Erzieher/in

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Dauer: 2 bis 6 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.600 und 3.100 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für die Betreuung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verantwortlich.
  • Du analysierst ihr Verhalten und Befinden, um auf pädagogischen Grundlagen langfristige Erziehungspläne und Maßnahmen vorzubereiten.
  • Du nimmst positiven Einfluss auf ihr Sozialverhalten und ihre individuelle körperliche und geistige Entwicklung.
  • Du berätst und unterstützt bei privaten Problemen oder schulischen Aufgaben, regst zum Spielen an und förderst kreative Betätigungen.
  • Du bist für die Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen, die Zubereitung von Speisen und die Anleitung zu Körperpflege und Hygiene zuständig.
  • Du informierst und berätst Eltern und Erziehungsberechtigte.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.600 und 3.100 Euro
Vergütung
Als Berufsfachschüler bekommst du in der Regel kein Ausbildungsgehalt.
Ausbildungsdauer
2 bis 6 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Erzieherin bist du für die Betreuung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verantwortlich. Du analysierst ihr Verhalten und Befinden, um auf pädagogischen Grundlagen langfristige Erziehungspläne und Maßnahmen vorzubereiten. Dadurch nimmst du positiven Einfluss auf ihr Sozialverhalten und ihre individuelle körperliche und geistige Entwicklung. Du berätst und unterstützt bei privaten Problemen oder schulischen Aufgaben, regst zum Spielen an und förderst kreative Betätigungen. Außerdem bist du für die Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen, die Zubereitung von Speisen und die Anleitung zu Körperpflege und Hygiene zuständig. Die individuellen Maßnahmen besprichst du im Team oder mit Vorgesetzten. Außerdem informierst und berätst du Eltern und Erziehungsberechtigte.

Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie in Klassenzimmern, Gymnastik-, Spiel-, Ess-, Schlaf-, Besprechungs- und Aufenthaltsräumen, im Freien und in Büros. Eine Beschäftigung findest du in Kinder-, Jugendwohn- und Erziehungsheimen, Kindergärten, Kinderkrippen, Horten, Familienberatungs- und Suchtberatungsstellen, Tagesstätten oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in Erholungs- und Ferienheimen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Erzieherin arbeiten zu können, ist die zwei- bis sechsjährige schulische Ausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung an einer Berufsfachschule (BFS) stattfindet.
Dort wirst du in allgemeinbildenden Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde oder Deutsch unterrichtet. Außerdem beschäftigst du dich im theoretischen und praktischen Unterricht zum Beispiel mit folgenden Fragen: Welche Bedingungen, Normen und Regeln sind ausschlaggebend für das Verhalten von Kindern oder Jugendlichen? Wie gestaltest du pädagogische Beziehungen zu Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Was musst du bei Gruppenaktivitäten und Gruppenarbeit beachten? Welche finanziellen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für verschiedene Institutionen? Wie funktioniert die Kooperation mit anderen Einrichtungen oder Institutionen?
Ein wichtiger Teil deiner Ausbildung sind Praktika, in denen du theoretische Inhalte umsetzt und anwendest. Als angehende Erzieherin absolvierst du beispielsweise Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen, deren Aufbau und Organisation du kennenlernst.

Am Ende deiner Ausbildung führt ein bestellter Prüfungsausschuss eine Abschlussprüfung durch. Du wirst schriftlich beispielsweise in den Fächern Sozialkunde, Ökologie/Gesundheit und Deutsch geprüft. Du schreibst zudem mindestens zwei Aufsichtsarbeiten aus dem berufsspezifischen Bereich. In einem praktischen Teil wird unter anderem dein Können und Wissen in erzieherischen Aufgaben getestet. Gegebenenfalls findet auch eine mündliche Prüfung statt, beispielsweise um die Endnote genau zu bestimmen.

Wie hoch ist das Gehalt?

Während der Ausbildung:
Anders als die Azubis im dualen System erhältst du als Berufsfachschüler meist kein Ausbildungsgehalt. An öffentlichen Schulen ist die Ausbildung an sich kostenfrei, du musst allerdings teilweise Aufnahme- und Prüfungsgebühren zahlen. Wenn deine Ausbildung an einer privaten Schule stattfindet, werden meistens Lehrgangsgebühren erhoben. Weitere Kosten können durch die Anschaffung von Lernmitteln, Berufskleidung oder die Fahrten zur Ausbildungsstätte entstehen.

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt einer Erzieherin zwischen 2.300 und 4.400 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 3.100 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Die Berufsschule entscheidet, welche Bewerber zur Ausbildung zugelassen werden. Laut Bundesagentur für Arbeit wird normalerweise ein mittlerer Abschluss vorausgesetzt.

Die abwechslungsreiche Arbeit als Erzieherin erfordert körperliche und psychische Belastbarkeit sowie eine gute Gesundheit. Besonders wichtig ist deine Kommunikationsfähigkeit: Du musst einerseits Einfühlungsvermögen und ein freundlich-gewinnendes Wesen zeigen, andererseits aber auch über Durchsetzungsvermögen beweisen und mit Konflikten angemessen umgehen. Für die Vermittlung erster Lese- und Schreibkenntnisse sowie die Sprach- und Sprecherziehung ist es wichtig, dass du über gute Deutschkenntnisse verfügst. Du leitest Kinder zum Malen, Basteln oder Musizieren an, deshalb sind Grundkenntnisse in Kunst und Musik von Vorteil. Wenn du über eine selbstständige, sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise verfügst, wirst du in diesem Beruf gut zurechtkommen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Erzieherin eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Psychologie, Jugendarbeit oder Elternberatung fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Fachwirtin für Erziehungswesen ab, um beruflich voranzukommen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zur Motopädin.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Bildungswissenschaft oder Soziale Arbeit.

Einstieg Reality-Check

Fit in Deutsch

Kontaktfreude

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