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Ergotherapeut/in

4 Stellenangebote Info Gehalt
Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 1.700 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, Patienten mit körperlichen oder seelischen Erkrankungen oder Behinderungen zu behandeln und zu beraten.
  • Du weißt, wie du Menschen bei alltäglichen Aufgaben wie dem Anziehen oder im Umgang mit Prothesen helfen kannst.
  • Du erstellst individuelle Behandlungspläne und Therapiekonzepte.
  • Du erfährst, dass du mit kleinen Kindern anders umgehen musst als zum Beispiel mit alten Menschen.
  • Du lernst viel über Orthopädie, Neurologie, Arbeitstherapie und Psychiatrie.
  • Du kannst das theoretische Wissen aus der Schule in der praktischen Ausbildung anwenden.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 1.700 Euro
Vergütung
In der Regel keine Vergütung
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Ergotherapeut arbeitest du mit Menschen, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind – zum Beispiel durch einen Unfall, einen Schlaganfall oder eine Behinderung. Ziel ist es, deine Patienten so zu fördern, dass sie wieder selbstständig leben und arbeiten können. Du erstellst einen individuellen Behandlungsplan und führst die festgelegte Therapie durch. Dabei hast du mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun. Zu deinen Patienten gehören Kinder aber auch alte Menschen. Dementsprechend vielfältig sind die medizinischen Fachbereiche, mit denen du in Berührung kommst: Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie, Geriatrie, Orthopädie und Rheumatologie gehören beispielsweise dazu.
Du arbeitest häufig mit Physiotherapeuten, Altenpflegern, Logopäden, Psychiatern, Eltern und  Ärzten zusammen. Du besprichst die möglichen Therapien mit ihnen und organisierst die notwendige Versorgung. Aber auch verwaltende Tätigkeiten gehören zu deinem Job, so musst du zum Beispiel alle therapeutischen Maßnahmen dokumentieren.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Ergotherapeut arbeiten zu können, ist die dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule. In den ersten beiden Jahren besuchst du eine staatliche oder private Berufsfachschule oder ein Berufskolleg. Während an staatlichen Berufsfachschulen die Ausbildung in der Regel kostenfrei ist, musst du an privaten Bildungseinrichtungen monatlich zwischen 300 und 500 Euro Schulgeld zahlen.

Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie kannst du motorische Fähigkeiten verbessern? Wie kannst du Patienten psychosozial stabilisieren? Wie kannst du das Handwerken und Gestalten in die Therapie mit einbinden? Wie kannst du Patienten ins Berufs- und Arbeitsleben wiedereingliedern? Praxiserfahrung sammelst du in Einrichtungen der medizinischen, sozialen und beruflichen Rehabilitation. Dabei lernst du viel über die Fachgebiete Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie sowie Arbeitstherapie.

Am Ende der Ausbildung steht deine Abschlussprüfung an. Sie besteht unter anderem aus den schriftlichen Prüfungsfächern "allgemeine Krankheitslehre", "Psychologie und Pädagogik" sowie "motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren". Außerdem musst du eine mündliche Prüfung in den Fächern "Biologie", "Medizinsoziologie" und "Grundlagen der Ergotherapie" bestehen. In dem praktischen Prüfungsteil musst du praktisch-handwerklich arbeiten und eine ergotherapeutische Behandlung durchführen.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
Während der schulischen Ausbildung bekommst du kein Gehalt. Im Gegenteil: Während an staatlichen Berufsfachschulen die Ausbildung in der Regel kostenfrei ist, musst du an privaten Bildungseinrichtungen monatlich zwischen 300 und 500 Euro Schulgeld zahlen.

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines [Beruf] zwischen 1.800 und 2.600 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.400 und 2.000 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Um an einer staatlichen oder privaten Berufsfachschule oder an einem Berufskolleg angenommen zu werden, musst du mindestens einen Hauptschulabschluss, noch besser aber einen mittleren Bildungsabschluss mitbringen.

Weil dein Job medizinisches Wissen voraussetzt, solltest du auch ein Interesse daran haben. Nur dann fällt es dir leicht, Erkrankungen zu verstehen und eine geeignete Therapie zu entwickeln. Die Planung dieser Maßnahmen findet zwar am Schreibtisch statt, den größten Teil deiner Arbeit verbringst du allerdings mit deinen Patienten. Dementsprechend gerne solltest musst du mit Menschen umgehen können. Neben Kommunikationsfähigkeit brauchst du auch Selbstsicherheit im Umgang mit ihren Verletzungen, Behinderungen und anderen Beeinträchtigungen. Wer hier Berührungsängste hat, wird sich als Ergotherapeut nicht wohl fühlen. Weil deine Patienten psychisch belastende Erkrankungen haben und häufig in schwierigen Situationen sind, musst du sensibel und trotzdem emotional stabil sein. Schließlich bist du für die Zeit der Behandlung eine große Stütze und jemand, dem sie ihre Sorgen und Nöte erzählen können. Wichtig ist außerdem, dass du körperlich belastbar bist, denn du arbeitest häufig in ungewohnten Positionen und musst deine Patienten immer wieder heben oder stützen.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Ergotherapeuten eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie neuropsychologische Störung, Handrehabilitation oder Schultermobilisation fortbilden lassen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Ergotherapie, Heilpädagogik oder Therapiewissenschaft.

Einstieg Reality-Check

Fit in Deutsch

Fit in Bio, Chemie, Physik

Kontaktfreude

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