Ausbildung zum/zur Finanzwirt/in

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Dauer: 2 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 2.100 und 2.500 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Geltende Steuergesetze und Rechtsvorschriften lernst du anzuwenden.
  • Du lernst alles über die Prüfung von Steuererklärungen sowie über die Ermittlung von Einkommens- und Vermögensverhältnissen.
  • Die zu zahlende Steuer wird von dir berechnet und die Ausstellung von Steuerbescheiden wird dir ebenfalls beigebracht.
  • Im Innendienst gehört auch der Zahlungsverkehr zu deinen Aufgaben.
  • In die Vorgänge von Betriebsprüfungen im Außendienst wirst du eingeführt.
  • So auch in die Abläufe von Steuerfahndungen

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Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 2.100 und 2.500 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.100 Euro 2. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.100 Euro
Ausbildungsdauer
2 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Nach der Ausbildung sind Finanzwirte für die Verwaltung von Steuern, wie Einkommens-, Körperschafts-, Grunderwerbs und Erbschaftssteuer, zuständig. In der Regel arbeiten sie bei Steuer- und Finanzbehörden. Hier kommen verschiedene Abteilungen in Betracht, zum Beispiel  die Bereiche der Veranlagungen, Bewertungen, Vollstreckungen, Straf- und Bußgeldangelegenheiten, sowie die Finanzkasse oder Rechtsbehelfsstelle. Finanzwirte bearbeiten sämtliche Steuerangelegenheiten wie Steuererklärungen und müssen stets die neuesten Steuergesetze und Richtlinien parat haben. Je nach Bearbeitung kommen auch das bürgerliche Recht sowie das Handelsrecht ins Spiel. Dabei müssen sie auch immer Verwaltungsanweisungen der Finanzdirektoren und Gerichtsurteile der Finanzgerichte berücksichtigen. Hinsichtlich Gesetzesänderungen müssen sie sich stets auf den neuesten Stand bringen. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, Bürger bei auftretenden Fragen zu informieren. Gleichzeitig gehört die Ermittlung von Einheitswerten für unbebaute und bebaute Grundstücke zu ihren Aufgaben. Erbschaften und Schenkungen müssen von Finanzwirten steuerlich erfasst und bearbeitet werden. Kommt es zu Vollstreckungen, so müssen diese ebenfalls von Finanzwirten in die Wege geleitet werden. All diese Aufgaben fallen im sogenannten Innendienst an. Betriebsprüfungen bzw. Steuerfahndungen finden hingegen im Außendienst statt.
Finanzwirte können nach ihrer Ausbildung auch im Zolldienst tätig werden. Hier können sie innerhalb der Zollabfertigung, Zollfahndung oder auch im Grenzaufsichtsdienst arbeiten. Mit den jeweiligen Zollgesetzgebungen sind Finanzwirte bestens vertraut. Zu ihren Aufgaben gehört es, Ein-, Aus- und Durchfuhrverbote zu kontrollieren. Eingeführte Waren werden von ihnen zollamtlich freigegeben oder auch gestoppt. Zollfahndungen fallen ebenfalls in ihren Aufgabenbereich.
Mit zunehmender Berufserfahrung können Finanzwirte schließlich auch Führungsaufgaben als Sachgebietsleiter in Finanzämtern übernehmen. Dazu gehören die Verwaltungsorganisation und das Personal- und Haushaltswesen. Auch die Position als Leiter der Finanzkasse bei der Oberfinanzdirektion ist denkbar. In folgenden Branchen können Finanzwirte eine Anstellung finden. Bei der Finanz- und Steuerverwaltung, im Zolldienst, in Steuerberaterkammern, bei Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, in Rechtsanwaltskanzleien, bei Consulting-Unternehmen, bei Banken und Kreditinstituten oder auch in Versicherungsunternehmen. In Bildungsstätten der Steuer- und der Zollverwaltung können Finanzwirte auch unterrichten.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Finanzwirt arbeiten zu können, ist die zweijährige duale Berufsausbildung. Diese kannst du bei Vermögensämtern, Hochbauämtern, Finanzämtern, Landesämtern für Besoldung oder bei Hauptzollämtern absolvieren. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. In deiner Ausbildung lernst du alles über das Steuerwesen. Entsprechende EDV-Anwendungen und elektronische Steuererklärungsprogramme bekommst du vermittelt. Die Lernfelder Buchführung, Bilanzwesen, Rechtskunde, Vermögensbesteuerung und Bewertungsrecht werden vermittelt und am Ausbildungsende geprüft. Der schulische Ausbildungsteil umfasst acht Monate.

Du kannst dich auch für ein duales Studium beim Finanzamt zum Diplom-Finanzwirt entscheiden, dann dauert die Ausbildung drei Jahre. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Finanzamt als auch an einer öffentlichen Verwaltungsfachhochschule für Finanzen, in einer Steuerverwaltung oder einer Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung stattfindet. Während der Ausbildung übernimmst du im Finanzamt nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung kannst du mit rund 1.100 Euro im Monat rechnen:
1. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.100  Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.100 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Finanzwirtes bei rund 4.200 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.100 und 2.500 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Für eine Ausbildung zum Finanzwirt beim Finanzamt musst du in der Regel den mittleren Bildungsabschluss mitbringen. Als Voraussetzung achten Ausbildungsbetriebe oftmals auf die Abschlussnote, die im schlechtesten Fall befriedigend ist. Du musst in der Regel ein amtsärztliches Attest und ein Führungszeugnis mitbringen. Je nach Bundesland kann es Altershöchstgrenzen zwischen 30 und 40 Jahren geben.

Auch sind gute Noten in den Fächern Mathe, Wirtschaft/Recht und Deutsch gefragt. Gleichzeitig solltest du die Fähigkeit mitbringen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erfassen. Teamfähigkeit, eine selbstständige Arbeitsweise und eine gute Kommunikationsfähigkeit solltest du auch vorweisen können.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Finanzwirte nach ihrer Ausbildung eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, um später auch in Führungspositionen arbeiten zu können.

  • Eine kaufmännische Weiterbildung zum Steuerberater/-in kann angestrebt werden.
  • Ein Studium ermöglicht weitere Berufs- und Karrierechancen. In Frage kommen die Studienfächer Steuern/Prüfungswesen, Steuerrecht, Verwaltungswissenschaften, Finanzwirtschaft und Verwaltungsmanagement/Public Management.
  • Eine anschließende Promotion kann für eine wissenschaftliche Laufbahn erforderlich sein. Für das Amt eines Hochschulprofessors wird eine Habilitation erforderlich.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Sorgfalt und Genauigkeit

Fit in Deutsch

Kontaktfreude

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