Geomatiker/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 2.100 und 2.500 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du beschaffst dir Geodaten, indem du sie von anderen Anbietern beziehst oder eigene Vermessungen durchführst.
  • Du wählst für jeden Auftrag die perfekte Darstellungsform, um Wichtiges hervorzuheben.
  • Am Computer erstellst du beispielsweise Grafiken, Karten oder 3-D-Modelle.
  • Du beachtest stets alle relevanten Vorschriften und Gesetze, beispielsweise zum Umwelt- oder Datenschutz.

Fakten

Abschluss
Fachhochschulreife
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 2.100 und 2.500 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 910 Euro 2. Ausbildungsjahr: 770 bis 1.000 Euro 3. Ausbildungsjahr: 920 bis 1.100 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Geomatiker bist du für die Beschaffung und Verarbeitung von Geodaten zuständig, also digitale, räumliche Informationen über die Lage von Objekten oder unsere Umwelt. Deine Arbeit ist beispielsweise wichtig für die Routenplanung von Navigationssystemen oder die Stadtplanung. Bei jedem Auftrag berätst du deinen Kunden über die für seine Zwecke benötigten Daten und die optimale Visualisierungsform. Du erarbeitest für ihn auch Schlussfolgerungen, die sich aus der Datenanalyse ergeben. Geodaten erhältst du, indem du sie von anderen Anbietern beziehst oder eigene Vermessungen durchführst. Danach erstellst du aus diesen Rohdaten am Computer Grafiken, Karten und andere Darstellungsformen wie 3-D-Modelle. Dabei achtest du darauf, dass genau die Informationen in deiner visuellen Präsentation hervorgehoben werden, die für den aktuellen Auftrag wichtig sind. Du befolgst bei deiner Arbeit als Geomatiker immer alle relevanten Vorschriften und Gesetze, beispielsweise zum Umwelt- oder Datenschutz.

Du verrichtest deinen Beruf in erster Linie in Büroräumen, bist bei Vermessungen jedoch auch im Freien unterwegs. Beschäftigung findest du in Verlagen für Kartografie, Unternehmen der Geoinformationswirtschaft oder Behörden des Vermessungswesens.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Geomatiker arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Welche Methoden und Geräte der Vermessungstechnik gibt es und wie wendest du sie an? Wie überprüfst du Geodaten auf ihre Aktualität, Genauigkeit und Korrektheit? Wie setzt du Datenbanken gezielt für deine Zwecke ein? Wie bestimmst du Größe, Form und Lage von Objekten anhand optischer Bildinformationen?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Erfassen von Geodaten oder im Entwickeln mehrdimensionaler Geoprodukte.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine schriftliche Zwischenprüfung ab. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus den Prüfungsthemen "Geodatenprozesse", "Geodatenpräsentation", "Geoinformationstechnik", "Geodatenmanagement" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde".

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 910 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 770 bis 1.000 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 920 bis 1.100 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Geomatikers zwischen 2.100 und 3.600 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.100 und 2.500 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 2% (öffentlicher Dienst) / 0% (Industrie und Handel)
mittlerer Bildungsabschluss: 19% (öffentlicher Dienst) / 43% (Industrie und Handel)
Hochschulreife: 77% (öffentlicher Dienst) / 57% (Industrie und Handel)

Wenn du aus dem Erdkundeunterricht in der Schule bereits weißt, welche Bestandteile eine Karte hat und wie du geografische Darstellungen beschreibst, wirst du mit den Grundlagen deiner Arbeit als Geomatiker gut zurechtkommen. Damit dir die Berechnung von Maßstäben und Flächen sowie die Auswertung von Statistiken leichter fallen, solltest du mathematische Grundkenntnisse mitbringen. Wenn du im Umgang mit der deutschen Sprache sicher bist, wird dir auch die Dokumentation deiner Projekte gut gelingen. Für die Arbeit bei verschiedenen Witterungen im Freien solltest du körperlich fit und gesund sein. Besonders dein Sehvermögen ist wichtig, denn du wirst beispielsweise Karten auswerten, weite Strecken freien Geländes vermessen und benutzerfreundliche Karten gestalten. In dieser Ausbildung bist du gut aufgehoben, wenn du zudem sorgfältig und flexibel arbeiten und dich ohne Probleme auf wechselnde Gelände- oder Witterungsbedingungen einstellen kannst.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Geomatiker eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Vermessungstechnik, Geoinformationssysteme oder Geowissenschaften fortbilden lassen.
  • Absolviere alternativ die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Vermessungstechnik, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Kartografie, Vermessungstechnik oder Geoinformatik.

Schon gewusst?

  • Von 1959 bis 2010 wurde dieser Ausbildungsberuf als "Kartograf" bezeichnet.

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