Ausbildung als Bauten- und Objektbeschichter/in

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Dauer: 2 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.700 und 2.300 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du bist für die Beschichtung, Bekleidung und Gestaltung von Innen- und Außenflächen zuständig.
  • Du sorgst dafür, dass Oberflächen geschützt und verschönert werden.
  • Du vermisst die Fläche, die du bearbeiten sollst, planst deine Arbeitsschritte und den Materialbedarf.
  • Du beschichtest beispielsweise Oberflächen aus Holz, Metall oder Kunststoff, verputzt Wände oder verlegst Decken- und Bodenbeläge.
  • Du baust Dämmstoffe ein oder montierst verschiedene Baumaterialien und -elemente.
  • Du bist auch für Auf- und Abbau der verwendeten Arbeitsgerüste und -bühnen zuständig.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.700 und 2.300 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 500 bis 590 Euro 2. Ausbildungsjahr: 550 bis 640 Euro
Ausbildungsdauer
2 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Bauten- und Objektbeschichter bist du für die Beschichtung, Bekleidung und Gestaltung von Innen- und Außenflächen zuständig. Durch diese Bearbeitung sorgst du dafür, dass Oberflächen geschützt und verschönert werden. Du beschichtest beispielsweise Oberflächen aus Holz, Metall oder Kunststoff, verputzt Wände oder verlegst Decken- und Bodenbeläge. Außerdem baust du Dämmstoffe ein oder montierst verschiedene Baumaterialien und -elemente. Bei jedem Auftrag vermisst du die Fläche, die du bearbeiten sollst, und planst deine Arbeitsschritte sowie den Materialbedarf. Nachdem du alle Elemente und Flächen geschützt hast, die nicht beschichtet werden sollen, beginnst du mit der Arbeit. Dabei bist du auch für Auf- und Abbau der Arbeitsgerüste und -bühnen zuständig, auf denen du dich während der Beschichtung aufhältst.

Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie auf Baustellen, in Werkstätten oder in Werkhallen. Eine Beschäftigung findest du im Stuckateurgewerbe, Trockenbau, Maler- und Lackiererhandwerk, Fassadenbau oder in Betrieben für Bodenbeschichtungstechnik.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um in diesem Beruf arbeiten zu können, ist die zweijährige duale Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter, die sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie wählst du das richtige Werkzeug und die richtigen Geräte für deine Arbeit aus? Wie trägst du Grundierungen auf? Was musst du beachten, wenn du Farbtöne mischst? Wie bereitest du Untergründe vor? Was ist bei der Erstellung  von Farbplänen und Zeichnungen zu beachten? Wie schützt du die Flächen und Objekte, die du nicht bearbeitest?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Ausführen von Instandhaltungsmaßnahmen oder im Bearbeiten von Untergründen.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du eine praktische Arbeitsaufgabe sowie einen schriftlichen Test bestehen musst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter. Sie besteht aus einem schriftlichen Test in den Fächern "Oberflächentechnik", „Instandsetzung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“. Außerdem führst du eine praktische Arbeitsaufgabe durch, die einem Kundenauftrag entspricht.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr: 500 bis 590 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 550 bis 640 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Bauten- und Objektbeschichters zwischen 2.500 und 4.000 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.300 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 68%
mittlerer Bildungsabschluss: 13%
Hochschulreife: 1%

Bei den vorwiegend praktischen Tätigkeiten dieses Berufes ist dein technisches Geschick gefordert, beispielsweise beim Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen. Für die körperlich anstrengende Arbeit solltest du fit, gesund und beweglich sein. Für die Arbeit auf Gerüsten in großer Höhe ist es außerdem wichtig, dass du keine Höhenangst hast und schwindelfrei bist. Du solltest gut rechnen können, da du beispielsweise Flächen, Gewichte oder Materialbedarf bestimmst. Du lernst außerdem, das chemische Verhalten von Untergründen und Beschichtungen zu verstehen – zu diesem Zweck ist es hilfreich, wenn du über chemische Grundkenntnisse verfügst. Ein uneingeschränktes Farbsehvermögen ist notwendig, da du beim Anmischen von Farben feine Unterschiede erkennen musst. Wenn du sorgfältig, selbstständig und flexibel arbeiten kannst, wirst du mit den Anforderungen dieser Ausbildung gut zurechtkommen. Und: Ein Sinn für Ästhetik hilft dir, die Oberflächen nicht nur zu schützen, sondern auch zu verschönern.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, hast du als Bauten- und Objektbeschichter eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Trockenbau, Korrosionsschutz oder Dämmung fortbilden lassen.
  • Setze deine Ausbildung fort und lege die Prüfung als Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz, Maler und Lackierer der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung oder Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege ab.
  • Lege außerdem eine Prüfung als Malter- und Lackierermeister ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Bauingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Interesse an Technik

Fit in Bio, Chemie, Physik

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