Ausbildung als Baustoffprüfer/in

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Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.800 und 3.000 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du entnimmst von verschiedenen Stellen Proben und untersuchst diese.
  • Du ermittelst unter anderem die Tragfähigkeit, Umweltbelastung, Qualität oder Wasseraufnahmefähigkeit von Untergründen und Substanzen.
  • Bei deiner Arbeit setzt du je nach Auftrag verschiedene Prüfmethoden und -maschinen ein.
  • Du orientierst dich bei der Probenuntersuchung an Vorschriften, Normen und Regeln.
  • Du dokumentierst deine Arbeit und präsentierst dem Kunden die Ergebnisse deiner Analyse.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.800 und 3.000 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 560 bis 930 Euro 2. Ausbildungsjahr: 630 bis 1.100 Euro 3. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.350 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Baustoffprüfer entnimmst du von verschiedenen Stellen Proben und untersuchst diese. Beispielsweise bist du für die Prüfung von Böden, Baurohstoffen oder Bauprodukten zuständig. Dabei ermittelst du unter anderem die Tragfähigkeit, Umweltbelastung, Qualität oder Wasseraufnahmefähigkeit von Untergründen und Substanzen. Bei deiner Arbeit setzt du je nach Auftrag verschiedene Prüfmethoden und -maschinen ein. Du entnimmst an unterschiedlichen Orten Proben, die du anschließend im Labor vergleichen kannst. Du orientierst dich an Vorschriften, Normen und Regeln, um die Ergebnisse deiner Untersuchungen zu interpretieren. Nach der Messung dokumentierst du deine Arbeit und stellst sie grafisch dar, um in Prüfberichten und Präsentationen deine Ergebnisse anschaulich erklären zu können.

Deine Arbeitszeit verbringst du in erster Linie auf Baustellen oder im Gelände im Freien sowie in Prüflaboratorien. Eine Beschäftigung findest du in Überwachungs- und Forschungseinrichtungen sowie in Unternehmen der Bauwirtschaft und in Steinbruchbetrieben.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Baustoffprüfer arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie führst du Einfangskontrollen von Baurohstoffen durch? Wie liest du Pläne, Unterlagen und Karten richtig? Wie misst du die Leitfähigkeit von Baustoffen? Wie führst du Präsentationen durch? Wie dokumentierst du deine Arbeit?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Vorbereiten von Baustoffprüfungen und im Erstellen von Asphaltrezepturen. Je nach Betrieb erfolgt deine Ausbildung in einem der Schwerpunkte Geotechnik, Asphalttechnik oder Mörtel- und Betontechnik.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du drei Arbeitsaufgaben und einen schriftlichen Test bestehen musst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung zum Baustoffprüfer. Sie besteht aus den schriftlichen Prüfungsfächern "Baustofftechnologie", "Prüftechnik und Labortechnologie" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde". Außerdem führst du drei Arbeitsaufgaben wie die Entnahme einer Probe sowie ein anschließendes Fachgespräch durch.

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung zum Baustoffprüfer:
1. Ausbildungsjahr: 560 bis 930 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 630 bis 1.100 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 750 bis 1.350 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Baustoffprüfers zwischen 2.000 und 3.400 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 und 3.000 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 11%
mittlerer Bildungsabschluss: 47%
Hochschulreife: 39%

Die Arbeit als Baustoffprüfer vereint praktische mit prüfenden und theoretischen Tätigkeiten. Du solltest gesund und fit sein, da du dich viel im Freien aufhältst. Bei der Bestimmung der Eigenschaften von Bauprodukten und Proben helfen dir Grundkenntnisse in Chemie und Physik. Im Arbeitsalltag berechnest du täglich Verhältnisse und Mengen, deshalb sind gute Mathekenntnisse von Vorteil. Bei der Arbeit im Labor kannst du deine Feinmotorik beweisen – wenn du sorgfältig, selbstständig und flexibel arbeitest und verantwortungsbewusst bist, bringst du gute Voraussetzungen für die Ausbildung mit.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Baustoffprüfer eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Physik, Chemie oder Werkstoffprüfung fortbilden lassen.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Werkstofftechnik oder Techniker der Fachrichtung Bautechnik.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Bauingenieurwesen, Werkstoffwissenschaften oder Bauingenieurwesen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Sorgfalt und Genauigkeit

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