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Ausbildung als Landwirt/in

Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 1.600 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Während deiner Ausbildung zum Landwirt bzw. zur Landwirtin kannst du dich auf die Pflanzen- oder Tierproduktion spezialisieren.
  • Du lernst dementsprechend alles rund um die Aufzucht, Haltung und Pflege von Nutztieren, Obst, Gemüse oder Pflanzen.
  • Du arbeitest mit schwerem Gerät wie Traktoren, Mähdreschern, Melkmaschinen oder Fütterungsanlagen.
  • Du wirst dich an Staub und Schmutz gewöhnen und viel im Freien arbeiten.
  • Du lernst, was du im Umgang mit Dünger, Pflanzenschutz-, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln beachten musst.
  • Du bist für Lagerhaltung und Vermarktung der erzeugten Produkte zuständig.
  • Du musst auch kaufmännische Aufgaben erledigen und Abrechnungen erstellen oder Kosten kalkulieren.
  • Du hast unregelmäßige Arbeitszeiten, denn dein Job ist abhängig von Jahreszeit, Wetterlage, Erntezeit und Krankheitsfällen bei Tieren.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 1.600 Euro
Vergütung
Zwischen 625 und 750 Euro
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Ein Landwirt ist ein Bauer mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung für die Arbeit in der Land- und Tierwirtschaft. Er baut Getreide und andere Nutzpflanzen an und hält Nutztiere, um Nahrungsmittel zu gewinnen. Dazu bedient er sich technischer Geräte und chemischer oder biologischer Hilfsmittel. Er versorgt die Tiere, indem er sie füttert, melkt und ihre Ställe reinigt. Auf den Feldern pflügt er, sät, düngt, wässert und erntet. Die erzeugten Produkte aus der Agrarwirtschaft und Viehhaltung wie Milch, Eier, Fleisch, Obst und Gemüse verkauft sein landwirtschaftlicher Betrieb oder er selbst im Hofladen, auf Märkten, an Restaurants, Molkereien, Metzgereien und Bioläden. Die idyllische Vorstellung vom Bauernhof mit vielen verschiedenen Tierarten und Pflanzensorten ist aus wirtschaftlichen Gründen vielfach der Massentierhaltung und Monokultur gewichen. Der "Landwirt 2.0" bearbeitet große Felder mit Traktoren und Mähdreschern und düngt mithilfe von Drohnen aus der Luft. Die Devise in dem Beruf heißt heute: rationell, aber tiergerecht und umweltverträglich. 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb in der Landwirtschaft stattfindet. Sie dauert drei Jahre. In der Ausbildung zum Landwirt lernst Grundlegendes über die Bodenqualität und -bearbeitung, den Umweltschutz, die Tierhaltung und über die Verarbeitung von Getreide. Die Bedienung landwirtschaftlicher Maschinen bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: 500 bis 630 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 550 bis 670 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 600 bis 730 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Landwirts zwischen 2.121 und 2.234 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.300 und 2.300 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Interessierst du dich für eine Ausbildung zur Landwirtin, benötigst du für die Ausbildung zum Landwirt keinen Mindestschulabschluss. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen die meisten Ausbildungsanfänger allerdings einen mittleren Bildungsabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 31%
mittlerer Bildungsabschluss: 46%
Hochschulreife: 21%

Wenn du eine Ausbildung zum Landwirt machen möchtest, solltest du primär ein großes Interesse an der Natur haben. Um Landmaschinen und Fütterungsanlagen bedienen und reparieren zu können, brauchst du außerdem ein technisches Grundverständnis. In deinem beruflichen Alltag solltest du bereit dazu sein, selbstständig und verantwortungsvoll zu arbeiten. Außerdem dürfen dich körperliche Arbeit und unregelmäßige Arbeitszeiten nicht abschrecken. Betriebswirtschaftliches Verständnis ist nötig, wenn du dich später einmal eigenständig um einen Hof bzw. Betrieb kümmern möchtest. Wenn dir die Fächer Biologie, Werken/Technik sowie Chemie in der Schule Spaß gemacht haben, bringt du eine gute Grundlage für die Ausbildung mit.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Landwirte eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. 

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Weinbau, Pflanzenschutz oder Tierzucht fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Landwirtschaftsmeister ab, um beruflich voranzukommen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Agrartechnik.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Studium im Fach Agrarwissenschaft.

Einstieg Reality-Check

Interesse an Technik

Verantwortung übernehmen

Fit in Bio, Chemie, Physik

Organisationstalent

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