Goldschmied/in

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Dauer: 3,5 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.400 und 2.500 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für die Gestaltung und Fertigung verschiedener Schmuckstücke verantwortlich.
  • Du setzt deine eigenen Ideen oder die Gestaltungswünsche deiner Kunden um.
  • Du fertigst zuerst eine Skizze an, bevor du diese durch verschiedene Techniken und mithilfe unterschiedlicher Werkzeuge umsetzt.
  • Du reparierst alte Schmuckstücke und arbeitest sie um.
  • Du bearbeitest edle Steine und Perlen und bettest sie in den gegossenen Schmuck ein.
  • Du verwendest Materialien wie Gold, Silber oder Platin.

Fakten

Abschluss
Keiner
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.400 und 2.500 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 220 bis 1.000 Euro 2. Ausbildungsjahr: 240 bis 1.100 Euro 3. Ausbildungsjahr: 300 bis 1.200 Euro 4. Ausbildungsjahr: 310 bis 1.250 Euro
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Goldschmied bist du für die Gestaltung und Fertigung verschiedener Schmuckstücke verantwortlich. Dabei setzt du deine eigenen Ideen oder die Gestaltungswünsche deiner Kunden um. Bei deinen Aufträgen fertigst du zuerst eine Skizze an, bevor du diese durch verschiedene Techniken und mithilfe unterschiedlicher Werkzeuge herstellst. Außerdem reparierst du alte Schmuckstücke und arbeitest sie um. Wichtig ist immer, dass die Kosten den geplanten Rahmen nicht überschreiten. Du arbeitest entweder in Handarbeit oder überwachst die Serienherstellung – bei dieser Aufgabe stellst du Apparate und Maschinen ein und überwachst ihre Arbeit. Deine Ausbildung erfolgt in einer der Fachrichtungen "Juwelen", "Ketten" oder "Schmuck".

Als Goldschmied der Fachrichtung "Juwelen" stellst du Ketten, Armbänder, Ringe oder Broschen her. Dazu bearbeitest du edle Steine und Perlen und bettest sie in den gegossenen Schmuck ein. Zuvor musst du den Wert und die Echtheit dieser Materialien überprüfen.

Als Goldschmied der Fachrichtung "Ketten" gestaltest und fertigst du Hals- und Armschmuck oder Fußkettchen. Dazu verwendest du Materialien wie Gold, Silber oder Platin.

Als Goldschmied der Fachrichtung "Schmuck" stellst du Schmuck wie Ringe oder Anhänger her, die an verschiedenen Körperteilen getragen werden. Du arbeitest unter anderem an Schmelzöfen, die sehr heiß werden.

Im Beruf des Goldschmieds verbringst du deine Arbeitszeit vor allem in Werkstätten, Fabrikhallen oder in Verkaufsräumen von Juwelierläden. Eine Beschäftigung findest du bei Juwelieren, in handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten, in Schmuckdesignateliers oder in Betrieben der Schmuckindustrie.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Goldschmied arbeiten zu können, ist die dreieinhalbjährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie misst und wiegst du Werkstücke? Was musst du beim Schmieden beachten? Welche chemischen und physikalischen Vorgänge laufen beim Schmelzen von Metall ab? Wie kannst du Oberflächen durch Schleifen, Polieren oder Mattieren behandeln? Wie wird Schmuck gestaltet? Die Ausbildung findet in einer der Fachrichtungen "Juwelen", "Ketten" oder "Schmuck" statt.
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem in den Grundlagen der Gestaltung oder in Werkstoffe und Edelsteine.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du einen schriftlichen Test zu praxisbezogenen Fällen bestehen musst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einer schriftlichen Überprüfung der Fächer "Technologie", "Gestaltung und Arbeitsplanung", "Technische Mathematik" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde". Außerdem beweist du dein Können und Wissen in einer praktischen Prüfung, in der du Arbeitsstücke herstellst.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 220 bis 1.000 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 240 bis 1.100 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 300 bis 1.200 Euro Ausbildungsvergütung
4. Ausbildungsjahr: 310 bis 1.250 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Goldschmieds zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.400 und 2.500 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 13% (Fachrichtung Schmuck)
mittlerer Bildungsabschluss: 30% (Fachrichtung Schmuck)
Hochschulreife: 57% (Fachrichtung Schmuck)

Die Arbeit als Goldschmied verbindet kreative und praktische Tätigkeiten. Bei der Herstellung verschiedener Schmuckstücke setzt du deine Kreativität, dein künstlerisches Geschick und deine handwerklichen Kenntnisse ein. Für den Umgang mit verschiedenen Chemikalien und heißem Metall sind grundlegende Kenntnisse im Fach Chemie von Vorteil. Zur Auswahl der richtigen Edelsteine oder Perlen ist es wichtig, dass du über ein uneingeschränktes Farbsehvermögen verfügst. Außerdem solltest du für die Beratungsgespräche mit Kunden gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen. Wenn du sorgfältig und selbstständig arbeiten kannst, wirst du in dieser Ausbildung gut zurechtkommen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Goldschmied eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. 

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Produktgestaltung, Metallverarbeitung oder Lötverfahren fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Gold- und Silberschmiedemeister ab, um beruflich voranzukommen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Gestalter für Edelstein, Schmuck und Gerät.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Schmuckdesign.

Einstieg Reality-Check

Fit in Bio, Chemie, Physik

Kontaktfreude

Interesse an Gestaltung und Design

Sorgfalt und Genauigkeit

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