Ausbildung als Bauzeichner/in

Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: Zwischen 1.700 und 2.500 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du lernst, wie du Grundrisse, Bau- und Ausführungszeichnungen, Bauansichten und Detailzeichnungen erstellst – für Bauwerke jeder Art.
  • Du arbeitest viel am Computer und eignest dir Wissen über CAD-Programme an.
  • Du kannst dich für den Ausbildungsschwerpunkt Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau entscheiden.
  • Du arbeitest mit Architekten und Bauingenieuren zusammen.
  • Du wirst dich schnell mit technischen Vorschriften, DIN-Normen und Bauvorschriften auskennen.
  • Du bist immer wieder auf Baustellen unterwegs und vermisst den Boden, einzelne Bauteile oder ganze Gebäude.
  • Du lernst alles über Baustoffe und die verschiedenen Materialien, die in einem Bauwerk verwendet werden können.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Zwischen 1.700 und 2.500 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 850 Euro 2. Ausbildungsjahr: 755 bis 1.100 Euro 3. Ausbildungsjahr: 900 bis 1.400 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Werden Architekten und Bauingenieure mit einem Bauvorhaben beauftragt, so sind auch immer Bauzeichner mit von der Partie. Sie sind nämlich diejenigen, die aus ihren Ideen, Ausführungen, Entwürfen und Berechnungen maßstabsgetreue Pläne für die Baustelle anfertigen.
Ihre wichtige Vorarbeit ermöglicht es erst, dass ein Bauprojekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Entscheidend bei der Arbeit als Bauzeichner ist, dass wirklich genau und gewissenhaft gearbeitet wird, schließlich muss die Darstellung des Baugrundstückes, des Gebäudes und der jeweiligen Konstruktionen exakt sein. Für die Ausarbeitung der Baupläne stehen den Bauzeichnern eine spezielle CAD-Software für computergestütztes Konstruieren und Statik-Programme zur Verfügung. Zeichnungen per Hand kommen so gut wie kaum noch vor, allenfalls Entwürfe oder Skizzen zur Veranschaulichung, die schnell auf einer Baustelle aufs Papier geworfen werden.

Die Arbeit des Bauzeichners spielt sich hauptsächlich im Büro und am PC ab, auch wenn Besuche auf Baustellen für Vermessungen von Gebäuden und Grundstücken mitunter vorkommen können. In den Bauplänen, die der Bauzeichner anfertigt, ist beispielsweise nachzulesen, welche Materialien wie und wo verwendet werden. Auch müssen die Pläne genaue Angaben hinsichtlich Elektro- und Wasserleitungen, Anschlüsse jeglicher Art sowie die Maße der einzelnen Räume wiedergeben, kein Detail darf vergessen werden. Bauzeichner kennen die einzelnen Schritte eines Bauprozesses und wissen mit den verschiedenen Vermessungsgeräten umzugehen. Fachgespräche mit Architekten sowie Bauleitern gehören ebenfalls zu ihrem Aufgabengebiet. In der Regel spezialisieren sich Bauzeichner schon während der Ausbildung auf einen von drei Schwerpunkten. Gewählt werden kann zwischen Ingenieurbau, Hochbau und Tiefbau. Im Bereich des Ingenieurbaus sind Bauzeichner für die Anfertigung von Konstruktionszeichnungen, für Berechnungen und die entsprechenden Dokumente zuständig. Wohingegen Bauzeichner im Bereich Hochbau an der Planung und Umsetzung von Architektenbauten beteiligt sind. Im Fachbereich des Tiefbaus spezialisieren sich Bauzeichner auf Tunnel und Kanäle sowie auf den Straßen- und Landschaftsbau.

