Ausbildung als Kanalbauer/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: Zwischen 2.000 und 2.800 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für den Bau, die Instandsetzung und die Sanierung von Abwasserleitungen und -systemen verantwortlich.
  • Du kümmerst dich beispielsweise um Hausanschlüsse aus Kunststoff oder Abwassersammler aus Beton.
  • Mit Baugeräten wie Baggern hebst du Gräben und Schächte aus, die du anschließend sicherst und trockenlegst.
  • Du verlegst die benötigten Rohre und prüfst sie auf ihre Dichtheit.
  • Am Ende deiner Arbeit füllst du den Graben wieder und bettest die Rohre sicher ein.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Zwischen 2.000 und 2.800 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 850 Euro 2. Ausbildungsjahr: 830 bis 1.200 Euro 3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.475 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Kanalbauerin oder Kanalbauer bist du für den Bau, die Instandsetzung und die Sanierung von Abwasserleitungen und -systemen verantwortlich. Egal ob es sich um einen Hausanschluss aus Kunststoff oder einen großen Abwassersammler aus Beton handelt – bei jedem Auftrag vermisst du die Baustelle und sicherst sie. Mit Baugeräten wie Baggern hebst du Gräben und Schächte aus, die du anschließend sicherst und trockenlegst. Danach verlegst du die benötigten Rohre und stellst sicher, dass Abwässer nicht austreten und das Grundwasser belasten können. Am Ende deiner Arbeit füllst du den Graben wieder und bettest die Rohre sicher ein, bevor du die Straßendecke oder Pflasterung erneuerst. Und: Du kontrollierst Kanalisationen regelmäßig auf Verunreinigungen und Schäden, beispielsweise mit ferngelenkten Robotern.

Deine Arbeitszeit verbringst du hauptsächlich auf Baustellen im Freien und in unterirdischen Kanälen. Eine Beschäftigung findest du in der Abwasserwirtschaft, bei Bauämtern und bei Tiefbauunternehmen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Berufsausbildung im Bauwesen dauert generell 2 oder 3 Jahre. In der Stufenausbildung baut dabei die Spezialisierung auf der Grundbildung auf.

Im Bauwesen erfolgt die Ausbildung abwechselnd in der Berufsschule, welche theoretische Kenntnisse vermittelt sowie im Ausbildungsbetrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum, wo praktische Fertigkeiten vermittelt werden.

In Nordrhein-Westfalen sorgt das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH für die Vermittlung der überbetrieblichen Ausbildungsinhalte. Hierzu betreibt das BFW NRW insgesamt drei moderne Ausbildungszentren an den Standorten Hamm, Kerpen und Oberhausen.

Ausbildung zum/zur Kanalbauer/in

1. Ausbildungsjahr: Berufliche Grundbildung

18 Wochen Ausbildungsbetrieb, 20 Wochen Ausbildungszentrum, 14 Wochen Berufsschule

2. Ausbildungsjahr: Allgemeine berufliche Fachbildung

27 Wochen Ausbildungsbetrieb, 13 Wochen Ausbildungszentrum, 12 Wochen Berufsschule

ABSCHLUSS Stufe 1 als »Tiefbaufacharbeiter, Schwerpunkt Kanalbauarbeiten« (Kammer-Prüfung)

3. Ausbildungsjahr: Besondere berufliche Fachbildung

38 Wochen Ausbildungsbetrieb, 4 Wochen Ausbildungszentrum, 10 Wochen Berufsschule

ABSCHLUSS Stufe 2 als »Kanalbauer« (Kammer-Prüfung) 

Du hast Abitur oder Fachabitur?

Die Bauwirtschaft hat etliche innovative duale Studiengänge an verschiedenen Standorten in Deutschland im Programm!

Wie hoch ist das Gehalt?

Wie hoch ist das Gehalt als Kanalbauer?

In der Ausbildung:

1. Ausbildungsjahr: 600 bis 850 Euro Ausbildungsvergütung

2. Ausbildungsjahr: 830 bis 1.200 Euro Ausbildungsvergütung

3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.475 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Kanalbauers zwischen 2.500 und 3.800 Euro.

Einstiegsgehalt: 

In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.000 und 2.800 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Möchtest du eine Ausbildung zum Kanalbauer machen, musst du auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 60% (Industrie und Handel) / 55% (Handwerk)

mittlerer Bildungsabschluss: 31% (Industrie und Handel) / 33% (Handwerk)
Hochschulreife: 9% (Industrie und Handel) / 7% (Handwerk)

Die Ausbildung zur Kanalbauerin oder zum Kanalbauer ist körperlich sehr anstrengend, deshalb solltest du fit, beweglich und stark sein. Da du viel im Freien arbeiten wirst, sind ein gutes Immunsystem und eine robuste Gesundheit wichtig. Für die praktische Arbeit mit Geräten, Werkzeugen und Baumaterialien benötigst du technisches Geschick. Weil du beispielsweise Flächen und Materialbedarf berechnen wirst, solltest du über ein mathematisches Grundwissen verfügen. Erste Kenntnisse über physikalische Gesetzmäßigkeiten helfen dir beim Umgang mit Kräften und Hebelarten. Wenn du sorgfältig, flexibel und selbstständig arbeiten kannst und Teamfähig bist, wirst du in dieser Ausbildung gut zurechtkommen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Kanalbauerin oder Kanalbauer eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Bausanierung, Tiefbau oder Vermessungstechnik fortbilden lassen.

  • Lege alternativ eine Prüfung als Polier im Bereich Tiefbau ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker oder zur Technikerin der Fachrichtung Bautechnik mit dem Schwerpunkt Tiefbau.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Bauingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Kontaktfreude

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