren. Während der Fahrt achtest du auf Faktoren wie Geschwindigkeit oder Streckensignale, um deine Gäste sicher zu ihrem Ziel zu bringen. Außerdem rangierst du Wagen und Loks, um die richtige Zusammenstellung zu erreichen. Im Störungsfall veranlasst du Notsignale, um andere Züge und Verkehrsteilnehmer zu warnen, und riegelst Gleise ab, damit niemand zu Schaden kommt. 

Du beachtest stets die Einhaltung der Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen, die durch den Gesetzgeber oder den Betrieb festgelegt sind. Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie auf Bahnhöfen, in Stellwerken, in Zügen und auf Streckenabschnitten im Freien. Eine Beschäftigung findest du bei Schienennetzbetreibern im Personen- und Güterverkehr sowie in Unternehmen zum Betrieb von Zugsicherungssystemen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Eisenbahner im Betriebsdienst arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie sind Gleisanlagen aufgebaut? Welche Bahnanlagen gibt es? Welche Eigenschaften muss ein Zug haben, um für eine bestimmte Bahnanlage geeignet zu sein? Wie führst du die Aufsicht am Zug durch? Wie stellst du fest, ob Zugfahrten ordnungsgemäß verlaufen? Worauf musst du achten, wenn der Fahrdienst vom Regelbetrieb abweicht? Deine Ausbildung erfolgt in einer der Fachrichtungen "Fahrweg" oder "Lokführer und Transport".
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Einleiten von Maßnahmen bei gefährlichen Ereignissen im Bahnbetrieb.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du drei Arbeitsaufgaben, mehrere situative Gesprächsphasen und einen schriftlichen Test bestehen musst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einer schriftliche Überprüfung der Themen "Betriebsdienst", "Prüfen von Triebfahrzeugen" und "Wirtschafts- und Sozialkunde". Außerdem wirst du Arbeitsaufträge zum Thema "Zugfahrt" sowie ein Fachgespräch durchführen.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 740 bis 880 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 810 bis 940 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 870 bis 1.050 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Eisenbahners im Betriebsdienst zwischen 2.100 und 3.000 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.400 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 4% (Fahrweg) / 13% (Lokführer und Transport)
mittlerer Bildungsabschluss: 49% (Fahrweg) / 57% (Lokführer und Transport)
Hochschulreife: 46% (Fahrweg) / 26% (Lokführer und Transport)%

Als Eisenbahner im Betriebsdienst hast du einen sehr abwechslungsreichen Job, in dem du für verschiedene Tätigkeiten zuständig bist. Auf jeden Fall benötigst du eine schnelle Reaktionsfähigkeit und psychische Belastbarkeit, um im Not- oder Störungsfall schnell zu handeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Umgang mit Kollegen und Fahrgästen stellst du deine Kommunikationsfähigkeit unter Beweis. Ein gutes technisches Verständnis hilft dir bei der Kontrolle des Schienennetzes und während der Suche nach Fehlern an Bremsen oder Antrieb. Wichtig ist auch ein uneingeschränktes Farbsehvermögen, da du farbige Signalleuchten an Steuereinrichtungen oder Streckensignale erkennen musst. Wenn du beispielsweise Bremswege oder neue Fahrtzeiten bestimmst, wirst du deine Grundkenntnisse in Mathematik und Physik einsetzen. Du wirst in der Ausbildung gut zurechtkommen, wenn du über Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige, umsichtige und selbstständige Arbeitsweise verfügst.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Eisenbahner im Betriebsdienst eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Ladungssicherung, Schienenverkehr oder Arbeitsschutz fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Meister für Bahnverkehr ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik (Fachrichtung Fahrweg) oder zum Techniker der Fachrichtung Verkehrstechnik mit dem Schwerpunkt Eisenbahnbetrieb (Fachrichtung Lokführer und Transport).
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Verkehrsingenieurwesen oder Logistik.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Interesse an Technik

Fit in Bio, Chemie, Physik

Kontaktfreude

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