Bauzeichner können nach der Ausbildung bei Bauämtern, in der öffentlichen Verwaltung, in Architekten- und Ingenieursbüros sowie bei Baufirmen, die über eine Planungsabteilung verfügen, arbeiten. Darüber hinaus kommen auch Fertigteilhersteller und Bauträger in Frage. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist für viele, die bereits erste jobliche Erfahrungen gesammelt haben, eine Möglichkeit.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Bauzeichner arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Dass bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du lernst im Betrieb unter anderem sämtliche Arbeitsabläufe kennen: die Handhabung mit Informations- und Kommunikationstechniken, die Verwendung von Baustoffen und Bauelementen, Bauprozesse und rechnergestütztes Zeichnen. Ferner lernst du den Umgang mit Bauplanungen kennen, Erschließungen von Baugrundstücken und wie Konstruktionen beschaffen sein müssen.Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Diese besteht aus drei praktischen Aufgaben (auch rechnergestützt), unter anderem müssen hier  Berechnungen vorgenommen werden. Und zwar in den Fächern Zweidimensionale Darstellungen/Parallelperspektiven, Freihandzeichnungen, Baugruben / Gräben / Gründungen und Verbau, Baukörper aus Steinen / Bauwerksabdichtungen sowie Beton und Stahlbeton. Der zweite Prüfungsteil erfolgt am Ende deiner Ausbildung zum Bauzeichner und besteht aus zwei Prüfungsteilen, einem praktischen und einem schriftlichen Teil -  je nach gewähltem Schwerpunkt in den Fächern Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Straßen- und Landschaftsbau. Im praktischen Teil müssen zwei Aufgaben bearbeitet werden, die sich auf ein konkretes Projekt beziehen. Eine Aufgabe muss dokumentiert und dem Prüfungsausschuss im Rahmen eines Fachgespräches in 15 Minuten dargelegt werden. Folgende Bereiche und Themen kommen in Frage: Wurde der Schwerpunkt Architektur gewählt, sind die Erstellung nach Entwurfsskizzen von Planunterlagen zur Baueingabe und die Erstellung von Ausführungsunterlagen für den Rohbau und Ausbau gefragt. Beim Ingenieurbau kommt es auf die Erstellung von Rohzeichnungen für ein Tragwerk sowie einer Bewehrungszeichnung an. Der Tief-, Straßen- und Landschaftsbau konzentriert sich auf die Erstellung von Planunterlagen für den Straßen- und Verkehrswegebau sowie Ausführungsunterlagen für die Ver- und Entsorgung und den Landschaftsbau.

In Nordrhein-Westfalen sorgt das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH für die Vermittlung der überbetrieblichen Ausbildungsinhalte. Hierzu betreibt das BFW NRW insgesamt drei moderne Ausbildungszentren an den Standorten Hamm, Kerpen und Oberhausen.

Bauzeichner Ausbildung

1. Ausbildungsjahr: Berufliche Grundbildung

31 Wochen Ausbildungsbetrieb, 8 Wochen Ausbildungszentrum, 13 Wochen Berufsschule

2. Ausbildungsjahr: Berufliche Fachbildung

32 Wochen Ausbildungsbetrieb, 8 Wochen Ausbildungszentrum, 12 Wochen Berufsschule

3. Ausbildungsjahr: Berufliche Spezialisierung

39 Wochen Ausbildungsbetrieb, 2 Wochen Ausbildungszentrum, 11 Wochen Berufsschule

ABSCHLUSS als »Bauzeichner« (Kammer-Prüfung) 

Du hast Abitur oder Fachabitur?

Die Bauwirtschaft hat etliche innovative duale Studiengänge an verschiedenen Standorten in Deutschland im Programm!

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung zum Bauzeichner:
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 850 Euro
2. Ausbildungsjahr: 755 bis 1.100 Euro
3. Ausbildungsjahr: 900 bis 1.400 Euro

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Bauzeichners zwischen 1.800 und 2.900 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.500 Euro rechnen.
 

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit unterscheiden sich Ausbildungsanfänger in Industrie- oder Handelsbetrieben oder im Handwerk.
 
Im Handwerk bringen sie mit:
Hauptschulabschluss: 14%
mittlerer Bildungsabschluss: 53%
Hochschulreife: 33%

In Industrie- und Handelsbetrieben sind es:
Hauptschulabschluss: 5%
mittlerer Bildungsabschluss 43%
Hochschulreife: 49%

Für die Ausbildung zum Bauzeichner sind gute Schulnoten in den Fächern Mathe, Physik, Werken und Technik von großem Vorteil und zeigen, dass du das notwendige Verständnis mitbringst.  Auch solltest du zeichnerisches und gestalterisches Talent besitzen. Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit beim exakten, kleinteiligen Zeichnen sind ebenso wichtig wie räumliches Vorstellungsvermögen und eine gute Auge-Hand-Koordination. Für deine tägliche Arbeit sind Gewissenhaftigkeit und eine sorgfältige Arbeitsweise Grundvoraussetzung. Da du mit Architekten und Bauleitern fachliche Gespräche führst, ist eine gewisse Kommunikationsfähigkeit unerlässlich Auch die Selbstorganisation deines Arbeitsalltages sollte für dich selbstverständlich sein.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Bauzeichnerinnen oder Bauzeichner eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Bautechnik oder Vermessungstechnik fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung zum Meister ab, um beruflich voranzukommen und dich eventuell selbstständig zu machen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Architektur oder Bauingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Interesse an Technik

Interesse an Gestaltung und Design

Sorgfalt und Genauigkeit

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